Der Kasus Greta

Was habe ich nicht alles an Artikel über dieses junge Mädchen gelesen? Der eine Schreiber läßt sich aus über ein erkranktes Mädchen, der andere über eine Marionette, die von einem Bündnis von Weltverbesserern instrumentalisiert wird und wieder ein Anderer versteigt sich in wüsten Verschwörungstheorien.

Doch wer ist diese Greta?

Für mich ist sie ein Phänomen. Sie ist der Angelpunkt für unsere Jugend, in der sie ihre Zukunftsängste kanalisiert sieht. Was mich wundert, ist die Tatsache, daß alle Welt darüber erstaunt zu sein scheint. Seitenweise und schon seit Wochen hat die schreibende Zuunft ein Thema, welches in aller Breite ausgetragen und auf Titelseiten ausgeschlachtet werden kann. Dieser Umweltschutz ist aber auch ein wichtiges Thema.

So meine ich , daß über dieses Mädchen genug geschrieben worden ist. Es gäbe nichts Neues zu sagen und würde uns nicht weiter bringen.

Das Vorrecht der Jugend

Bitte tun wir doch nicht so erstaunt. Ist doch in den letzte Jahrzehnten es noch nie anders gewesen, als es auch heute wieder ist. Die Jugend begehrt auf gegen das Establishment. Und der Auslöser ist doch immer die selbstherrliche Vorgehensweise der “Alten” – genauer gesagt der regierenden alten Männer und Frauen, die vor den Augen der Welt für Dinge kämpften auf eine Art, wie sie der junge und mit Verstand gesegnete Mensch nicht nachvollziehen konnte und kann.

Waren es in den 1950ern und 60ern die Kämpfe der USA, die in etlichen Ländern der Welt Kriege auf fremden Boden kämpften (und dabei stets erfolglos waren), dann weckten sie die Jugend zum Protest auf. Love and Peace war geboren. Die “Stones” lieferten die Hymne und eine weltweite Musikszene etablierte sich rund um die Hippiebewegung. Junge Leute suchten Antworten und gaben dem Ausdruck durch Kleidung, Musik und Livestyle.

Und diese Trends brachen nie ab. Die Outfits änderten sich, die Methoden änderten sich. Und am Ende wollten junge Menschen mitreden und Antworten auf die großen Fragen des Leben haben. So folgte Kommune 1, die wilden 68er mit ihren Idolen. Manch ein junger Mensch gab sprichwörtlich alles und wurde nachträglich zur Ikone erhoben. Ob Dutschke oder Che, irgend jemand trug irgend ein Banner stellvertretend für eine Bewegung.

Die nachfolgende Jugend fand immer ein Ventil, um sich zu artikulieren. Und so liefen Heerscharen junger Menschen als gestylte Rebellen mehr oder weniger militant durch die Welt und rangen um Aufmerksamkeit.

Und genau darum geht es doch immer. Unsere Kinder wollen bemerkt werden. Sie haben Ideen, Vorstellungen von der Zukunft (mehr oder weniger konkret). Oft wissen sie nur, was sie NICHT wollen. Krieg z.B. ist erwiesenermaßen etwas Schlechtes. Also weg damit. Die Anbetung des blanken Kosums wurde als Tanz und das goldene Kalb enttarnt.

Und auch heute bäumen sie sich auf, weil sie feststellen müssen, wie ein schweizer Konzern rücksichtslos und weltweit das Trinkwasser von den ärmsten Ländern aufkauft, um es gut verpackt an diesselben Menschen teuer zurück zu verkaufen und weltweit zu exportieren. Ein Konzern steht hier stellvertretend für haufenweise geldgeiler und radikal egozenrischer Karrieristen. Menschen sitzen an der Spitze von Konzernen, die tatsächlich denken, Geld wäre die Antwort. Gleichzeitig werden die Meere mit Plastik geflutet und Millionen Menschen flüchten aus ihrer Heimat.

Da muß man doch von der Angst befallen werden

In New York leben zahllose Menschen in Wohnungen, die bezahlen mehr an Nebenkosten pro Monat (Heizung, Srom etc.) für ihre überteuerten 150 qm Appartements, als einfache Menschen mit einem Job im Jahr brutto in derselben Stadt im Jahr verdienen – und diese können sich in derselben Stadt keine Wohnung leisten (trotz Arbeit!).

Die Überraschung

Und heute regt sich “ganz Deutschland” auf über ein Video eines ansonsten weniger bekannten jungen Mannes mit blauen Haaren. Bislang kannten ihn nur junge Leute von seinen Musikvideos auf der bekannten Onlineplattform. Erfahrene Marketingleute werden kalt überrascht und reagieren hilflos. Überrraschung, die Jugend hat schon wieder jemanden zum Star erhoben. Sie regen sich auf und wollen mitreden. Sie reklamieren auf eine Art, wie es nur die Jugend kann: Leidenschaftlich, total emotional und ohne Rücksicht auf große Zusammenhänge und andere Sichtweisen. Und leider haben sie im Großen und Ganzen sogar Recht.

Vietnam und all die anderen Kriegsschauplätze waren sinnlos und haben zahllose junge Menschen geopfert – für rein garnichts. Die alten Machtmenschen saßen daheim am grünen Tisch und gingen zur Tagesordnung über.

Die Jugend will aber mehr

Und so dürfen wir nie wieder reagieren. Auch unsere Jugend will ernst genommen werden. Es reicht nicht, diese in Jugendorganisationen einzugliedern ins System. Sie wollen ernst genommen werden und sie haben Ideen, die wir alten Menschen zum Teil vergessen haben. Ja, genau. Vergessen. Waren wir nicht auch mal jung? Ich glaube, wir waren diese Rebellen, damals, mit Schlaghosen, Batikhemd, langen Haaren, oder anderen Insignien der Jugendkultur. Rebellion war unser zweiter Vorname.

Wir waren “Greta 1.0” und wollten die Welt verändern. Wir suchten und wir fanden Wege uns Gehör zu schaffen. Und irgendwann saßen einige von uns als wilde Grünen im Bundestag mit Jeans und Turnschuhen und wollten mitreden.

Doch was ist aus uns geworden?

Jeans und Turnschuhe wichen schnell dem Dienstwagen; Krawatten dem Stirnband und auch manch eine Einstellung überlebte den Alltag nicht. Grüne sprachen sich für den Krieg aus – wär hätte es gedacht? Ist da jemand erwachsen geworden oder hat er “die Werte” verlassen oder gar verleugnet? Egal.

Wir sollten aus der eigenen Geschichte lernen. Zuhören, wirklich zuhören, und die jungen Menschen ernst nehmen. Ja, denn sie haben noch Ideale. Umgeschliffene und manchmal auch unrealistisch. Doch ist dies nicht das Vorrecht der Jugend? Ein wenig verrückt, Träume habend fragen sie uns nach Antworten. Ist es doch nicht nur ihr Vorrecht, sondern auch Aufgabe, uns unruhig zu machen und aufzuwecken aus dem angepaßten Leben?

Greta mag sein, wie sie ist. Ich will nicht über sie richten und nicht über die, die sie vielleicht lenken. Es wird einfach Zeit, mal wieder den Kontakt zur Jugend herzustellen (und zu halten) und sich zu erinnern. Wir haben nur einen Planeten und der nächste ist sehr weit entfernt, Niemand von uns heute Lebenden wird je eine zweite Erde sehen. Machen wir also aus dieser einen Ort, wo es sich zu leben lohnt. Wir haben einen Garten übergeben bekommen. Machen wir doch keine Müllkippe daraus.

So weit: Danke Greta und danke ihr jungen Leute heute.

Unruhige Zeiten wünscht

Holger Reich

25.te Cronenberger Werkzeugkiste

Unter diesem Motto steht die alle zwei Jahre stattfindende Cronenberger Werkzeugkiste seit ihrer ersten Auflage im Jahre 1972. Ziel ist es, Einrichtungen für behinderte Menschen in Wuppertal und der Partnerstadt Schwerin zu unterstützen. Darüber hinaus wird seit einigen Jahren auch ein Teil des Erlöses an soziale und gemeinnützige Organisationen in Cronenberg ausgeschüttet.

EINANDER VERSTEHEN  –  MITEINANDER LEBEN

So erklingt es auf der eigenen Homepage der Veranstalter dieser Aktion. Das ist doch eine durchaus zu begrüßende Richtung. Man erwartet nicht nur etwas von “denen da oben” sondern zeigt persönliches Engagement. Anpacken scheint in Cronenberg seit jeder die Mentalität gewesen zu sein.

Nahezu alle Vereine, Institutionen und Einrichtungen neben den örtlichen Handwerk und Handel werden krativ und aufwendig ein herrliches Fest durchführen – für das leibliche Wohl wird es ein umfangreiches Angebot geben.

Reich wird niemand hier, denn die Erlöse gehen an soziale Einrichtungen und Behinderteneinrichtungen. Für die Cronenberger ist dies eine Ehrensache und so funktioniert es bereits seit 50 Jahren – immerhin schon zum 25ten mal.

Die CDU ist mittendrin

Diesmal wird die CDU Cronenberg am Ehrenmal mit einem Spiel vertreten sein. Hier kann ein jeder seine Geschicklichkeit unter Beweis stellen – und zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas für Groß und Klein.

Vielleicht sieht man sich?

Typisch Stammtischpolitiker

So, oder so ähnlich, wird es doch manchmal gesagt (oder zumindest gedacht), wenn man an Politik im Kleinen denkt. Die “Großen” debattieren meist erfolglos in Bundes- oder Landtag und die Kleinen beim Bier in der örtlichen Kneipe.

Ganz so stimmt es nicht und doch ist es genau so. Nun darf man sich dabei nicht umbedingt ein alt-bayrisches Gasthaus voller Zigarrenqualm und reichlich Bier vorstellen. Im wirklichen Leben findet aber genau hier die Basisdemokratie statt.

Politik wird von Menschen und für Menschen gemacht. Da ist es doch nur sinnvoll, wenn sich diese treffen und Themen erschöpfend diskutieren. Auf den Zigarrenqualm darf getrost verzichtet werden – auf die (gerne auch hitzigen) Gespräche auf keinen Fall.

Wie sieht der Stammtisch von heute aus?

Auf jeden Fall ist es eine angenehme Atmosphäre, in der jeder sagen darf, was er denkt. Gegenseitiger Respekt ist schließlich Grundvoraussetzung für eine Gemeinschaft.

Auch wird nicht wild “herumdiskutiert”, um des diskutierens willen. So manchesmal wird eine aktuelle Situation des Alltages durch einen Sachkundigen angerissen und dann werden Für und Wider abgewogen und Meinungen gebildet. Es muß nicht immer ein Mandatsträger sein, der den Anstoß gibt. Für manch ein Thema gibt es auch sachkundige Bürger, die hier einen Impuls geben. Ein Programm oder Tagesordnung gibt es nicht.

Und wie sieht der Rahmen aus?

Da gibt es kaum Grenzen. Wir von der CDU-Cronenberg treffen uns in “Der Post, Hauptsraße” und da kommt es unweigerlich auch zum Genuß von kalten oder warmen Getränken und wer mag, nimmt auch noch einen Imbiß zu sich. Für ganz Hungrige ist die Grillplatte sicherlich eine gute Stärkung für die Diskussion 😉 . Einen Verzehrzwang – auch nicht indirekt – gibt es nicht. es wird auch niemand zum Mitreden gezwungen – manch einer hört gerne auch mal zu – was ja auch hilfreich sein kann 😉 .

Wer darf denn dabei sein?

Grundsätzlich ist jedermann willkommen, der ein gepflegtes Gespräch liebt und den kultivierten Meinungsaustausch erlernt hat. (Übrigens: Auch CDU-Mitglieder sind nicht immer EINER Meinung). Entgegen einer landläufigen Meinung ist nicht jeder dort ein Akademiker – tatsächlich eher die Wenigsten. Es treffen sich dort Menschen, die gemeinsam am Miteinander arbeiten wollen. Nicht mehr und nicht weniger.

Und wann dürfen wir sie begrüßen?

Der Rücktritt einer Vorsitzenden

Sie gehört nicht zu meiner Partei und auch nicht zu meinen Grundvorstellungen von Gesellschaft und Miteinander, doch macht mich der Rücktritt der Parteivorsitzenden Andrea Nahles doch nachdenklich.

Immerhin hat es in der letzten Dekade reihenwiese Führungskräfte in der SPD gegeben, die ganz groß angefangen haben und dann stark fallen gelassen wurden. Besonders gut in Erinnerung ist die Erlöserfigur aus Brüssel Martin Schulz für mich. Was gab es doch für einen Jubel und Medienrummel um seine Person – und wie kläglich kam das Scheitern schon nach wenigen Wochen? Plötzlich war auch wieder ein ehemaliges Alkoholproblem ein Thema. Dabei sollte man vor dem Mann den Hut ziehen, denn fallen ist nicht so schlimm, wie liegen bleiben.

Umgang mit Führungskräften

Zunächst einmal sind Führungskräfte da, um zu führen. Diese Erkenntnis scheint heute nicht mehr zum Allgemeingut zu gehören. Eine ganze Generation denkt, wohl, man könne Führungskräfte in endlose Diskussionen einbinden um dann eventuell zu tun, was man gemeinsam beschlossen hat. So so funktioniert Führung nicht (bzw. nur teilweise).

Woran erkennt man eine Führungskraft?

Zu meiner Zeit als Soldat war diese Frage recht einfach zu beantworten. Soldaten haben ihre “Pickel” (Dienstgrad) auf der Schulter (oder Oberarm) und die Hierarchie ist eindeutig geregelt. Auch bin Unklarheiten, wie gleicher Rang, gibt es Spezialanweisungen, so daß eine Einheit zu jeder Zeit handlungsfähig ist – was Führung anbelangt.

Im richtigen (privaten/zivilen) Leben ist das etwas weniger eindeutig. Doch auch hier gibt es Regeln. Lehrer sind die, die in der Schulklasse sagen, wo es lang geht; Abteilungsleiter bestimmen dies in den Geschäften und Firmen und so weiter.

Doch ist mir diese Definition ebenso zu kurz, wie die mititärische Rangfolge. Für mich ist das Kennzeichen einer Führungskraft die Tatsache, daß ihr Menschen folgen die ultimative Grundlage. So etwas nennt man Autorität. Autorität aber ist immer eine abgeleitete Macht. Niemand nimmt sich diese, es sei denn, sie ist ihm gegeben worden. Politiker sind nur so mächtig, wie der Souverän ihn mit Macht ausgestattet hat. Darüber gäbe es noch vieles zu sagen, doch bis hierhin muß es reichen.

Umgang mit Führung

Eine Führungskraft muß sich auf die Mitarbeiter verlassen können. Jeder Vorgesetzte ist klug beraten, seine Entscheidungen transparent und nachvollziehbar zu machen. Er muß nicht alles bis ins Detail erklären, doch müssen Mitarbeiter ins Vertrauen gezogen werden. Nur so ist es möglich im Extremfall (“Kampfeinsatz”) auch einen Befehl zu geben, den man nicht erklären kann (Zeitnot) und doch zu wissen, die Mitarbeiter folgen, weil sie sich auf “den Chef” verlassen können.

Gehorsam ist heutzutage eine seltene Eigenschaft. Die Gründe sind vielfältig und leider manchmal fadenscheinig und falsch. Für den gemeinsamen Erfolg braucht es beide Seiten: Erworbenes Vetrauen plus Gehorsam (nicht Kadavergehorsam!).

Ansprüche an Führungskräfte

Wer darf dann noch Führungskraft werden? Sollte man dann nicht besser nicht vortreten und sich anbieten?

Nein, es ist ein köstliches Ding, das Amt zu begehren, doch ist man auch verantwortlich für das eigene Leben. Vorbild zu sein gehört hier unbedingt zu den vielgelobten Basics, die auch hinterfragt werden dürfen. Bitte nicht falsch verstehen. Es geht nicht um Perfektion – dann wäre jedermann ungeeignet. Doch eine gute Charakterprägung sind unabdingbar. Steht jemand seinem eigenen Haushalt nicht gut vor, wie sollte er einer größeren Einheit ein Vorbild sein? und zeigen “so geht es”?

Fazit

Was gilt es hier zu lernen? Laßt uns nicht einander “benutzen” und verbrennen. Burn out ist keine Option. Zuerst das eigene Leben “sauber” und vorbildlich halten ist Priorität Nummer eins – und dann wolllen wir gemeinsam arbeiten und uns gegenseitig unterstützen und jeder wird genug zu tun haben. An dieser Stelle ewähne ich – völlig unvorbereitet – auch das schädliche Ämterhäufen. Wer ein Amt hat, der soll es ausfüllen – allzu viel Ämter verhindern genau dieses: Effizienz. Ein Amt ist kein Schmuck, sondern eine Bürde; eine Aufgabe, die einem Ziel dient: unserem Miteinander Stabilität, Sicherheit und gutes Auskommen zu sichern.

Au weia, jetzt klingt das schon, wie ein Politiker … dabei will ich doch Worthülsen vermeiden. Aber nein, es sind hier keine leeren Hülsen, weil wir sie mit Leben füllen müssen (wollen).

Bis demnächst Euer

Holger Reich

Mehr als nur Party

Ausnahmsweise muß ich hier einmal auf eine Veranstaltung hinweisen, die wohl mehr als nur eine Party ist. Die Freiwilligen Feuerwehren leisten einen besonders wichtigen Beitrag für uns alle und treten nicht bei dei Bränden in Erscheinung.

Um hier ein wenig Bares für das teure Equipment zu erhalten verantatltet dei FFW Cronenberg alljährlich ihr FEUERWEHRFEST in der Kemmannstraße am 15.6.2019. Mit Livemusik, Tombola und Feuerwehr zum Anfassen will diese engagierte Mannschaft auf sich aufmwerksam machen – und das sollten wir nicht nur wahrnehmen, sondern durch rege Teilnahem die Arbeiut würdigen.

Auch so kann man Politik machen – Förderung des Miteinanders und aktive Maßnahme zur Sicherheit vor Ort … ist doch was, oder?

Warum ich politisch werde/bin?

Wer diese Frage stellt, der unterliegt einem gewaltigen Irrtum. Ich war schon viel früher ein politischer Mensch und habe mir ein Meinungsbild erarbeitet. Mit fast 6 Jahrzehnten kann ich schon ein wenig Lebenserfahrung vorweisen und freue mich an drei erwachsenen Kindern und aktuell vier Enkeln.

Politik ist mehr als eine Parteimitgliedschaft

Lange Jahre habe ich mich mit dem Gedanken an eine Parteimitgliedschaft getragen – nicht nur, als wir in der provisorischen Bundeshauptstadt wohnten. Doch die Entscheidung wurde aus unterschiedlichen Gründen verschoben.

Vielleicht lag es auch ein wenig an Gelegenheit oder am direkten Zugang zu den entsprechenden Institutionen. In der Tat muß man sich schon aufmachen und den Kontakt suchen, was in der heutigen Zeit leichter ist, als noch vor 30 Jahren.

So blieb es bei einer Reihe an Ehrenämtern und Engagement in diversen Gruppierungen. Auch das nenne ich politisches Verhalten.

Grund Nr. 1

Eine meiner Lebenserkenntnisse ist die, daß die Sache mit Jesus Christus durchaus lebenstauglich ist. Ich behaupte sogar, daß die Auferstehung desselben den wesentlichen Unterscheid für uns Menschen ausmacht. Das ist kein Punkt für eine politische Partei (wäre wohl der Job der Kirchen?), aber die Erkenntnis meines Lebens schlechthin. Hieraus bestimmt sich auch mein Wertesystem: Der Mensch ist Ebenbild Gottes und die Schöpfung ein “Garten”, den wir pflegen und verwalten dürfen (etwas verkürzt, aber das soll hier erst einmal reichen).

Somit habe ich mich auf die Suche gemacht, eine möglichst große Schnittmenge meiner Einstellungen in den vorhandenen Parteiprogrammen zu suchen. Auf Mängel und Schwachstellen bin ich vorbereitet, denn eine Partei ist nicht das Himmelreich – soviel ist mir klar.

Grund Nr. 2

Ein wichtiger Grund sind in der Tat die Menschen vor Ort. Was nutzen mir Parteiprogramme auf Papier, die am grünen Tisch erstellt wurden und dann doch nur Theorie sind?

Menschen vor Ort tun etwas für Menschen vor Ort

Das stärkste Argument sind doch die Menschen an der Basis. Hier kann man Dinge bewegen und Entscheidungen nachvollziehbar beeinflussen. Ob eine Kita oder ein Zebrastreifen gebaut wird, ob ein Verkehrskonzept verfolgt wird und ob die Verwaltungsarbeit gründlich beobachtet wird … dies alles geschieht im politischen Leben. Menschen an der Basis sind das Kapital der Parteien. Hier gilt es für Berufspolitiker sehr gut zuzuhören, denn hier entscheidet sich auch deren Zukuft.

So schaue ich recht zuversichtlich in Richtung Zukunft und Zusammenarbeit. Es hilft doch nichts, wenn man nur schimpft und dann doch nichts unternimmt. Demokratie ist keine gemütliche Hängematte, sondern eher eine Baustelle, die nie so richtig fertig wird.

Grund Nr. 3

Ich bekomme unmittelbares Feedback auf mein Engagement, kann meine Sachkompetenzen einbringen und nicht nur mit Rat, sondern mit Tat Dinge beeinflussen – und wie ich meine, damit Lebensqualität sichern. Ich bin nicht Superman oder Batman und somit außerstande, den ganzen Planeten zu retten. Doch kann und will ich hier in meinem Umfeld mitgestalten und sinnvolle Impulse setzen, aufnehmen und aktiv umsetzen.

Grund Nr. 4

Für eine weitere Karriere ist es zu spät. Doch kann ich meine Erfahrungen einbringen, um ein stückweit für die Zukunft meiner Kinder und Enkeln ein paar Eckpfeiler zu setzen (oder zu verhindern). Ja, ich kann auch unbequem sein und meinen Rücken grade machen für die Menschen, die mir sehr am Herzen liegen. Sicherlich kann man auch Vermögenswerte anhäufen und hoffen hier etwas sinnvolles getan zu haben, doch ist dies alleine mir zu kurz gedacht. Darum mache ich aktiv Politik.

Fazit

Die CDU in meiner Nähe

Sicherlich könnte ich hier haufenweise Sachargumente auflisten, die meine Entscheidung für die CDU untermauern würden. Ebenso gäbe es auch einige oder auch etliche Gründe, hier doch nicht richtig aufgehoben zu sein. Und dennoch bin ich dabei.

Politik zu machen bedeutet, mit Kompromissen, die auch weh tun können, das Miteinander zu gestalten. Alles andere wäre Diktatur – und dafür habe ich null Toleranz. Leider sind solche Gruppierungen grad wieder modern. Einfache Lösungen für einfache Menschen, obwohl die Dinge nie so einfach sind, wie man es uns weismachen möchte. Darum werde ich immer genau hinschauen, gleichgültg wer mir etwas präsentiert und mir eine Meinung bilden.

Später werde ich sicherlich noch weitere Gedanken auflisten können und wollen, doch bis hierher soll es reichen. Wuppertal wurde auch nicht an einem einzigen Tage erbaut (oder war es Rom?).

Back to the roots

Alle (?) reden von einer Modernisierung der CDU – oder auch von deren Untergang. Doch sehe ich das Problem an anderer Stelle. Es geht nicht um modernere Richtungen – eher um Nutzung moderner Kommunikationsmittel. Denn der Mensch hat sich imgrunde doch nicht mehr geändert, er ist nur technologischer eingebunden und schlechter informiert, als früher.

Schlechter informiert?

Ja, das denke ich schon. Noch nie hatten Menschen Zugriff auf so viele Informationen, wie heute. Noch nie gab es für uns eine so große Freizügigkeit zu reisen und zu erleben. Und dennoch wissen wir doch so wenig von der Welt? Woran liegt das? An der gigantischen Fülle.

„Desinformation durch Überinformation“

So lautet das neue Motto der Führungskräfte. Wenn früher Wissen als geheim eingestuft wurde, wird heute alle – und ich meine wirklich alles – in die Welt posaunt. Dabei zählt nicht mehr die gründliche Recherche, sondern nur noch die Überschrift und ein starker Appell. Waren früher Fakenews ein Mittel der Kriegsführung, so gehören sie heute zum Alltag. Vollkommen schamlos werden dann „alternative Fakten“ selbst von Präsidenten in die Welt gesetzt. Folgen? Egal, Hauptsache es dient der eigenen Politik und dem eigenen Weltbild.

Darum „back to the roots“

Wir müssen uns zurück besinnen ohne rückwärts gerichtet zu sein. Es ist nicht die Zeit, wo man das „Alte“ verwerfen sollte nur weil es alt zu sein scheint. Das Atmen ist auch schon so alt, wie die Menschheit, dennoch ist es eine durchaus nützliche Angewohnheit, die man üben sollte. Klingt polemisch? Es soll auch nur auf ein Prinzip verweisen.

Prüfet alles …

Im Neuen Testament gibt es einen ausgesprochen klugen Rat: „Prüfet alles, das Gute behaltet“ – und so will ich ebenfalls mit den Basics der CDU verfahren. Es ist nicht alles schlecht, doch ein totes Pferd muß man nicht mehr neu aufsatteln. Eine gründliche Untersuchung und dann ein tatkräftiges Zupacken wird uns helfen, ein Stück der Zukunft zum Guten zu wenden. Den „Planeten zu retten“ ist eine Sache für Supermann; unser Job ist eine Nummer kleiner, dafür aber konkret, begreifbar, definierbar und letztendlich bleiben meßbare Ergebnisse, die unsere Kinder und Enkel (und auch wir) sehen und erkennen können.

Das Selbstverständnis der CDU

Betrachten wir doch einmal in aller Ruhe die offizielle Vorstellung der CDU

Quelle: https://www.cdu.de/artikel/selbstverstaendnis-der-cdu

Selbstverständnis der CDU

Die Christlich Demokratische Union Deutschlands ist die Volkspartei der Mitte. Wir wenden uns an Menschen aus allen Schichten und Gruppen unseres Landes.

Grundlage unserer Politik ist das christliche Verständnis vom Menschen und seiner Verantwortung vor Gott. Unsere Grundwerte Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit sind daraus abgeleitet. Die CDU ist für jeden offen, der die Würde und Freiheit aller Menschen und die daraus abgeleiteten Grundüberzeugungen unserer Politik bejaht.

Deutschlands Zukunft gestalten

Unsere Partei wurde 1945 von Menschen gegründet, die Deutschlands Zukunft mit einer christlich geprägten, überkonfessionellen Volkspartei gestalten wollten. In dieser neuen Volkspartei fanden sich katholische und evangelische Christen, Konservative, Liberale und Christlich-Soziale, Frauen und Männer aus verschiedenen Regionen, aus allen sozialen Schichten und demokratischen Traditionen unseres Vaterlandes.

Die CDU Deutschlands steht für die freiheitliche und rechtsstaatliche Demokratie, für die Soziale und Ökologische Marktwirtschaft, die Einbindung Deutschlands in die westliche Werte- und Verteidigungsgemeinschaft, für die Einheit der Nation und die Einigung Europas.

Kompass und Richtmaß unserer Politik

Die CDU war immer die Partei zukunftsweisender moderner Konzepte. Unsere Ideen und Vorstellungen haben das Aufbauwerk nach dem Krieg erfolgreich vorangetrieben, unser Land in Europäischer Union und NATO fest verankert und Deutschland zu einem blühenden Gemeinwesen gemacht. Mit der Deutschen Einheit hat sich eine unserer großen politischen Visionen erfüllt.

Ein menschlicher, an christlichen Werten ausgerichteter Kurs: Das sind Kompass und Richtmaß unserer Politik. Auf dieser Grundlage treten wir an, unser Gemeinwesen in der sich verändernden Welt weiterzuentwickeln. Wir werden diesen Weg mit Mut und Tatkraft gehen, um unseren Kindern und Enkeln für ihre Zukunft im 21. Jahrhundert alle Chancen zu geben.

Mein Fazit

Für mich sehe ich hier einen Ansatz, wo es sich anzupacken lohnt. Natürlich bin ich nicht blind. Ich sehe auch Mängel, Abweichungen innerhalb der CDU vom Standard und sogar offenen Widerspruch. Doch das ist das Wesen unserer Rechtsform und der Demokratie. Hier sind wir als Menschen gefragt, die Regeln mit Leben zu füllen, anzupacken und dem ganzen eine Form zu geben, für die es sich einzustehen lohnt. Auch heute noch gibt es Staaten, wo die uns zustehenden Freiheiten verachtet und gar bekämpft werden. Freiheit gibt es dort nur für Wenige doch Abweichler vom offiziellen Standard werden existentiell bekämpft. Dort stand Deutschland auch einmal – doch soll das nie wieder – nie wieder – nie wieder bei uns Fuß fassen. Dafür stehe ich ein und riskiere ein wenig Bequemlichkeit, um meinen Nachfahren den bestmöglichen Kompromiß, den Menschen schaffen können, zu hinterlassen. Die Grundlage, das Fundament, basiert auf Christus, dafür steht das C in dem CDU und das ist immer zeitgemäß,, modern und fortschrittlich gewesen. Dafür stehe ich mit meinem Namen ein.

Ein Platz für alle

Die neue Ortsmitte von Wuppertal-Croneberg bekommt so langsam ein Gesicht. War der Rathausplatz lange Zeit eine Möglichkeit für einen zentralen Treffpunkt, so wanderte ein stückweit die Aufmerksamkeit des Spaziergängers in Richtung Otto-Bilstein-Platz. Hier läßt es sich immer noch gut klönen und verweilen.

Doch jetzt soll das Stadtbild eine Erweiterung des Szenarios erhalten. Direkt neben der Kirche in der Solinger Straße kann ein Platz genutzt werden, wie es der Cronenberger Heimat- und Bürgerverein und die evangelische Kirchengemeinde gestern (28.5.19) vorgestellt haben.

Auf ca. 1.000 qm soll ein Platz für Marktstände, Events und kleine Konzerte ermöglicht werden. Auch ein paar Parkplätze sind hier vorgesehen, Stromanschlüsse und nicht zuletzt ein WC-Anlage sollen in ein Gesamtkonzept eingebunden werden.

Wünschenswert könnten hier auch Parkplätze für Solarfahrzeuge sein – ist aber wie immer eine Frage der Finanzierung. Zukünftsweisend wäre es allemal.

Bei der Planung ist noch nicht alles in „Stein gemeißelt“. Die Gesamtkosten dürfen sich so auf ca. 200.00,00 € belaufen, eine Ladung hochwertiger Pflastersteine wurde schon angeliefert und zwei Spender haben sich schon investiert. Für weitere Spenden wurde bereits ein Projektkonto eingerichtet, welches für beliebig hohe Zahlungseingänge offen ist.

Sicherlich werden noch viele Planungsgespräche nötig sein, um auch alle – oder doch möglichst viele – Interessen zu berücksichtigen. Doch eine Bereicherung für Cronenberg ist es allemal.

Man darf gespannt sein. Weitere Infos werden sicherlich folgen.

Deutschland hat die Wahl

Noch nie war eine Wahl so wichtig und hatte derart massive Auswirkung. Europa geht wählen. Ganz Europa? Nein. Immer noch gibt es Menschen, die von „der Politik“ enttäuscht sind und die Wahl verweigern oder ignorieren.

Verweigerung ist keine Option.

Wir schulden es unseren Kindern und Enkeln den Frieden zu sichern und eine Welt zu übergeben, in der es sich zu leben lohnt. Umweltschutz, Freiheit und Gerechtigkeit sollen nicht nur Schlagworte sein, sondern erlebte Realität – auch in 30 oder 50 Jahren. Darum nehmen wir im Hier und Jetzt die Herausforderung an.

Es geht um mehr, als nur den Verteilungskampf, Grenzsicherung oder schnelleres Internet. Unsere Nachkommen sollen mit ruhigem Gewissen ihre Kinder in diese Welt setzen können, weil Großvater „es richtig gemacht“ hat.

Wir nutzen die Kräfte

Doch wir sind ja nicht alleine. Junge Leute demonstrieren heuzutage (nicht nur während der Schulzeiten) und signalisieren, wie es um ihre Zukunftsängste steht. Wir wollen und wir müssen sie mit ins Boot holen und ihren Eifer und ihre Ideen mit bedenken und einfließen lassen, denn immerhin geht es um IHRE Zukunft. Sicherlich sind sie manchmal unbequem, realitätsfremd und übereifrig … aber, waren wir nicht auch mal jung? Und wären wir nicht froh gewesen, wenn man uns gefragt hätte. Darum laßt sie uns fragen.

Für ein gemeinsames Europa

Zunächst einmal ist Europa faktisch ja unantastbar. Es ist ein Erdteil, ein Kontinent, der auf der Landkarte zu sehen ist. Doch ist Europa auch eine Idee, eine Vision, an der wir arbeiten wollen. Die Zukunft heißt Europa. Denn Europa ist ein Staatenbund, eine Union, ein vereinigtes Europa, welches für Freiheit und Sicherheit steht. Unabhängige Nationen, die in Verbindlichkeit ein gemeinsames Ziel verfolgen und manch Hindernis überwinden können.

Europa ist noch nicht fertig. Es ist eine Baustelle, an der wir arbeiten wollen.