Cronenberg-Sudberg

Aktuell ist der Bereich der Oberheidter Straße 67a bis 77 noch als Gewerbegebiet ausgewiesen. Bislang wurde das Gelände von der Sägenfakrik Carl Baier GmbH genutzt. Nun aber sollen hier mehrere Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen. Zugänge über Häuschen/Häusgenbusch und Emanuel-Felke-Straße. Doch dazu muß der Bebauungsplan geändert, die vorhandenen Hallen abgerissen werden.

Warum dieser Vorstoß entgegen dem einhelligen Votum (eine Enthaltung) der Cronenberger Bezirksvertretung im Februar 2019 unternommen wurde, läßt sich nicht unbedingt schlüssig erklären. Bereits im September 2019 hat der Stadtentwicklungsausschuß hier sich gegen den Entscheid des Stadtteilparlamentes ausgesprochen.

Nun haben wir ein Verfahren für die Änderung des Bebauungsplanes, der nahezu ganz Cronenberg massiv beeinflussen würde. Sollten hier tatsächlich Wohnbebauung entstehen, dann wäre der Einfluß auf Cronenberg in mehrfacher Hinsicht gravierend. Zum Einen hätten wir keine Arbeitsplätze mehr im Dorf, die sich hier ansiedeln könnten. Und Ziel ist es doch, schon alleine aus ökologischer Sicht, Wohnen und Arbeiten näher zueinander zu bringen. Croneberg darf kein Schlafzimmer werden, wo bestenfalls noch am Wochenende “etwas los”.

Das zweite Argument ist, daß hier ein deutlicher Anstieg der Verkehrs zunehmen würde, den die Ortsmitte, und dort müssen dann alle durch, kollabieren ließe. Bei der Annahme von 40 Wohneinheiten kann man leicht mit 100 bis 120 PKW zusätzlich rechnen, die morgens und abends sich durch den Ortskern quälen müßten. Dies wäre bei eine gewerblichen Nutzung etwas entspannter. Lieferverkehrs findet tagsüber statt. Mitarbeiter wohnen im Idealfall “nebenan” (oder zumindest im Ort) und kommen zufuß oder mit dem Rad.

Nicht ganz uneingennützig sieht die CDU Cronenberg auch als großer Einzahler in der Gewerbesteuer einen Mehrwert für den strapazierten Finanzhaushalt der Stadt. Dieses “Pfund” sollten wir uns nicht verbauen, nur um ein paar Immobilien zu versilbern und dann auf den Folgekosten sitzen zu bleiben.

Wir stimmten als Partei, BV-Vertreter und Ratsmitglied gegen eine Änderung in Wohnbebauung. Wir sollten eine Gewerbefläche nicht ohne Not aufgeben. Dieser Vorstoß sollte gestoppt werden und zugunsten des Stadtbezirkes betrachtet und entwickelt werden.

Wir bleiben im Dialog!

Fotos: Screenshot aus Bauleitplan der Stadt Wuppertal

Faktenlage: Die aktuelle Planung ist einsehbar unter www.wuppertal.de/bauleitplaene/ und auch im Foyer des Rathauses (Barmen). Termine für Erklärungen mit den Planerinnen sind unter 0202-563-6496 und -4809 abzustimmen. Stellungnahmen bitte an bauleitplaene@stadt.wuppertal.de . Auf die Einhaltung der Hygienevorschriften ist zu achten.