Schlagwort: Cronenberg

Planungsmittel für die Feuerwache Cronenberg

Endlich kam Bewegung in das Thema. Der Rat der Stadt Wuppertal hat nun endlich einstimmig die Planungsmittel für den Haushalt 2022 für den Neubau der Feuerwache Cronenberg zugestimmt.

Momentan wirken die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg ion der Kemmannstraße in einem Gebäude aus den 1890er Jahren. Das ehemalige Kesselhaus hat Charme, ist aber völlig veraltet, zu klein und ein Fall für eine Komplettsanierung (oder Abriß?).

Auch wenn der Dienst der Freiwilligen eine freiwillige Leistung der Männer und Frauen ist, so ist doch der Brandschutz ein Pflichtaufgabe der Gemeinde, der nun endlich auch nachgekommen wird.

Wir alle sind dankbar für die Helfer. Ihr Dienst ist überaus wertvoll und wird immer öfter und intensiver benötigt. Mittlerweile rücken die Mannschaften auch überregional aus, um mit Material und Know How zu schützen und zu retten.

Bei der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 konnten wir (mal wieder) erleben, was hier an Menpower steckt. Unermüdlich und mit viel Erfahrung wurden Menschen evakuiert und Werte gerettet und gesichert. Leider wird dies nicht das letztemal sein, wo wir diese Wehrmannschaften brauchen werden. Unterstützen wir sie doch mit aller Kraft. Sie haben es verdient.

Zwei Bürgersprechstunden

In diesen Zeiten werden wir alle mit zahllosen Fragen bedrängt und oft scheint es an Ansprechpartnern aus der Politik zu fehlen. Darum haben ich als Ratsmitglied aus der CDU-Fraktion Wuppertal gemeinsam mit Bürgermeister Rainer Spiecker beschlossen, hier eine gute Tradition weiterleben zu lassen.

Bürgersprechstunden sind eine beliebte Möglichkeit in ungezwungener Atmosphäre Fragen zu lokalen Problemen anzusprechen. Seien es Themen aus dem Umfeld zu Verkehr, Sicherheit, Familie oder Bildung; die CDU ist der richtige Ansprechpartner zu Cronenberger Themen.

Notieren Sie bitte beide Termine:

  • Am 12. Oktober im Küllenhahner “Lädchen”
  • Am 26. Oktober em Dorp bei “Policks Heimat”

jeweils ab 16:00 Uhr freuen wir uns auf Anregungen und einen lebendigen Austausch.

Holger Reich und Rainer Spiecker

Organisationsüberprüfung Ressort Straßen und Verkehr

CDU-Fraktion erfragt Sachstandsbericht

Am 07.09.2021 hat der Rat der Stadt Wuppertal beschlossen, das Ressort Straßen und Verkehr einer Organisationüberprüfung zu unterziehen.

„Hintergrund für den gemeinsamen Antrag in der Ratssitzung im September letzten Jahres war die Aufforderung aus der Politik an die Verwaltung, Personal und Ressourcen bereitzustellen, um Fördermittel zur Radverkehrsförderung verstärkt abzurufen. Dem konnte die Verwaltung aus verschiedenen Gründen nicht nachkommen, verwies aber vor allen Dingen auf fehlendes Personal.

Dies wollten wir im vergangenen Jahr so nicht stehen lassen und haben die Verwaltung mit einem Ratsbeschluss von CDU, GRÜNEN und FDP aufgefordert, die Aufbau- und Ablauforganisation im Ressort Straßen und Verkehr auf den Prüfstand zu stellen. Wir möchten nun wissen, was seitdem passiert ist“, erläutert der verkehrspolitische Sprecher, Hans-Jörg Herhausen, die Gründe für die Anfrage im Ausschuss.

„Viele städtebauliche Entwicklungsvorhaben berühren auch häufig verkehrliche Fragen. Um über diese Vorhaben möglichst schnell und umfassend entscheiden zu können, ist die Effektivität von Schnittstellen bei ressortübergreifenden Themen von großer Bedeutung. Dies gilt auch im Hinblick auf die zeitnahe Abwicklung von Bauanträgen und Anfragen von potenziellen Investoren, die in Wuppertal Flächen entwickeln oder sich ansiedeln wollen. In der Vergangenheit kam es gerade an diesen Schnittstellen immer wieder zu Reibungsverlusten. Deshalb möchten wir auch hier von der Verwaltung eine Einschätzung wie man die abteilungsübergreifenden Arbeiten eventuell noch optimieren kann“, führt Michael Schulte, stadtentwicklungs- und baupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion den stadtentwicklungspolitischen Hintergrund der Anfrage weiter aus.

Kommentar: Insbesondere für Cronenberg ist dies ein wesentliches Thema im Rahmen der anstehenden Ortskernplanung Cronenberg. Bevor diese angegangen werden kann, muß das ganze Thema der Verkehrsplanung gezielt bearbeitet werden. Der Radverkehr wird vermutlich dabei eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Radparkplätze, auch für Lastenräder, und sichere Wegeführung werden Berücksichtigung finden müssen. Durch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung können diese Zukunftsthemen bewältigt werden.

Erste Flutopfer erhalten Hilfen

Der 14. Juli 2021 ist so manch einem Wuppertaler noch sehr lebhaft in Erinnerung. Doch nicht alleine Wuppertal wurde von gewaltigen Wassermassen überschwemmt. Auch in Hagen, dem Ahrtal kamen unvorstellbar große Wassermassen und spülten innerhalb kürzester Zeit ganze Häuser weg und rissen Sachwerte und nicht zuletzt auch Menschenleben mit sich.

Lebhafte Eindrücke von der Lage zeige ich in einem kleinen Kurzfilm. Natürlich konnte ich nicht durchgehend filmen, da ich nun einmal auch selbst betroffen war und auch nachbarschaftlich helfend unterwegs war.

Zahlreiche Helfer standen bereit

Sowohl am Fluttag selber, als auch danach standen zahllose Helfer den Anwohnern zur Seite. Nachbarschaft wurde gelebt, doch auch aus dem “Dorf” und den umliegenden Stadtteilen kamen Menschen, um wirklich tatkräftig mit anzupacken. Die Feuerwehren Wuppertals waren rund um die Uhr im Einsatz. Städtische Betriebe arbeiteten sogar Sonntags, um die Müllberge zu entfernen.

Was da an Mengen bewegt wurde, war wirklich beeindruckend. Hinterließ die Wupper ja nicht nur ein paar Wasserflecken, sondern so ganz nebenbei auch zentimeterdicke Schlammschicht und es war nicht alles “Naturdünger”, sondern Öl, Benzin und sonstige Mittel, die man nicht im Fluß haben möchte.

Dank der Intervention des Bürgermeisters Rainer Spiecker und einiger anderer hilfreicher Kräfte wurde auch recht zügig ein Büro vor Ort in der Kohlfurth durch die Diakonie eingerichtet, um eine fachkundige Ansprechstelle vor Ort zu installieren. Frau Hoffmann und ihr Team hat bis heute einen Löwenanteil an Unterstützung geliefert, was nicht genug gelobt werden kann.

Doch auch die Politik war nicht untätig. So begrüßte ich mehrmals den Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt (CDU) vor Ort. Ziel war es, die große Politik auf die Not vor Ort aufmerksam zu machen – was schlußendlich auch gelang.

Jürgen Hardt (MdB) war unverzüglich und mehrfach vor Ort und hat sich als Vertreter für das Volk bewährt.

Im Ergebnis ging das Flutopferhilfegesetz dann bereits im September 2021 durch den Bundesrat und wurde mit einem Hilfspaket von 30 Milliarden Euro ausgestattet. Bis zur Auszahlung war es dann leider noch ein weiter Weg, doch nachdem die Bürger vor Ort ihre Ratsmitglieder, die Stadtspitze und sogar die Landesministerin Ina Scharrenberg (CDU) auf die mißliche Lage für die Flutopfer aufmerksam gemacht hatte, wurden jetzt endlich die ersten Zahlungen in nennenswerter Höhe geleistet.

Flutopferhilfe zeigt Wirkung

Die Soforthilfe (von maximal 3.500,00 Euro) wurde ja recht zügig ausgezahlt, doch gemessen an den Schadenshöhen von mehreren 100.000 Euro pro Haushalt natürlich nur ein “Tropfen” auf den ohnehin nassen Stein.

Doch jetzt endlich erfahren wir von den ersten Anwohnern den Eingang der Hilfszahlungen. Und da sprechen wir von 40 % der zugebilligten Leistungen, was ein nicht unerheblicher Beitrag ist. Darüber hinaus gab es auch schon Zahlungen für den Hausrat (gedeckelt auf bis zu 25.000,00 €).

Wir können über diese Lösungs- und Hilfsangebote nur dankbar sein. Sicherlich haben sich die Anwohner eine schnellere Bearbeitung gewünscht, doch angesichts der mißlichen Lage, daß die Elementarversicherungen in der Regel gekündigt worden sind, ist das Verhalten der Regierung wirklich lobenswert zu bezeichnen.

Was steht noch aus?

Aktuell stehe ich im Dialog mit Vertretern des Wupperverbandes, um die fachliche Begutachtung aus der Sicht der Profis zu erfahren. Warum konnte sich dieses Ereignis in der Größenordnung und dem Tempo so auswirken? Wo gab es Mißstände? Was kann man zukünftig besser machen? Der Hinweis auf das große Thema “Klima” greift da zu kurz und kann uns vor Ort nicht vor der nächsten Katastrophe schützen. Hierzu wird es noch eine oder mehrere Veranstaltungen in Kürze geben.

Privates Engagement von lokalen Unternehmern hat hier bereits erste Maßnahme getroffen, doch ist das nur der Anfang. Trotz angestrengter Haushaltslage muß hier gezielt in das Gewässermanagement eingegriffen werden. Begriffe wie “Schwammstadt Wuppertal” und ein verbessertes Frühwarnsystem sind da sicherlich ein Teil der Lösung.

Hier geht es nicht um parteipolitisches Profilieren, sondern um eine Bündelung aller beteiligten Kräfte, die Verantwortung übernommen haben und dieser auch gerecht werden müssen.

Die Folgen einer Überschwemmung

oder “Folgen der Flut”

Beide Überschriften wären zulässig und doch nicht ganz korrekt. Was die Bürger Wuppertals, und da besonders die Bewohner Beyenburgs, des Morsbachtals und der Kohlfurth am 14./15. Juli 2021 erleben mußten, war wirklich einmalig. Hatte doch massiver Starkregen dafür gesorgt, daß der Wasserhaushalt Wuppertals stark in die Schieflage geraten war. Das Grundwasser stieg stark an, so daß Keller geflutet wurden oder drohten geflutet zu werden.

Zu allem Überfluß gab es dann noch zusätzlich eine Flutwelle, die wie ein Mini-Tsunami sich durch das Wupperbett drückte und Straße, Wege und Plätze flutete. Gott sei Dank gab es keine Toten zu beklagen, wie in anderen Teilen Deutschlands. Doch auch hier waren Gefahrensituationen genug, die Leib und Leben bedrohten. Auf jeden Fall gab es zusätzlichen Sachschaden, der erheblich war. PKW wurden überschwemmt und mußten als Totalschaden abgeschrieben werden. Wohl dem, der eine Vollkasoversicherung hatte. Nur Haftpflichtversicherte blieben auf ihren Kosten sitzen.

In der Kohlfurth wurden Keller komplett überflutet und im Erdgeschoß stand das Wasser etwa 60 bis 70 Zentimeter, so daß Möbel, Eßtrich und Bodenbeläge zerstört wurden. Die Evakuierten wateten durch höfthohes Wasserströme, da die Wupper unkontrolliert über die Ufer trat. Manch einer wurde per Boot gerettet. Die Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte war vorbildlich.

Unser Bürgermeister Spiecker setzte sich ein, um ein Hilfsbüro vor Ort einzurichten. Dank einer engagierten Diakonie und freiwilliger Kräfte kam dies auch unbürokratisch zustande. Zunächst in einer privaten Gartenlaube und später im Container wurde so erste Hilfen organisiert, Finanzmittel beantragt. Wirklich löblich, wie Frau Hoffmann und ihr Team hier eingesprungen sind.

Die meisten Grundbesitzer hatten keine Elementarversicherung mehr. Vorsorglich hatten die meisten Versicherer diese Option aufgekündigt, nachdem z.B. die Kohlfurth zum Überschwemmungsgebiet erklärt worden ist. Wie sollte es hier weiter gehen?

Die Bundesregierung greift ein

Jürgen Hardt, (MdB) r. und Holger Reich in der Kohlfurth

Die gute Botschaft sprach sich schnell herum. So machte der Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt (CDU) bei einem seiner Besuche vor Ort klar, daß mit einem Fluthilfegesetz zu rechnen sei, wo man mit bis zu 80% Erstattung der Flutkosten rechnen könne. Und so kam es auch. Im September passierte das Gesetz den Bundesrat.

Für die Zukunft stellte Hardt die Aufgabe, daß die neue Regierung dringend an der Gesetzeslage arbeiten müsse. Es kann nicht sein, daß Teile der Bevölkerung vom Solidarprinzip der Versicherungen ausgeschlossen sei. “Hier wurde das System bewußt ausgehöhlt” so meine Meinung.

Nach nunmehr 5 Monaten sind die ersten Anträge gestellt, von Auszahlungen hörte ich bislang noch nicht. Um Mißbrauch zu verhindern ist der Antragsweg auch nicht so, wie man es angesichts der Lage erwarten könnte. Größter Hinderungspunkt ist ein erforderliches Gutachten, welches schwierig zu bekommen ist und das Verfahren bremst.

Die Lage ist auch nicht einfach. Schnelle Hilfe geben zu wollen und gleichzeitig unrechtmäßige Anträge zu erkennen und zu verhindern ist ein schmaler Grad. So wollen wir dankbar sein, daß die damalige Regierung hier eingesprungen ist und so echte Hilfe angeboten hat.

Unterm Strich bleibt

Die schnelle und erste Hilfe der Bevölkerung war unbeschreiblich. Privatpersonen kamen zuhauf und packten mit an. Es gab kein Jammern und Klagen, sondern nur zupackende Hände, die keine Angst hatten sich schmutzig zu machen. Unternehmen sandten ihre Hilfspakete inform von belegten Brötchen, Suppen und Kuchenteilchen. Werkzeuge und Maschinen wurden kostenlos zur Verfügung gestellt. Sogar die heiß begehrten Trocknungsgeräte wurden von einer namhaften Baumarktkette kostenlos zur Verfügung gestellt. Als persönlich Betroffener kann ich bestätigen, wie schwierig es war, sich hiermit zu versorgen.

Nachbarschaftshilfe wurde groß geschrieben. Dies ist wohl auch ein Kennzeichen dieser Zeit: Auch wenn das Klima untereinander oft rauer zu werden scheint, so halten die meisten Menschen in echter Not dann doch zusammen. Ausnahmen mag es gegeben haben, doch sind diese nicht ins Gewicht gefallen.

Auch die kommunalen Kräfte kamen positiv zum Einsatz. Wann gibt es schon Straßenreinigung oder Müllentsorgung am Wochenende? ESW, WSW und Polizei machten mehr als nur ihren Job. Auch die Feuerwehren waren pausenlos im Einsatz, was besonders bei den Freiwilligen Feuerwehren nicht genug mit Dank erwähnt werden darf.

Wuppertal kann was wäre hier wohl ein gutes Motto geworden, doch dachte hier niemand an derartige markige Sprüche oder Marketingaktionen.

Ein wunder Punkt

Doch welche Rolle spielte hier der Wupperverband. Ist dieser doch der Betreiber der Wuppertalsperre und verantwortlich zuallererst für den Hochwasserschutz. Bekannt geworden ist, daß die Talsperre wohl mit 93% (und mehr?) Wasserstand zu voll gewesen war und so die Masse des Starkregens nicht aufnehmen konnte. Stattdessen wurden die Schleusen geöffnet um ein Bersten des Dammes zu verhindern.

Doch vom Wupperverband hören die Betroffenen wenig – und wenn dann nur vage Vermutungen und Pläne, was man in Zukunft besser machen wolle. Dies ist definitiv zu wenig.

Niemand will den diensthabenden Mitarbeiter kreuzigen, der hier die Schleusen öffnete. Die Ursache der Probleme dürfte da in den oberen Etagen zu suchen sein. Wurden falsche Annahmen zugrunde gelegt? Stimmen die Prozesse nicht? Wurden Wetterprognosen nicht beachtet oder falsch berechnet? Welche Wassermassen wurden in die Berechnungen einbezogen? Zulauf aus dem Umland, Zulauf aus anderen Talsperren? Wie konnte diese Flut zustande kommen und was wird konkret getan, um dies zukünftig möglichst zu verhindern?

Sicherlich ist das Thema komplex. Einfach Antworten sind hier nicht zu erwarten. Topographie, Klimawandel und Bausünden fallen hier gewiß ins Gewicht. Doch zu Schweigen wäre der falsche Weg. Dialog ist dringend erforderlich – auch wenn Corona dies erschwert, sollte hier mehr stattfinden.

Die Bewohner Beyenburgs, des Morsbachtals und der Kohlfurth schlafen seitdem nicht mehr so gut, wie vor dem Ereignis. Bei stärkerem Regen wird manch ein Bewohner unruhig und prüft die Pegel. Ist man noch sicher? Wann bekommt man hier eine Stellungnahme und Entschuldigung der Verantwortlichen? Auch sechs Monate nach der Flut kämpfen die Bewohner mit den Folgen und für Einige kommt jede Hilfe zu spät. Manches Unternehmen mußte schließen, weil die Kosten die Existenz bedrohten. Andere stehen mit dem Rücken zur Wand und kämpfen ums Überleben.

Bürgersprechstunde im November

Im Dialog mit dem Bürger

Im November biete ich wieder eine Bürgersprechstunde für Wuppertaler Bürger an. Gerne höre ich mir die Belange, Sorgen und Erwartungen an und versuche hier auch nach Möglichkeit eine politische und alltagstaugliche Lösung zu diskutieren, ggf. zu vermitteln oder direkt zu helfen.

Als Mitglied in diversen Ausschüssen (z.B. “Soziales, Familie und Gesundheit” oder auch “Verkehrsausschuß”) bin ich ein Ansprechpartner, der zuhören kann und sich für den Menschen gegenüber interessiert..

Wenn ich nicht sofort eine Antwort habe, werde ich mich gerne “schlau machen” und dann im Nachgang eine Rückmeldung geben können.

Wichtiger Hinweis: Sollte das Telefon besetzt sein, und die zwei Stunden nicht ausreichen, dann hilf eine Email an info@holgerreich.eu weiter. Ein kurzer Hinweis auf das Anliegen und eine oder zwei gewünschte Uhrzeiten für einen Rückruf reichen völlig und ich rufe zeitnah zurück.

Bürgersprechstunde am 13.11.2021

von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr unter

0202 – 244 3002

Ihr

Holger Reich, Stadtverordneter

Cronenberger Bürgerbüro muß wieder öffnen

Die CDU-Cronenberg fordert die sofortige Öffnung des Bürgerbüros, so der Vorsitzende der CDU Cronenberg und Stadtverordnete Holger Reich.

Es ist in den Pandemie-Zeiten den Bürgern nicht zumutbar, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mehrfach umsteigend, durch Wuppertal zu fahren um ein Bürgerbüro aufzusuchen.

Bürgerservice, insbesondere für ältere Menschen, sieht anders aus, stellt der Cronenberger Stadtverordnete und Bürgermeister Rainer Spiecker fest.

Das Bürgerbüro in Cronenberg ist groß genug um unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen und Terminvergabe wieder geöffnet zu werden. Deshalb ist die Verwaltung aufgefordert, die zur Öffnung des Bürgerbüros notwendigen, organisatorischen Abläufe umgehend einzuleiten.

Mehr Verantwortung und Öffentlichkeit

Mit großem Bedauern nahm ich den Rücktritt unseres Vorsitzenden der CDU-Cronenberg zur Kenntnis. Doch haben wir alle im Vorstand dies auch mit Respekt entgegen genommen. Claus Goebel hatte sich diese Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht und diese im Hinblick auf die anstehende Wahl getroffen.

Glücklicherweise bleibt er der CDU treu und uns als aktives Mitglied erhalten, so daß hier die Zukunft noch in alle Richtungen offen sein kann.

Schnell waren sich die Mitglieder einstimmig einig, daß ich – Holger Reich – als Stellvertreter des Vorsitzenden – die Geschäfte als kommissarischer Vorsitzender übernehmen sollte. Dies ist eine große Ehre und Verantwortung. Und so habe ich dieses Amt also freiwillig und gerne übernommen. Ein Vorstandsposten ist schon eine gewichtige Aufgabe, doch den Vorsitz zu übernehmen erfordert so einiges mehr. Doch dieser Herausforderung will ich mich gerne stellen.

Große Verantwortung beinhaltet aber immer auch den Aspekt der Arbeit. Und so werde ich nicht nur mehr im Fokus der Öffentlichkeit stehen dürfen, sondern auch fachlich und sachlich zu den regionalen Themen stellen müssen. Zahlreiche Themen warten darauf beantwortet zu werden. Das Gespräch mit der Verwaltug und letztendlich auch den anderen Meinungsträgern muß gesucht werden, weil viele Lösungen nur im Team gelöst werden können. Mit großer Spannung schaue ich in Richtung Bündnis 90/Die Grünen, mit denen wir von der CDU ein Kernbündnis eingegangen sind. Unübersehbares Zeichen für dieses Bündnis ist der gemeinsame Oberbügermeisterkandidat Prof.Dr. Uwe Schneidewind, den wir gerne unterstützen.

Als erstes werden wir uns im Vorstand der CDU Cronenberg etwas anders aufstellen (schon geschehen) und dann systematisch ein Cronenberger Programm erarbeiten, um dem Bürger zu zeigen, daß wir tatsächlich am Puls der Zeit sind und uns den modernen Aufgaben durchaus gewachsen fühlen – und sind.

Nicht umsonst ist die CDU die Volkspartei, weil sie ein Ohr für das Volk, den Bürger, hat und die Spannungen innerhalb zahlreicher Themen auszuhalten und zu vermitteln vermag.

So sehen wir recht zuversichtlich auf den 13.September 2020.

Warum ich mich für die CDU entschieden habe

Ein paar ganz private und persönliche Worte

Aktuell bin ich 60 Jahre alt und ebenso lange war ich ein eher unpolitscher Mensch – zumindest was Parteipolitik angeht. Ich ging seit meinem 18ten Lebensjahr brav zu den Wahlen. Zuerst einmal SPD (weils der Papa als Bergmann – ja auch wohl machte) und dann meistens CDU, als das geringere Übel. Meckern ohne zu wählen war mir immer schon zu wenig. Beruf und familie ließen wenig Zeit für parteipolitisches Engagement. Dann aber trat ich nach intensivem Abwägen im März 2018 der CDU bei und treffe des Öfteren seitdem auf ungläubige Gesichter.

“Wie kann man sich nur für die CDU entscheiden?” oder “Willst du sich wirklich mit den Alten identifizieren?” oder “Bist du nicht zu jung, um hier deine Energie einbringen zu wollen?” – so oder so ähnlich prallte ich auf manch eine Frage. Wobei mir auffiel, daß hier die CDU oft mit der SPD in einem Atemzug genannt worden ist. Parteipolitik genießt oft keinen guten Ruf.

Wie alles begann

Am Anfang stand bei mir ein Gefühl der Unzufriedenheit mit “denen da oben”. Ein Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber den großen Entscheidungen, die vornehmlich in Berlin getroffen worden sind.

Einzelne Richtungsentscheidungen und der eine oder andere Skandal hinterließen ein Geführl der Ohnmacht. Doch sollte das nicht so bleiben. Immerhin gab es in der Nachkriegsjahren durchaus auch Politiker, deren Wirken sich positiv auf unser Miteinander auswirkte. Dem will ich nachstreben.

Früher war nicht alles besser

Ich gehöre zu der Generation, die noch in den Ruinen des (hoffentlich) letzten Weltkrieges spielten. Was wir als Kinder dort fanden, war keine heile Welt – und dennoch spielten wir mit allem, was uns in die Finger kam. Manches läßt mich heute noch erschaudern, wenn ich denke, meine Enkel täten dasselbe heute. Auch die Luft im Ruhrgebiet war absolut nicht sauberer. Wenn Mutter die Wäsche im Hof aufhängen wollte, dann schaute sie erst auf den Kalender: Würde die Kokerei heute “abblasen”? und die Wäsche einfärben? Die Wohungen waren kleiner, die Zimmer sowieso und nicht jedes Kind hatte eigenes Zimmer und und garnicht Fernseher. Das gesamte Spielzeug paßte in einen einzigen Karton – und das reichte völlig aus.

Blick nach vorne

Vom Typ her bin ich ein lösungsorientierter Mensch mit recht wenigen Eitelkeiten. Nur zu nörgeln wie Statler und Waldorf (aus der Muppet Show) hatte ich mir nicht zum Ziel gesetzt. Ich wollte mich einmischen und wenn nötig auch unbequem sein. “Everybodies darling” war mir sowieso nicht in die Wiege gelegt. Und so habe ich mich auf die Suche gemacht. Grundlagenforschung war angesagt. Und so habe ich die Basics der Parteienlandschaft untersucht und mit meiner Wertevorstellung, Weltanschauung und Erfahrung abgeglichen.

Im Endspurt

Zuletzt blieb ich meinem christlichen Weltbild dann doch treu und fand in der lokalen Politik auch Menschen, mit denen ich hoffentlich hier in meinem Cronenberg. Inwieweit die CDU tatsächlich noch dem christlich-jüdischen Weltbild verpflichtet ist, lasse ich hier mal offen. Auch unser Stallgeruch ist hier nicht mehr so eindeutig, wie er mal geplant sein mag.

Doch irgendwann muß die Entscheidung mal fallen. Nach 58 Jahren wurde es auch mal Zeit. Ich habe ein Packende genommen und werde nun mitmachen. Wie weit ich komme und was ich noch schaffen kann, will ich hier nicht vollmundig ankündigen oder versprechen. Nur eines ist sicher: Ich stehe für das “C” in CDU (und danach auch noch für das “D” für Demokratisch). Lernbereit und zupackend will ich für meinen Ort, wo ich stehen darf, antreten für meine Mitmenschen und unser alle Enkel langfristig eine Zukunft zu sichern; immer den Blick auf das uns anvertraute Gut zu haben in dem Bewußtsein, daß man mich zur Rechenschaft ziehen wird. Wenn ich am Ende dann Treue bewahrt habe, dann wäre es schon genug.

Ich möchte denen danken, die mir bereits ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Vielleicht finden sich noch mehr Menschen, die hier ein Packende suchen? Gerne helfe ich weiter, das Richtige zu finden.

Dieser kleine Beitrag ist keine Lebensbeichte. Auch keine Rechtfertigung. Vielmehr soll er dem Leser Mut machen über seinen Weg nachzudenken und zu den Zupackenden zu gehören. In der letzten Zeit machen Schreihälse auf sich aufmerksam, die die (teils vermeintlichen) Verfehlungen der Altparteien aus der Vergangenheit mit einem verschrobenen Geschichtsverständnis gepaart mit Unwahrheiten kombiniert herausposaunen. Lassen wir uns von den falschen Posaunen nicht in den falschen Krieg führen. Säbelgerassel hat noch niemals Frieden gebracht. Riskieren wir es nie wieder. Was unsere Vorfahren erlebt haben, kann fast jeder in seiner eigenen Familie erfragen oder in Büchern nachlesen. Unser Frieden und Wohlstand darf gerne noch weiter gehen und sollte fließigen Zupackern nicht verwehrt werden. Pack mers, wie der Bayer sagt.

Cronenberg ist l(i)ebenswert !

Cronenberg ist l(i)ebenswert!

Vor fast schon 100 Jahren, am 1.August 1929, wurde die Stadt Wuppertal durch den Zusammenschluß der kreisfreien Städte Barmen und Elberfeld, sowie der Städte Ronsdorf, Cronenberg und Vohwinkel als kreisfreie Stadt gegründet. Nur ein Jahr später entschied eine Bürgerbefragung sich für den namen Wuppertal.

Seitdem fristen die ehemals freien Städte das Dasein als Stadtteil und manchmal müssen sie sich auch gegen die “zentrale” im Rathaus behaupten. Die Verwaltung geschieht in großen Teilen von Barmen und Elberfeld aus. Unterstützt wird diese aber durch die ortliche Bezirksvertretung, die fallweise vor Entscheidungen befragt wird oder auch in einigen Bereichen eine selbständige “Stadtteilsparlamentsgewalt” hat. Hier geht es dann auch schon einmal etwas derber zur Sache, aber immer mit gegenseitigen Respekt.

Cronenberg steht für Qualität

Seitdem ist viel Wasser die Wupper herunter geflossen und der Stadtteil Cronenberg hat sich im Überleben während Wirtschaftskrisen und Weltkriege behaupten können. Durch alle Krisen hindurch haben sich weltweit agierende Mittelständler nicht nur behaupten können, sondern den Namen Cronenberg aktiv mit weltweit hervorragender Qualität verbunden. So manch ein Haushalt und erst Recht das Handwerk kennt z.B. die Werkzeugmarken und schätzt diese als zuverlässig ein. Viele Arbeitsplätze sind für die Familien Lebensgrundlage und zuverlässiger Garant für wirtschaftliches Auskommen. Cronenberger Leistungsträger wohnen vor Ort, leben und kaufen vor Ort und treiben den Motor Wirtschaft an.

Cronenberger engagieren sich

Die Parteienlandschaft ist bunt gemischt und seriös aufgestellt. Der gelebten Demokratie hält der Cronenberger “die Stange”. Auch wenn es politisch unterschiedliche Ansichten gibt, so geht es i.d.R. um das Wohl des Ganzen. Doch nicht nur in den offiziellen Parteien wird sich hier politisch engagiert. Auch in privaten Initiativen (z.B. Cronenberg will mehr, Cronenberg bewegt, 4 Heimatvereine u.v.m.) oder einer sehr lebendigen und wertvollen Freiwilligen Feuerwehr und zahllosen Ehrenämtlern wird ein guter Geist der gegenseitigen Hilfe sichtbar. Auch hier wird – oft im Verborgenen – kräftig angepackt. Diese Beiträge kann man garnicht hoch genug schätzen, denn erst diese machen das Miteinander so besonders, wertvoll und liebenswert.

Wer arbeitet soll auch feiern

Der Cronenberger ist ein durchaus geselliger und weltoffener Menschenschlag. Nicht sofort schunkelnd und fröhlich vereint, doch offen für Neues, kann er es durchaus “krachen lassen”. Geselligkeit findet sich in der 4 Heimatvereinen ebenso, wie in den Sportvereinen und vielen weiteren Interessengruppen. Politik findet nicht nur im fernen Rathaus statt, sondern wird hier aktiv durch Bürger inspiriert und mit geführt, um das Miteinander zu gestalten. Sieht der Cronenberger eine Not, so ist er mit Rat und Tat zur Hand. Bestes Beispiel mag hier die Entstehung der mittlerweile über die Grenzen Wuppertals hianus berühmten “Cronenberger Werkzeugkiste” sein (siehe Bericht), die aus der entdeckten Not flugs ein Volksfest zum Wohle der Notleidenden schuf, um Spenden zu sammeln. “Nicht nur meckern – sondern anpacken” muß da wohl Pate gestanden haben. Und so könnte man noch zahllose Beispiele anführen, wie Cronenberg “so tickt”.

So könnte man natürlich noch zahllose Aktionen, Personen und Organisationen auflisten, die den besonderen Reiz Cronenbergs ausmachen. Doch letztendlich ist es der Nachbar, den Mensch, dem wir gerade begegnen, die Bedienung oder Servicekraft gegenüber, die unser Cronenberg wertvoll machen. Man muß sich nur aufmachen und sie entdecken.

Denn “Cronenberg ist l(i)ebenswert!”.