Solarenergie – Garant für die Wende?

Bedauerlicherweise bekam die deutsche Solartechnologie vor einigen Jahren einen Knick, doch ging sie glücklicherweise nicht völlig unter. Einige Firmen hielten durch und stehen heute besser denn jemals zuvor im Saft – oder besser besagt im Sonnenschein des Lebens.

So werden heute z.B. Solarpanele für europäische Dächer in Deutschland entwickelt und sogar gefertigt, die weltweit für Qualität und Maßstab stehen. Made in Germany ist hier immer noch, oder sagen wir wieder (?), ein Qualitätsmerkmal, welches nicht unbezahlbar sein muß. Und wenn Lieferanten ihr Produkt mit bis zu 30 Jahren Garantie ausstatten, dann macht das Mut und Hoffnung für die Zukunft. Immerhin werden die Paneele ja nicht nach 30 Jahren ausfallen oder von den Dächern entfernt werden müssen.

Im Juni werden z.B. 200 000 Solarzellen vom Band einer Solarzellenfabrik in Thalheim (Sachsen-Anhalt) laufen. Arbeitsplätze auf dem 27 000 qm Flächenareal sind gesichert und helfen mit, die Energiewende und somit auch Verkehrswende zu treiben.

Hauskraftwerke (Kombisysteme aus Konvertern, Stromspeicher und Steuerung) werden z.B. in Oldenburg geplant und in Wetter/Ruhr gefertigt.

Es muß Ziel sein, daß bald von jedem deutschen Gebäude – bei entsprechender Eignung – eine Photovoltaikanlage leuchtet. Schon lange ist diese kein Statussymbol mehr, sondern vielmehr Ausdruck für die Wende.

Ein Blick in den Alltag

Schauen wir uns doch nur mal einen mittleren Haushalt an. Ein Stromverbrauch der klassischen Familie Vater, Mutter und 2 Kinder benötigt ungefähr 4.000 kW/Jahr. Dieser sog. Komfortstrom wird verbraucht für Licht, Kochen und Haushaltsgeräte. Bekäme dieses Haus nun eine Photovoltaikanlage aufs eigene Dach mit sagen wir 4 – 5.000 kWp, dann würde diese Familie ungefähr 4 – 5.000 kW/Jahr ernten können ohne einen Finger krumm zu machen und ohne diesen Strom einkaufen zu müssen. Bilanziell wäre sie sogar autark und hätten keine Stromkosten mehr, was so natürlich nicht ganz funktioniert.

Doch mit einem Stromspeicher könnte man die Bilanz aufwerten und so einen Autarkiegrad von real 70 % erreichen, was die Stromkosten dann leicht um ~ 80 – 100 Euro pro Monat senken würde. Geld, welches eine Familie sicherlich gut anzulegen wüßte. Schöne neue Welt.

Darum ist es auch Ziel der Politik, hier Eigentümern (Privathaushalte, wie auch Vermietern und Gewerbe) diesen Schritt zu erleichtern. In NRW gibt es Fördertöpfe von 150,00 € pro kW Speicher, was sich bei einer kleinen Batterie von 6,9 kW schon deutlich im Preis bemerkbar macht.

Zuviel erzeugter Strom geht nicht verloren und kann in das öffentliche Netz eingespeist werden. Dies entlastet zusätzlich die großen Netzbetreiber und erspart uns in der Masse das eine oder andere fossile Kraftwerk. Die Umwelt dank es uns. Die Netzbetreiber bedanken sich mit ca. 8 Cent/kWatt auf das Konto des Anlagenbetreibers und kann diesen Strom an den nächsten Nachbarn direkt vermarkten. Eine WinWin Situation.

CDU Generalsekretär Paul Ziemiak machte bei der Eröffnung der Fabrik in Sachsen-Anhalt deutlich “Die Solarenergie ist einer der Garanten für den Ausbau erneuerbaren Energien”. In Thalheim entsteht die größte Produktion von Solarzellen in Europa. Derzeit speisen rund 30.000 Megawatt aus Solardächern und Feldern in das Stromnetz ein. Dies entspricht etwa 9 % der Bruttostromerzeugung. Doch ist dies nicht genug.

Je größer die Photovoltaikanlagen in den Haushalten, desto sicherer wird das vorhandene Netz für die Zukunft gerüstet sein. Deutschland wird nicht weniger Strom brauchen. Darum muß das Netz umgebaut und dezentralisiert werden. Ähnlich der Funktionsweise des Internets (viele kleine und große Provider) muß auch die Energie intelligenter werden. Möglichst viele Haushalte brauchen ein eigenen Hauskraftwerk und Photovoltaik ist ein Schlüssel dazu.

Sektorenkopplung als Ziel

Im Ergebnis wird dann die Sektorenkopplung (Verbindung von Komfortstrom, Mobilität und Wärme) das Ziel und Ergebnis von zukunftsweisender Politik sein. Von dem kleinen Balkonkraftwerk bis zur großflächigen Photovoltaikanlage reichen die Möglichkeiten. Die Technologie steht bereit, sogar Made in Germany, und selbst Speichersysteme mit kundenhandhabbaren Systemen stehen zur Verfügung.

Ich würde es begrüßen, wenn in naher Zukunft elektrisch betriebene Fahrzeuge durch die Straßen surren würden, wir den Strom vom Dach tanken könnten und beim Einkauf oder Urlaub überall schnell und bequem nachladen könnten. Wenn im Winter die Heizung nicht mehr aus dem Schornstein stinken würde, sondern über Infrarotflächen die Raumtemperatur angenehm machen würde und im Ausnahmefall von einer Wärmepumpe unterstützt werden würde.

Nun ja, dies liegt in einer fernen Zukunft. Tut es das? Nein, hier ist jeder Einzelne gefragt. Vom Balkonkraftwerk bis hin zu einer kompletten Modernisierung des eigenen Energiemanagments ist hier jeder Einzelne gefordert. Und dazu braucht es auch eine intelligente Politik. Und hier hat die CDU das Heft in der Hand. Wirtschaft und Ökologie gehören untrennbar zusammen. Dafür stehe ich im Rahmen meiner Möglichkeiten ein. Strom ist Mittel der Zukunft. Mittel und Wege gibt es zuhauf – und wir werden hier noch mehr erleben.

Ist Wasserstoff die Zukunft?

Vor wenigen Tagen haben wir, der Wuppertaler Stadtrat, mehrheitlich beschlossen, die Wasserstoffproduktuktion der WSW mobil GmbH für Wuppertal am Korzert als einen Teil der Gesamtlösung für die Verkehrswende zu postulieren und zu stärken? War dies eine kluge Entscheidung? Ist aus Müllverbrennung gewonnener Wasserstoff grün genug, um für eine Lösung zu sprechen, die tragfähig und verantwortungsbewußt ist? Ist die standortnahe Wasserstoffwirtschaft zu stärken der richtige Weg?

Ich habe mich, unter Abwägung aller wichtigen und mir bekannten Informationen, für eine Förderung und den weiteren Betrieb dieser Anlage der WSW an der Korzert entschieden aus folgenden Gründen:

  1. Grundsätzlich ist Wasserstoff ein geeigneter Energieträger, der als Abfallprodukt aus dem Auspuff ausschließlich Wasser verteilt. Abgase von Diesel oder Benzin fallen also nicht mehr an. Nachteil wäre, die recht hohe Explosionsgefahr, die es zu beherrscht gilt.
  2. Am Ende wird möglicherweise der Wasserstoff eher für Schwerlastverkehr, Busse und spezielle Fahrzeuge die Lösung sein. Die Masse der Verkehrsteilnehmer werden wohl “einfach elektrisch” unterwegs sein. Vom Roller, über das E-Bike bis hin zu E-Auto wird sich die Spanne der Möglickeiten spannen. Weitere Möglichkeiten sind denkbar.
  3. Leider produziert unsere Gesellschaft, wie sie aktuell agiert, eine Menge an Müll. Diese Menge nimmt sogar jährlich zu und wird nach entsprechender Sortierung letztendlich zu einem hohen Anteil verbrannt. Wenn ein Teil dieser Verbrennung zu einem nutzbaren Reservoir an Wasserstoff genutzt werden kann, um aktuell bis zu 10 Verkehrsbusse zu speisen, dann ist dies sicherlich nicht nur ein Experiment, sondern als ein Teil einer Gesamtlösung zu sehen, die Potential hat.
  4. Anzumerken wäre, daß der Müll nicht dauerhaft zur Basis neuer Antriebsstrategien sein darf, was aber auch nicht das erklärte Ziel ist. Wasserstoffproduktion ist auch auf anderem Wege möglich, der wesentlich umweltfreundlicher und “grüner” ist.

Die Verkehrswende ist nötig

Wir dürfen hier nicht zu idealistisch oder ideologisch denken. Natürlich ist die Verkehrswende zwingend erforderlich. Das qualifizierte Miteinander im Verkehrsfluß der Zukunft muß auf einander ganz neu abgestimmt und gesteuert werden.

Der Mensch ist von Natur aus ein mobiles Wesen und Warenstrom und menschliche Mobilität muß neu gedacht werden. Auch wenn wir in Deutschland nur 2 % der weltweiten Emissionen zu verantworten haben und somit dem weltweiten Klimawandel nur einen winzigen Anteil beifügen können, so liegt es in unserer Verantwortung das Unsrige zu tun, den Planeten zu erhalten. Es wäre kein Fehler, hier Vorbild zu werden.

Verkehrswende nicht ohne Energiewende

Eine umweltfreundliche Verkehrswende ist ohne eine Energiewende undenkbar. Atomkraft und Verbrennung von fossilen Energieträgern sind Geschichte und müssen kurzfristig abgelöst werden. Insgesamt gehört unser Umgang mit den Ressourcen in ein komplett neues Konzept, welches weg von zentralen Lieferanten hin zu einem digitalen, intelligenten und sauberem System hinführen muß. Die Infrastruktur liegt bereist zu weiten Teilen vor und ist durchfinanziert worden. Auch die viel gepriesene Windkraft ist nur ein Teil der Gesamtlösung.

Die CDU Cronenberger und weitere Wuppertaler Mandatsträger 2020 besuchen die Wasserstoffanlage Korzert (v.l.n.r.: Rainer Spiecker, Michael-G. von Wenczowsky, Holger Reich)

Schlußendlich muß und wird die Lösung eine elektrische sein. Ein Hebel dazu wird ein dezentrales Netzwerk an Solarparks, Solaranlagen – genauer gesagt Photovoltaikanlagen – auf Einrichtungen und Privathäusern sein. Speicherlösungen für die Eigennutzung, Zwischenspeicher für den Straßenzug oder Häuserblock und Großspeichersysteme, die vielleicht noch in der Erprobung sind werden unser Energiesystem zukünftig tragen. Die Sonne strahlt in unseren Breiten über 1.000 Watt pro Quaratmeter aus ohne uns eine Rechnung zu schicken, ohne Abgase und ohne ein absehbares Ende.

Photovoltaik als Nerv der Energiewende
Photovoltaik als Dreh-und Angelpunkt der Energiewende?

Und hier kommt vielleicht dann auch Wasserstoff (oder Alternativen?) ins Spiel, die der Umwelt weniger oder garnicht schaden. Energie geht nicht verloren, die wird immer nur umgewandelt. Dies gilt es zu erkennen und verantwortungsbewußt damit umzugehen. Jeder Einzelne ist gefordert. Die Politik kann hier nur helfen, Weichen stellen und Möglichkeiten aufzeigen. Wir sind keine Wissenschaftler, keine Ingenieure und selten fachliche Experten, die in den Werkstätten der Wissenschaft wirken. Aufgabe der Politik ist es, daß “Schiff” zu führen und den Experten im Heizungsraum und Technik ihren Platz zu überlassen.

Sektorenkopplung als Lösung

Wir müssen lernen, Energiemanagement völlig neu zu denken. Das Hochjubeln einer einzelnen Technologien ist ebenso falsch, wie das Verdammen einer anderen Technologie. Technik ist immer nur so vollkommen, wie die Menschen, die sie entwickeln oder benutzen.

Am Ende zählt es aber, die verschiedenen Energien miteinander zu verknüpfen und so eine Sektorenkopplung herzustellen (Sektorenkopplung = Verknüpfung von Mobilität, Hausenergie etc. in der Energiewirtschaft), die in einem energetisch sauberem Kreislauf endet. Nicht umsonst strahlt von Wuppertal aus das “Circular Valley” aus.

Dieser Weg ist sicherlich noch lang und auch steinig, doch unabdingbar für uns alle und kommende Generationen. Darum trage ich diesen Entschluß gerne mit und helfe so Zukunft aktiv und sicher zu gestalten.

P.S.:

Dieser Blogbeitrag ist keine wissenschaftliche Arbeit und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Er darf gerne zur Diskussion anregen und nach noch besseren Lösungen suchen helfen.

Digitalisierung als Chance

Sicherlich leiden wir alle unter den Konsequenzen der weltweiten Corona-Pandemie. Manche mehr andere weniger und sicherlich gibt es auch Gewinner, die Vorteile nutzen.

Politisch leiden wir massiv unter den großen Einschränkungen durch Kontaktverbote, Maskenpflicht und Abstandregeln. Doch wollen wir nicht klagen, denn wer einmal eine Intensivstation mit Coronakranken gesehen hat, der wünscht sich etwas anderes. Unser Dank an die Helfer ist berechtigt und mit der Politik sollten wir nicht ganz so streng zu Gericht ziehen. Entscheidungen müssen getroffen werden und in allen Fällen immer die Richtige Entscheidung zu treffen nahezu unmöglich. Im Nachgang ist man immer schlauer.

Und so hat auch die CDU Cronenberg sich nicht entmutigen lassen. Stammtischtreffen, Gesprächskreise und Arbeitsgruppen ruhen zwar seit einem Jahr, doch Untätigkeit steht dem Wuppertaler – und besonders dem Cronenberger 😉 – nun wirklich nicht gut zu Gesicht.

Digitaler Stammtisch als Antwort

So startet eine Serie an Digitalen Stammtischhtreffen am 29.04.2021 um 18:30 Uhr unter dem Motto “Cronenberg – wie geht es weiter”. Moderiert wird dieser Stammtisch von mir selbst und es wird der Versuch gewagt eine Gesprächsrunde auf dem digitalen Weg anzuregen.

Die Themen fallen im Laufe des Abends an und werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Es wird auch einen Informellen Teil geben, der die lokalen Themen beleuchten wird. Die CDU-Positionen werden erläutert und diskutiert. Positionen erklärt und Rückfragen einbezogen.

Nicht zuletzt bekommt jeder die Chance, das Team und einander kennen zu lernen. Gibt es doch eine Reihe nuer Mitglieder.

Zukünftig findet der Digitale Stammtisch an jedem letzten Donnerstag des Monats statt. Die Teilnahme ist kostenlos und steht CDU-Mitglierdern und Interessenten offen. Die Mitgliedschaft ist also nicht Voraussetzung.

Genauere Informationen findet man unter:

Unser Kandidat für den Bundestag 2021

Am 17.04. hat sich der Bundestagswahlkreis 103 (Solingen, Remscheid und Wuppertal II mit den Stadtteilen Cronenberg und Ronsdorf) in einer ordentlichen und gut durchgeführten Präsenzabstimmung festgelegt.

Wir werden wieder den aktuellen und erfahrenen Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt für die Bundestagswahl nominieren und den Wahlkampf auf seine Person ausrichten. Hardt ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und zur Zeit Außenpolitischer Sprecher der CDU Fraktion, was ihn zu einem gut informierten und vernetzten Politiker macht.

Dennoch erlebt ihn sein Wahlkreis als lokal gut vernetzt und hoch engagiert, wenn es um “sein” Bergisches Land geht. Darum fiel die Wahl wohl auch fast einstimmig aus.

Unter großem Beifall nahm Hardt im Beisein seiner Ehefrau und Tochter die Nominierung freudig an.

Mehr Informationen über Hardt findest man unter

https://www.juergenhardt.de

Frohe Ostern und Gesundheit

Dieses Jahr ist ein ganz Besonderes. Hinter uns liegen 12 Monate voller Anspannung und manchmal mit Einschränkungen. Doch lassen wir uns das Leben nicht vermiesen. Anderen Menschen geht es zu dieser Zeit wesentlich schlechter.

Darum wollen wir dankbar sein und es tun, wie es die ersten Christen wohl auch taten. Wir rufen einander zu “Der Herr ist auferstanden” und man antwortet uns: Er ist wahrhaftig auferstanden.

Dies ist Antrieb, um im Hier und Jetzt mutig anzupacken und unser Miteinander zu gestalten, um den Frieden in dieser Welt zu sichern.

Danke an alle Freunde und Wegbegleiter. Danke für Ermutigung und Korrekturhinweis. Das Lebeni st ein ständiger Lernprozess und im Dialog können wir Berge versetzen, Unmögliches wagen und Lösungen schaffen, wo vorher nichts zu sehen war.

Ich wünsche Ihnen ein gesegntes Osterfest und wünsche Gesundheit und Zuversicht

Ihr

Holger Reich

Vorboten der Bundestagswahlen

Am 30.03.2021 stellte die CDU Cronenberg die Weichen für ihren Bundestagswahlkampf 2021. In der Mitgliederversammlung wurden zunächst die wahlberechtigten Mitglieder gewählt. Unter strengen Corona-Auflagen wurde diese Versammlung gemeinsam mit der CDU Ronsdorf veranstaltet. Natürlich gab es zwei eigenständige Veranstaltungen, die aber parallel in Ronsdorf stattfinden konnten.

Zum Versammlungsleiter für die CDU Cronenberg stellte sich der Bürgermeister und Stadtverordnete Rainer Spiecker zur Verfügung, der souverän und zügig den Ablauf steuerte.

Die 4 gewählten Kandidaten für die Nominierung des Bundestagskandidaten sind

  1. Holger Reich,
  2. Nadine Tillmann-Jung,
  3. Dr. Klaus Ditgens und
  4. Alexej Hundt.

Ersatzkandidaten sind Michaela Reich und Günter Groß.

Einstimmigkeit ist Trumpf

Mit einer schönen Einstimmigkeit fiel die Wahl unseres Bundestagsbewerbers aus. Alle freuen sich auf den aktuellen Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises 102 Jürgen Hardt, der hier im Kreis bestens engagiert und vernetzt ist. Wir schätzen uns glücklich, hier einen hervorragenden Kandidaten bennen zu dürfen. Am 17.4.2021 wird dieser dann offiziell aufgestellt und voraussichtlich gewählt werden.

Oberheidter Straße – Wohnraumfrage

Cronenberg-Sudberg

Aktuell ist der Bereich der Oberheidter Straße 67a bis 77 noch als Gewerbegebiet ausgewiesen. Bislang wurde das Gelände von der Sägenfakrik Carl Baier GmbH genutzt. Nun aber sollen hier mehrere Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen. Zugänge über Häuschen/Häusgenbusch und Emanuel-Felke-Straße. Doch dazu muß der Bebauungsplan geändert, die vorhandenen Hallen abgerissen werden.

Warum dieser Vorstoß entgegen dem einhelligen Votum (eine Enthaltung) der Cronenberger Bezirksvertretung im Februar 2019 unternommen wurde, läßt sich nicht unbedingt schlüssig erklären. Bereits im September 2019 hat der Stadtentwicklungsausschuß hier sich gegen den Entscheid des Stadtteilparlamentes ausgesprochen.

Nun haben wir ein Verfahren für die Änderung des Bebauungsplanes, der nahezu ganz Cronenberg massiv beeinflussen würde. Sollten hier tatsächlich Wohnbebauung entstehen, dann wäre der Einfluß auf Cronenberg in mehrfacher Hinsicht gravierend. Zum Einen hätten wir keine Arbeitsplätze mehr im Dorf, die sich hier ansiedeln könnten. Und Ziel ist es doch, schon alleine aus ökologischer Sicht, Wohnen und Arbeiten näher zueinander zu bringen. Croneberg darf kein Schlafzimmer werden, wo bestenfalls noch am Wochenende “etwas los”.

Das zweite Argument ist, daß hier ein deutlicher Anstieg der Verkehrs zunehmen würde, den die Ortsmitte, und dort müssen dann alle durch, kollabieren ließe. Bei der Annahme von 40 Wohneinheiten kann man leicht mit 100 bis 120 PKW zusätzlich rechnen, die morgens und abends sich durch den Ortskern quälen müßten. Dies wäre bei eine gewerblichen Nutzung etwas entspannter. Lieferverkehrs findet tagsüber statt. Mitarbeiter wohnen im Idealfall “nebenan” (oder zumindest im Ort) und kommen zufuß oder mit dem Rad.

Nicht ganz uneingennützig sieht die CDU Cronenberg auch als großer Einzahler in der Gewerbesteuer einen Mehrwert für den strapazierten Finanzhaushalt der Stadt. Dieses “Pfund” sollten wir uns nicht verbauen, nur um ein paar Immobilien zu versilbern und dann auf den Folgekosten sitzen zu bleiben.

Wir stimmten als Partei, BV-Vertreter und Ratsmitglied gegen eine Änderung in Wohnbebauung. Wir sollten eine Gewerbefläche nicht ohne Not aufgeben. Dieser Vorstoß sollte gestoppt werden und zugunsten des Stadtbezirkes betrachtet und entwickelt werden.

Wir bleiben im Dialog!

Fotos: Screenshot aus Bauleitplan der Stadt Wuppertal

Faktenlage: Die aktuelle Planung ist einsehbar unter www.wuppertal.de/bauleitplaene/ und auch im Foyer des Rathauses (Barmen). Termine für Erklärungen mit den Planerinnen sind unter 0202-563-6496 und -4809 abzustimmen. Stellungnahmen bitte an bauleitplaene@stadt.wuppertal.de . Auf die Einhaltung der Hygienevorschriften ist zu achten.

Aufruf zu mehr Menschlichkeit

Seit dem 01. März 2021 ist nun also Wuppertal offiziell eine Hafenstadt. Der Rat hat es besprochen und der Rat hat es beschlossen. Klingt zunächst einmal seltsam, ist aber so.

Doch hat dieser Beschluß einen durchaus ernsten Hintergrund. Die demokratischen Parteien im Rat der Stadt Wuppertal haben sich zu diesem Beschluß durchgerungen, weil es hier um gelebte Nächstenliebe und Barmherzigkeit geht. Viele Deutschen fühlen sich dem christlichen Glauben auch heute noch verbunden, was sicherlich unterschiedlich definiert wird.  Doch das Beispiel des „Barmherzigen Samariters“ (Lukasevangelium Kapitel 10) ist wohl fast jedem Deutschen bekannt. Im Ergebnis vereinfacht gesagt, geht es darum, dem Nächsten zu helfen, wenn er in Not geraten ist.

Darum wurde Wuppertal, im Verbund mit aktuell 234 anderen, deutschen Städten, zu einem „Sicheren Hafen“ für Flüchtlinge erklärt.

Dabei ist dem Rat nicht die Spannungsbandbreite, die dieses Thema mit sich bringt entgangen. Die Gegner sprachen dort von „Wirtschaftsflüchtlingen“. Im Ernst. Wann gab es Flüchtlingsströme, die nicht von Hunger und Armut begleitet wurden? Dazu müssen wir nicht einmal in die große Weltgeschichte schauen. Gab es doch auch vor nicht allzu langer Zeit Flüchtlingsströme aus Siebenbürgen, Sudentenland etc. die oft dramatischen Fluchtalltag erleben mußten – und nicht selten diesen nicht überlebten. Man kann heute noch die Eltern und Großeltern befragen und dabei ein Stück Geschichte aus erster Hand erfahren.

Auch die dramatischen Warnungen vor „einer Flut an Kriminellen“ wurden angehört. Und dennoch haben wir unser Wuppertal vor den Flüchtlingen nicht verschlossen. Natürlich kommen dort Menschen aus anderen Hintergründen. Kulturell, religiös und wirtschaftlich lebten diese Menschen in vollkommen anderen Verhältnissen. Und es kommen nicht nur die Edlen und gut gebildeten Neubürger. Auch Kriminelle mischen sich unter die Menge und suchen hier Fuß zu fassen. Doch sollen wir deswegen unser Herz verschließen vor bitterer Armut und Not?

Die Antwort auf diese Frage ist doch recht einfach. Natürlich müssen wir hier auch „Kante zeigen“. Konsequente Strafverfolgung tut Not. Unsere Einsatzkräfte müssen entsprechend geschult und ausgestattet werden, um Kriminelle zu identifizieren, dingfest zu machen und der Gerichtsbarkeit zuzuführen. Und dann muß unser Rechtssystem greifen und die Urteile zügig aussprechen und umsetzen, was unser System vorsieht. Wir fangen doch nicht bei Null an, unser Rechtssystem gehört heute schon zu den Besten dieses Erdenrunds. Verbesserungsbedarf gibt es da immer und wir müssen daran arbeiten. Doch Hartherzigkeit gegenüber Notleidenden ist keine Option eines Christen (und auch nicht eines Humanisten).

Dieser Signalbeschluß ist auch kein starres Konstrukt. Er ist ein Signal für mehr Menschlichkeit. Notleidende werden gerne aufgenommen und als Gäste behandelt. Gastfreundschaft ist auch heute noch ein hohes Gut, das gelebt werden will. Gerne geben wir einen Teil unseres Wohlstandes ab, lehren Sprache und Kultur und Werte.

Bei all der Hilfeleistungen werden wir natürlich nicht vergessen, hier mit Augenmaß und vernünftiger Großzügigkeit dem Vorbild des „Barmherzigen Samariters“ zu folgen und so dem Namen des gelebten Christen eine Ehre zu sein. Eine ausschließliche Abschottungspolitik ist für uns keine Option.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen wir die Packungsbeilage (d.h. das Herstellerhandbuch, auch Bibel genannt)

Moderne Sportstätten 2022 – Land fördert Cronenberger Sport

„Gute Nachrichten für alle Sportlerinnen und Sportler des Rollschuh Club Cronenberg e.v In Wuppertal Cronenberg. In der aktuellen Förderrunde des Sportstättenförderprogramms „Moderne Sportstätte 2022“ erhalten sie insgesamt 91.325,00 Euro für nachhaltige Modernisierung, Sanierung sowie Um- oder Ersatzneubau ihrer Sportstätten und Sportanlagen

Ich freue mich sehr, dass der Rollschuh Club Cronenberg e.V. nun die Möglichkeit hat, eine moderne und bedarfsgerechte Sportstätte anzubieten“, so  der CDU-Stadtverordnete und Vorsitzende der CDU Cronenberg Holger Reich,  „Nachdem in den vergangenen Legislaturperioden unter Rot-Grün die Investitionen in unsere Sportstätten gestockt haben, hat die Landesregierung mit dem Sportstättenförderprogramm ein deutliches Zeichen gesetzt und stärkt so NRW weiterhin als Sportland Nummer 1.“

Der Rollschuh Club Cronenberg e.V. will Modernisierungs und Sanierungsmaßnahmen in erheblichem Umfang durchführen. Aus dem Sportstättenförderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ erhalten sie dazu 91.325,00 €. Mit dem Förderbescheid können die Verantwortlichen des Rollschuh Club Cronenberg e.V. mit den Arbeiten beginnen.  

Dazu erklärt die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz: „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten. Dies ist uns mit diesem Förderprogramm gelungen. Nun können wir den Sanierungsstau deutlich reduzieren. Denn nur wenn Sportstätten auf dem neuesten Stand sind, können die Vereine ihre wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft wahrnehmen.“

Hintergrund:

Mit „Moderne Sportstätte 2022“ hat die NRW-Koalition das größte Sportförderprogramm aufgelegt, das es je in Nordrhein-Westfalen gegeben hat – Gesamtvolumen: 300 Millionen Euro. Alleine 3,5 Millionen floßen hier in Wuppertaler Sportstätten.

Damit sollen die Vereine in Nordrhein-Westfalen eine nachhaltige Modernisierung, Sanierung sowie Um- oder Ersatzneubau ihrer Sportstätten und Sportanlagen durchführen können.

Einladung zur Bürgersprechstunde

Am Samstag, 13. Februar 2021, lädt der CDU Stadtverordnete Holger Reich zu seiner nächsten Bürgersprechstunde ein.

Diese findet coronabedingt per Telefon unter der Rufnummer 0202-2443002 statt in der Zeit von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zum Gespräch willkommen. Fragen rund um Cronenberger Themen werden hier aufgenommen und nach Möglichkeit konkret beantwortet.