Wer diese Frage stellt, der unterliegt einem gewaltigen Irrtum. Ich war schon viel früher ein politischer Mensch und habe mir ein Meinungsbild erarbeitet. Mit fast 6 Jahrzehnten kann ich schon ein wenig Lebenserfahrung vorweisen und freue mich an drei erwachsenen Kindern und aktuell vier Enkeln.

Politik ist mehr als eine Parteimitgliedschaft

Lange Jahre habe ich mich mit dem Gedanken an eine Parteimitgliedschaft getragen – nicht nur, als wir in der provisorischen Bundeshauptstadt wohnten. Doch die Entscheidung wurde aus unterschiedlichen Gründen verschoben.

Vielleicht lag es auch ein wenig an Gelegenheit oder am direkten Zugang zu den entsprechenden Institutionen. In der Tat muß man sich schon aufmachen und den Kontakt suchen, was in der heutigen Zeit leichter ist, als noch vor 30 Jahren.

So blieb es bei einer Reihe an Ehrenämtern und Engagement in diversen Gruppierungen. Auch das nenne ich politisches Verhalten.

Grund Nr. 1

Eine meiner Lebenserkenntnisse ist die, daß die Sache mit Jesus Christus durchaus lebenstauglich ist. Ich behaupte sogar, daß die Auferstehung desselben den wesentlichen Unterscheid für uns Menschen ausmacht. Das ist kein Punkt für eine politische Partei (wäre wohl der Job der Kirchen?), aber die Erkenntnis meines Lebens schlechthin. Hieraus bestimmt sich auch mein Wertesystem: Der Mensch ist Ebenbild Gottes und die Schöpfung ein „Garten“, den wir pflegen und verwalten dürfen (etwas verkürzt, aber das soll hier erst einmal reichen).

Somit habe ich mich auf die Suche gemacht, eine möglichst große Schnittmenge meiner Einstellungen in den vorhandenen Parteiprogrammen zu suchen. Auf Mängel und Schwachstellen bin ich vorbereitet, denn eine Partei ist nicht das Himmelreich – soviel ist mir klar.

Grund Nr. 2

Ein wichtiger Grund sind in der Tat die Menschen vor Ort. Was nutzen mir Parteiprogramme auf Papier, die am grünen Tisch erstellt wurden und dann doch nur Theorie sind?

Menschen vor Ort tun etwas für Menschen vor Ort

Das stärkste Argument sind doch die Menschen an der Basis. Hier kann man Dinge bewegen und Entscheidungen nachvollziehbar beeinflussen. Ob eine Kita oder ein Zebrastreifen gebaut wird, ob ein Verkehrskonzept verfolgt wird und ob die Verwaltungsarbeit gründlich beobachtet wird … dies alles geschieht im politischen Leben. Menschen an der Basis sind das Kapital der Parteien. Hier gilt es für Berufspolitiker sehr gut zuzuhören, denn hier entscheidet sich auch deren Zukuft.

So schaue ich recht zuversichtlich in Richtung Zukunft und Zusammenarbeit. Es hilft doch nichts, wenn man nur schimpft und dann doch nichts unternimmt. Demokratie ist keine gemütliche Hängematte, sondern eher eine Baustelle, die nie so richtig fertig wird.

Grund Nr. 3

Ich bekomme unmittelbares Feedback auf mein Engagement, kann meine Sachkompetenzen einbringen und nicht nur mit Rat, sondern mit Tat Dinge beeinflussen – und wie ich meine, damit Lebensqualität sichern. Ich bin nicht Superman oder Batman und somit außerstande, den ganzen Planeten zu retten. Doch kann und will ich hier in meinem Umfeld mitgestalten und sinnvolle Impulse setzen, aufnehmen und aktiv umsetzen.

Grund Nr. 4

Für eine weitere Karriere ist es zu spät. Doch kann ich meine Erfahrungen einbringen, um ein stückweit für die Zukunft meiner Kinder und Enkeln ein paar Eckpfeiler zu setzen (oder zu verhindern). Ja, ich kann auch unbequem sein und meinen Rücken grade machen für die Menschen, die mir sehr am Herzen liegen. Sicherlich kann man auch Vermögenswerte anhäufen und hoffen hier etwas sinnvolles getan zu haben, doch ist dies alleine mir zu kurz gedacht. Darum mache ich aktiv Politik.

Fazit

Die CDU in meiner Nähe

Sicherlich könnte ich hier haufenweise Sachargumente auflisten, die meine Entscheidung für die CDU untermauern würden. Ebenso gäbe es auch einige oder auch etliche Gründe, hier doch nicht richtig aufgehoben zu sein. Und dennoch bin ich dabei.

Politik zu machen bedeutet, mit Kompromissen, die auch weh tun können, das Miteinander zu gestalten. Alles andere wäre Diktatur – und dafür habe ich null Toleranz. Leider sind solche Gruppierungen grad wieder modern. Einfache Lösungen für einfache Menschen, obwohl die Dinge nie so einfach sind, wie man es uns weismachen möchte. Darum werde ich immer genau hinschauen, gleichgültg wer mir etwas präsentiert und mir eine Meinung bilden.

Später werde ich sicherlich noch weitere Gedanken auflisten können und wollen, doch bis hierher soll es reichen. Wuppertal wurde auch nicht an einem einzigen Tage erbaut (oder war es Rom?).