Kategorie: Umweltschutz

Osterholz ist entschieden

Die CDU-Wuppertal bekräftigt ihre Haltung, dass die Kalkwerke Oetelshofen jedes Recht haben, das Waldgebiet Osterholz in Teilen für die Erweiterung einer Abraumhalde zu nutzen. Ein langer und intensiver Prüfungsprozess hat mit der Genehmigung durch die Bezirksregierung ein Ende gefunden.

Darüber hinaus wurden durch den „Runden Tisch Osterholz“ intensiv alle weiteren Optionen diskutiert, die eine Rodung der für die Halde vorgesehenen Waldfläche im Osterholz vielleicht noch hätten verhindern können. Leider hat diese Prüfung keine belastbaren Ergebnisse hervorgebracht, so der Kreisvorsitzende Gregor Ahlmann.

An dem „Runden Tisch Osterholz“ und weiteren Gesprächen haben Oberbürgermeister Schneidewind, Landrat Hendele, weiterhin neben den Betreibern und der Bürgerinitiative auch Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksvertretung Vohwinkel und des Rates der Stadt Wuppertal teilgenommen. Nach der gemeinsamen Presseerklärung von Schneidewind und Hendele waren die festgestellten umweltrechtlichen, zeitlichen und wirtschaftlichen Hürden für eine Alternativlösung „Neandertal“ nicht zu überwinden, und eine Verbringung in die Nachbargrube scheitert an rechtlichen Hürden sowie klar signalisiertem Desinteresse des Konkurrenten.

Die CDU Wuppertal sieht die Diskussion über Alternativlösungen damit als abgeschlossen an. Möchte man zukünftig hier einen anderen Verlauf, dann müssen Gesetze und Regelungen verändert werden. So etwas kann und muss man auch auf allen Ebenen diskutieren, auf dieses Verfahren hat das jedoch keinen Einfluss mehr.

Die Kalkwerke Oetelshofen haben in der Vergangenheit gezeigt, dass Kalkabbau und aktiver Arten- und Naturschutz kein Widerspruch sind und dass auch bei notwendigen Eingriffen freiwillig regelmäßig mehr kompensiert wurde, als gesetzlich gefordert gewesen wäre. Die CDU-Wuppertal vertraut daher dem Verantwortungsbewusstsein der Betriebsleitung, dass alle notwendigen Schritte eingeleitet werden, um die negativen Folgen für den Klima- und Naturschutz so gering wie möglich zu halten.

Die CDU ruft alle am Prozess Beteiligten dazu auf, die Ergebnisse zu akzeptieren. Eine „Endlosprüfung“ weiterer vermeintlicher Optionen suggeriert Alternativen, die es faktisch nicht mehr gibt, wird darüber hinaus dem wirtschaftlichen Interesse des Familienunternehmens nicht gerecht und gefährdet schlussendlich Arbeitsplätze. Auch das Infragestellen der Rechtmäßigkeit der Rodung führt letztlich nicht zur Deeskalation der Situation, sondern liefert interessierten Kreisen lediglich eine konstruierte Legitimation für illegale Handlungen, so Gregor Ahlmann abschließend.

Die Folgen einer Überschwemmung

oder “Folgen der Flut”

Beide Überschriften wären zulässig und doch nicht ganz korrekt. Was die Bürger Wuppertals, und da besonders die Bewohner Beyenburgs, des Morsbachtals und der Kohlfurth am 14./15. Juli 2021 erleben mußten, war wirklich einmalig. Hatte doch massiver Starkregen dafür gesorgt, daß der Wasserhaushalt Wuppertals stark in die Schieflage geraten war. Das Grundwasser stieg stark an, so daß Keller geflutet wurden oder drohten geflutet zu werden.

Zu allem Überfluß gab es dann noch zusätzlich eine Flutwelle, die wie ein Mini-Tsunami sich durch das Wupperbett drückte und Straße, Wege und Plätze flutete. Gott sei Dank gab es keine Toten zu beklagen, wie in anderen Teilen Deutschlands. Doch auch hier waren Gefahrensituationen genug, die Leib und Leben bedrohten. Auf jeden Fall gab es zusätzlichen Sachschaden, der erheblich war. PKW wurden überschwemmt und mußten als Totalschaden abgeschrieben werden. Wohl dem, der eine Vollkasoversicherung hatte. Nur Haftpflichtversicherte blieben auf ihren Kosten sitzen.

In der Kohlfurth wurden Keller komplett überflutet und im Erdgeschoß stand das Wasser etwa 60 bis 70 Zentimeter, so daß Möbel, Eßtrich und Bodenbeläge zerstört wurden. Die Evakuierten wateten durch höfthohes Wasserströme, da die Wupper unkontrolliert über die Ufer trat. Manch einer wurde per Boot gerettet. Die Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte war vorbildlich.

Unser Bürgermeister Spiecker setzte sich ein, um ein Hilfsbüro vor Ort einzurichten. Dank einer engagierten Diakonie und freiwilliger Kräfte kam dies auch unbürokratisch zustande. Zunächst in einer privaten Gartenlaube und später im Container wurde so erste Hilfen organisiert, Finanzmittel beantragt. Wirklich löblich, wie Frau Hoffmann und ihr Team hier eingesprungen sind.

Die meisten Grundbesitzer hatten keine Elementarversicherung mehr. Vorsorglich hatten die meisten Versicherer diese Option aufgekündigt, nachdem z.B. die Kohlfurth zum Überschwemmungsgebiet erklärt worden ist. Wie sollte es hier weiter gehen?

Die Bundesregierung greift ein

Jürgen Hardt, (MdB) r. und Holger Reich in der Kohlfurth

Die gute Botschaft sprach sich schnell herum. So machte der Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt (CDU) bei einem seiner Besuche vor Ort klar, daß mit einem Fluthilfegesetz zu rechnen sei, wo man mit bis zu 80% Erstattung der Flutkosten rechnen könne. Und so kam es auch. Im September passierte das Gesetz den Bundesrat.

Für die Zukunft stellte Hardt die Aufgabe, daß die neue Regierung dringend an der Gesetzeslage arbeiten müsse. Es kann nicht sein, daß Teile der Bevölkerung vom Solidarprinzip der Versicherungen ausgeschlossen sei. “Hier wurde das System bewußt ausgehöhlt” so meine Meinung.

Nach nunmehr 5 Monaten sind die ersten Anträge gestellt, von Auszahlungen hörte ich bislang noch nicht. Um Mißbrauch zu verhindern ist der Antragsweg auch nicht so, wie man es angesichts der Lage erwarten könnte. Größter Hinderungspunkt ist ein erforderliches Gutachten, welches schwierig zu bekommen ist und das Verfahren bremst.

Die Lage ist auch nicht einfach. Schnelle Hilfe geben zu wollen und gleichzeitig unrechtmäßige Anträge zu erkennen und zu verhindern ist ein schmaler Grad. So wollen wir dankbar sein, daß die damalige Regierung hier eingesprungen ist und so echte Hilfe angeboten hat.

Unterm Strich bleibt

Die schnelle und erste Hilfe der Bevölkerung war unbeschreiblich. Privatpersonen kamen zuhauf und packten mit an. Es gab kein Jammern und Klagen, sondern nur zupackende Hände, die keine Angst hatten sich schmutzig zu machen. Unternehmen sandten ihre Hilfspakete inform von belegten Brötchen, Suppen und Kuchenteilchen. Werkzeuge und Maschinen wurden kostenlos zur Verfügung gestellt. Sogar die heiß begehrten Trocknungsgeräte wurden von einer namhaften Baumarktkette kostenlos zur Verfügung gestellt. Als persönlich Betroffener kann ich bestätigen, wie schwierig es war, sich hiermit zu versorgen.

Nachbarschaftshilfe wurde groß geschrieben. Dies ist wohl auch ein Kennzeichen dieser Zeit: Auch wenn das Klima untereinander oft rauer zu werden scheint, so halten die meisten Menschen in echter Not dann doch zusammen. Ausnahmen mag es gegeben haben, doch sind diese nicht ins Gewicht gefallen.

Auch die kommunalen Kräfte kamen positiv zum Einsatz. Wann gibt es schon Straßenreinigung oder Müllentsorgung am Wochenende? ESW, WSW und Polizei machten mehr als nur ihren Job. Auch die Feuerwehren waren pausenlos im Einsatz, was besonders bei den Freiwilligen Feuerwehren nicht genug mit Dank erwähnt werden darf.

Wuppertal kann was wäre hier wohl ein gutes Motto geworden, doch dachte hier niemand an derartige markige Sprüche oder Marketingaktionen.

Ein wunder Punkt

Doch welche Rolle spielte hier der Wupperverband. Ist dieser doch der Betreiber der Wuppertalsperre und verantwortlich zuallererst für den Hochwasserschutz. Bekannt geworden ist, daß die Talsperre wohl mit 93% (und mehr?) Wasserstand zu voll gewesen war und so die Masse des Starkregens nicht aufnehmen konnte. Stattdessen wurden die Schleusen geöffnet um ein Bersten des Dammes zu verhindern.

Doch vom Wupperverband hören die Betroffenen wenig – und wenn dann nur vage Vermutungen und Pläne, was man in Zukunft besser machen wolle. Dies ist definitiv zu wenig.

Niemand will den diensthabenden Mitarbeiter kreuzigen, der hier die Schleusen öffnete. Die Ursache der Probleme dürfte da in den oberen Etagen zu suchen sein. Wurden falsche Annahmen zugrunde gelegt? Stimmen die Prozesse nicht? Wurden Wetterprognosen nicht beachtet oder falsch berechnet? Welche Wassermassen wurden in die Berechnungen einbezogen? Zulauf aus dem Umland, Zulauf aus anderen Talsperren? Wie konnte diese Flut zustande kommen und was wird konkret getan, um dies zukünftig möglichst zu verhindern?

Sicherlich ist das Thema komplex. Einfach Antworten sind hier nicht zu erwarten. Topographie, Klimawandel und Bausünden fallen hier gewiß ins Gewicht. Doch zu Schweigen wäre der falsche Weg. Dialog ist dringend erforderlich – auch wenn Corona dies erschwert, sollte hier mehr stattfinden.

Die Bewohner Beyenburgs, des Morsbachtals und der Kohlfurth schlafen seitdem nicht mehr so gut, wie vor dem Ereignis. Bei stärkerem Regen wird manch ein Bewohner unruhig und prüft die Pegel. Ist man noch sicher? Wann bekommt man hier eine Stellungnahme und Entschuldigung der Verantwortlichen? Auch sechs Monate nach der Flut kämpfen die Bewohner mit den Folgen und für Einige kommt jede Hilfe zu spät. Manches Unternehmen mußte schließen, weil die Kosten die Existenz bedrohten. Andere stehen mit dem Rücken zur Wand und kämpfen ums Überleben.

Politik greift sich an eigene Nase

Vom “Hohle forderungen aufstellen” und leeren Phrasen halte ich persönlich nicht viel – um nicht zu sagen: Nichts. Auch und grade im eigenen Umfeld versuche ich mit Verantwortung für meine Kinder und Enkel mein Leben zu gestalten.

Natürlich habe ich nicht auf alles eine Antwort; doch ein paar Themen habe ich intensiver untersucht: Energiewende, Sektorenkopplung und Verkehr gehören sicherlich dazu. Auch ist mir bewußt, daß ich nicht alleine “die Welt retten” kann und selbst wenn ganz Deutschland alle täte, wäre es nicht genug. Doch nichts zu tun ist keine Option.

Darum betreibe ich auf meinem Dach eine Photovoltaikanlage (die noch ausbaufähig ist), im Keller ein Hauskraftwerk mit Speicher und nun kommt das erste Modul der Sektorenkopplung hinzu; Mein E-Auto.

Exkurs: Unter Sektorenkopplung versteht man die Verknüpfung von Photovoltaik für den Eigenbedarf, Mobilität und Wärme. Überall also regenerative Energieversorgung, Dezentralisierung und Autarkie.

Mit einem Stromverbrauch von 13 bis 14 kW/100 km fahre ich günstig und im Idealfall mit dem Strom vom eigenen Dach direkt in den Speicher des PKW. Ich fahre sehr gerne mit meinem Rad und erledige so manches auf diese Weise. Doch einen PKW brauche ich auch (noch). Leider ist der ÖPNV noch nicht so gut ausgebaut und alternative Transportmöglichkeiten noch recht jung in den Kinderschuhen.

Ich denke da an ein ausgebautes Netz an Car-Sharing ebenso, wie Taxen “on demand”, die man zu jeder Zeit rufen kann und schnell mal eben einen Dienstweg erledigen kann. Warum sollte ein Auto auch den ganzen Tag herumstehen? Aber dies liegt in der Fläche noch im Bereich der Träume, doch erste Anfänge (u.a. durch die WSW) lassen hoffen.

Gleichzeitig wäre ein Ausbau der Ladeinfrastruktur wesentlich für eine intelligent Versorgung. Da wäre z.B. auch die Versorgung mit Strom während des Einkaufs durchaus ein Ziel. Natürlich muß dieser dann per Photovoltaik über einen Speicher dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. Hier gibt es schon sehr gute Beispiele, die funktionieren.

Jedenfalls habe ich ein stückweit meine Ziele fixiert und werden weiterhin “die Schöpfung bewahren” und unser aller Erbe verteidigen.

Ist Wasserstoff die Zukunft?

Vor wenigen Tagen haben wir, der Wuppertaler Stadtrat, mehrheitlich beschlossen, die Wasserstoffproduktuktion der WSW mobil GmbH für Wuppertal am Korzert als einen Teil der Gesamtlösung für die Verkehrswende zu postulieren und zu stärken? War dies eine kluge Entscheidung? Ist aus Müllverbrennung gewonnener Wasserstoff grün genug, um für eine Lösung zu sprechen, die tragfähig und verantwortungsbewußt ist? Ist die standortnahe Wasserstoffwirtschaft zu stärken der richtige Weg?

Ich habe mich, unter Abwägung aller wichtigen und mir bekannten Informationen, für eine Förderung und den weiteren Betrieb dieser Anlage der WSW an der Korzert entschieden aus folgenden Gründen:

  1. Grundsätzlich ist Wasserstoff ein geeigneter Energieträger, der als Abfallprodukt aus dem Auspuff ausschließlich Wasser verteilt. Abgase von Diesel oder Benzin fallen also nicht mehr an. Nachteil wäre, die recht hohe Explosionsgefahr, die es zu beherrscht gilt.
  2. Am Ende wird möglicherweise der Wasserstoff eher für Schwerlastverkehr, Busse und spezielle Fahrzeuge die Lösung sein. Die Masse der Verkehrsteilnehmer werden wohl “einfach elektrisch” unterwegs sein. Vom Roller, über das E-Bike bis hin zu E-Auto wird sich die Spanne der Möglickeiten spannen. Weitere Möglichkeiten sind denkbar.
  3. Leider produziert unsere Gesellschaft, wie sie aktuell agiert, eine Menge an Müll. Diese Menge nimmt sogar jährlich zu und wird nach entsprechender Sortierung letztendlich zu einem hohen Anteil verbrannt. Wenn ein Teil dieser Verbrennung zu einem nutzbaren Reservoir an Wasserstoff genutzt werden kann, um aktuell bis zu 10 Verkehrsbusse zu speisen, dann ist dies sicherlich nicht nur ein Experiment, sondern als ein Teil einer Gesamtlösung zu sehen, die Potential hat.
  4. Anzumerken wäre, daß der Müll nicht dauerhaft zur Basis neuer Antriebsstrategien sein darf, was aber auch nicht das erklärte Ziel ist. Wasserstoffproduktion ist auch auf anderem Wege möglich, der wesentlich umweltfreundlicher und “grüner” ist.

Die Verkehrswende ist nötig

Wir dürfen hier nicht zu idealistisch oder ideologisch denken. Natürlich ist die Verkehrswende zwingend erforderlich. Das qualifizierte Miteinander im Verkehrsfluß der Zukunft muß auf einander ganz neu abgestimmt und gesteuert werden.

Der Mensch ist von Natur aus ein mobiles Wesen und Warenstrom und menschliche Mobilität muß neu gedacht werden. Auch wenn wir in Deutschland nur 2 % der weltweiten Emissionen zu verantworten haben und somit dem weltweiten Klimawandel nur einen winzigen Anteil beifügen können, so liegt es in unserer Verantwortung das Unsrige zu tun, den Planeten zu erhalten. Es wäre kein Fehler, hier Vorbild zu werden.

Verkehrswende nicht ohne Energiewende

Eine umweltfreundliche Verkehrswende ist ohne eine Energiewende undenkbar. Atomkraft und Verbrennung von fossilen Energieträgern sind Geschichte und müssen kurzfristig abgelöst werden. Insgesamt gehört unser Umgang mit den Ressourcen in ein komplett neues Konzept, welches weg von zentralen Lieferanten hin zu einem digitalen, intelligenten und sauberem System hinführen muß. Die Infrastruktur liegt bereist zu weiten Teilen vor und ist durchfinanziert worden. Auch die viel gepriesene Windkraft ist nur ein Teil der Gesamtlösung.

Die CDU Cronenberger und weitere Wuppertaler Mandatsträger 2020 besuchen die Wasserstoffanlage Korzert (v.l.n.r.: Rainer Spiecker, Michael-G. von Wenczowsky, Holger Reich)

Schlußendlich muß und wird die Lösung eine elektrische sein. Ein Hebel dazu wird ein dezentrales Netzwerk an Solarparks, Solaranlagen – genauer gesagt Photovoltaikanlagen – auf Einrichtungen und Privathäusern sein. Speicherlösungen für die Eigennutzung, Zwischenspeicher für den Straßenzug oder Häuserblock und Großspeichersysteme, die vielleicht noch in der Erprobung sind werden unser Energiesystem zukünftig tragen. Die Sonne strahlt in unseren Breiten über 1.000 Watt pro Quaratmeter aus ohne uns eine Rechnung zu schicken, ohne Abgase und ohne ein absehbares Ende.

Photovoltaik als Nerv der Energiewende
Photovoltaik als Dreh-und Angelpunkt der Energiewende?

Und hier kommt vielleicht dann auch Wasserstoff (oder Alternativen?) ins Spiel, die der Umwelt weniger oder garnicht schaden. Energie geht nicht verloren, die wird immer nur umgewandelt. Dies gilt es zu erkennen und verantwortungsbewußt damit umzugehen. Jeder Einzelne ist gefordert. Die Politik kann hier nur helfen, Weichen stellen und Möglichkeiten aufzeigen. Wir sind keine Wissenschaftler, keine Ingenieure und selten fachliche Experten, die in den Werkstätten der Wissenschaft wirken. Aufgabe der Politik ist es, daß “Schiff” zu führen und den Experten im Heizungsraum und Technik ihren Platz zu überlassen.

Sektorenkopplung als Lösung

Wir müssen lernen, Energiemanagement völlig neu zu denken. Das Hochjubeln einer einzelnen Technologien ist ebenso falsch, wie das Verdammen einer anderen Technologie. Technik ist immer nur so vollkommen, wie die Menschen, die sie entwickeln oder benutzen.

Am Ende zählt es aber, die verschiedenen Energien miteinander zu verknüpfen und so eine Sektorenkopplung herzustellen (Sektorenkopplung = Verknüpfung von Mobilität, Hausenergie etc. in der Energiewirtschaft), die in einem energetisch sauberem Kreislauf endet. Nicht umsonst strahlt von Wuppertal aus das “Circular Valley” aus.

Dieser Weg ist sicherlich noch lang und auch steinig, doch unabdingbar für uns alle und kommende Generationen. Darum trage ich diesen Entschluß gerne mit und helfe so Zukunft aktiv und sicher zu gestalten.

P.S.:

Dieser Blogbeitrag ist keine wissenschaftliche Arbeit und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Er darf gerne zur Diskussion anregen und nach noch besseren Lösungen suchen helfen.

Pressemitteilung: Grenzenlos von Wuppertal durchs ganze Bundesland

Über diese Pressemitteilung des CDU Fraktion Wuppertals freue ich mich als MItglied des Verkehrsausschusses der Stadt Wuppertal doch ganz besonders. Ein Schritt in die richtige Richtung, der längst fällig war.

„Die Mobilität der Zukunft war Thema im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Die Arbeit trägt nun Früchte“, freut sich Hans-Jörg Herhausen, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Wuppertal.

„Nach mir vorliegenden Informationen haben sich CDU,FDP, SPD und Grüne im Landtag auf einen gemeinsamen Antrag zu E-Tickets und E-Tarifen geeinigt, der schon in der kommenden Woche ins Plenum eingebracht werden soll. Damit wird einlandesweit einheitliches und verständliches Tarifsystemgeschaffen. “ Einfach einsteigen und durch ganz NRW fahren – mit einem festen Tarif, einem digitalen Ticket und ohne Stress. Das soll für alle funktionieren, die Bus und Bahn im Land nutzen. Herhausen weiter: „DieserAntrag setzt ein wichtiges Zeichen aus Perspektive der vielen ÖPNV-Nutzerinnen und -Nutzer in NRW. “Mit den Möglichkeiten der Digitalisierung sollen E-Tarifund E-Ticket flächendeckend in Nordrhein-Westfalen Wirklichkeit werden. Damit wird eine der größten Zugangsbarrieren im ÖPNV gerade für Gelegenheitsfahrer beseitigt. Nach jahrelanger Vorarbeit der zuständigen Aufgabenträger, Verkehrsverbünde und Tarifgemeinschaften soll jetzt der Knoten durchgeschlagen werden.

„Endlich wird das heutige Ticket-System logischer,transparenter und kundenfreundlicher gemacht“, erläutert Herhausen. „Die sogenannten Kragentarife, die für verbundraumübergreifende Fahrten bisher angewandt werden, führen heute zu Tarifchaos und ungerechten Preisunterschieden. Es ist nicht nachvollziehbar, wenn es für identische Verbindungsstrecken unterschiedliche Ticketpreisegibt.

#pressemitteilung #cdu#cduwuppertal #verkehrswende #mobilität #transformation

2Axel-Walter Sindram und Markus Maiorano1 Kommentar

Mit Wasserstoff in die Zukunft

Alle reden von der Energiewende, doch in Wuppertal hat sie schon begonnen. Davon konnten sich die Mitglieder der CDU Wuppertal am 16.07.2020 jedenfalls überzeugen. Zu Gast bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft AWG konnten etwa 30 Ratsmitglieder und Leiter der CDU sich vom technisch innovativem Stand überzeugen. Unter der fachkundigen Führung von Conrad Tschersich, dem technischen Geschäftsführer der AWG, wurde High-Tec den Politikern nahe gebracht.

Die AWG, WSW und der Abfallwirtschaftsverband EKOCity haben das „Power-to Gas“-Projekt zur Wasserstoffproduktion am MHKW Wuppertal initiiert. Dabei wird aus dem ganz normalen Haushaltsmüll in einem intelligenten Konzept Strom und letztendlich der Wasserstoff hergestellt, mit dem ein Teil der Fahrzeugflotte der AWG betrieben werden sollen. Die ersten Linienbusse sind hier bereits im Einsatz und überzeugen durch leisen und sauberen Betrieb. Für den Fahrgast bleibt es ein sicheres und bequemes Fortgewegungsmittel, wie man auf einer kleinen Rundfahrt erleben durfte.

In vorbildlicher Weise liefert hier im Müllheizkraftwerk die AWG den Brennstoff Wasserstoff und kombiniert die Müllverwertung so ganz nebenbei noch zur Wertstoffgewinnung. Man höre und staune, sogar Gold und Silber sollen hier in geringen Mengen gewonnen werden. Und das alles in dem schönen Cronenberg. Wuppertal kann durchaus mehr, als man manchmal denken könnte.

Und so waren die beiden Stadtratskandidaten Rainer Spiecker und Holger Reich, begleitet von Michael-G. von Wenczowsky durchaus beeindruckt von der Leistungsfähigkeit eines Wuppertaler Betriebes, der sich in der Branche durchaus als Vorreiter bezeichnen kann.

Deutliches Signal für Wuppertal

Es war ein Lehrstück in Sachen Politik. Wünscht man sich doch Harmonie und Einklang, so ist der Weg dahin doch oft steinig und mit viel Arbeit verbunden. Zahlreiche Gespräche und, wie man hörte, intensiver und leidenschaftliche Gespräche im Vorfeld waren zu absolvieren, denn es ging um sehr viel. Nicht weniger als die Zukunft Wuppertals stand auf “Kippe”.

Es kann ganz sicher nicht so weiter gehen.

Und so mündeten die Gespräche gestern abend (07.02.2020) in den Wahlen der CDU Wuppertal und dem Bündnis 90/GRÜNEN. Der Saal in der Papierfabrik war voll und die Stimmung gut, aber spürbar angespannt. Von Bündnis90/GRÜNEN waren 72 stimmberechtigte Mitglieder erschienen und von der CDU immerhin 154 stimmberechtigte Mitglieder.

Kann so etwas denn gut gehen? Verlieren die Parteien dabei nicht ihr Profil? Wird es so letztendlich nocht gleichgültig, wen mann wählt und wem man die Zukunftsformung anvertraut?

Nein, sage ich. Ganz im Gegenteil. Es wird zunehmend wichtiger, sich für eine Denkweise, Wertevorstellung und Weltanschauung zu entscheiden der man sich anvertraut. Ein tragfähiges Lebenskonzept, welches möglich gut in ein Parteikonzept paßt, hilft die Zukunft bestmöglich zu planen.

Bei allen Planungen und Überlegungen weiß ich als CDU-ler um die Komplexität und Mangelhaftigkeit menschlicher Überlegungen. Und so gehört bei allem Fleiß und Vorbereitung eine gute Portion Gottvertrauen dazu, daß unser Handeln von Erfolg gekrönt sein wird.

Von daher darf man also zuversichtlich sein, denn auch Herrn Schneidewind ist die “höhere Diemnsion” nicht unbekannt. Und so halten Grüne und CDU im Schulterschluß zusammen. Jede Partei hat und behält ihr eigenes Parteiprogramm, ihr eigenes Profil und unterliegt aufgrund der Kooperationsbereitschaft einem ständigen Prozeß an innerer Korrektur und Nachbesserung. In Sachfragen gibt es i.d.R. mehrere Wege, die zum Ziel führen können.

Wuppertal ist reif für ein Neues. Gutes und Bewährtes darf bewahrt werden, Neues geprüft und eingefügt werden. Veränderungen werden uns allen nicht erspart werden, doch:

Nichts ist so beständig, wie der Wandel.

Offener Brief an Greta

Liebe Greta,

ich habe mehr als nur Verständnis für deine Besorgnis, weil es um deine Zukunft geht. Auch ich bin nicht einverstanden, wie wir alle mit unserem Heimatplaneten umgehen, weil ich weiß: Wir haben keine Alternative. Es gibt nur diese EINE Erde.

Wo ich aber massiv widersprechen muß, ist, daß ich/wir deine Kindheit und deine Träume zerstört haben sollen. Ich hoffe doch sehr, daß deine Eltern sich um deine Kindheit gekümmert haben und dich umsorgt und behütet haben. Ist deine Kindheit zerstört, dann sprich mit deinem Vater und deiner Mutter.

Es liegt auch in der Natur der Sache, daß sich Träume nicht immer erfüllen. Als Erwachsene haben wir schon alle erleben müssen, wie Träume wie Seifenblasen platzten. Doch das nennt man “Leben”. Im nachgang ist es manchmal sogar gut, wenn ein Traum nicht wahr wird – manchmal weiß man später sogar, warum dies gut war. Dies nennt man dann Lebenserfahrung.

Nun bist du heute kein Kind mehr und reifst zu einer jungen Frau heran. Dein Bemühen, hier “die Erwachsenen” aufzurütteln ist ehrenwert und darf nicht gering geschätzt werden.

Doch vergiß nicht: Umweltschutz fängt bei jedem Einzelnen an. Man darf nicht Forderungen stellen und dabei selbst daneben stehen und seinen Aschenbecher am Straßenrand entsorgen oder Plastikbecher nur einmal benutzen oder mit PS-Protzen mal eben 10 oder 20 Liter Benzin auf 100 km verbrennen oder Bio-Gemüse in Plastik verschweißt kaufen … oder … die Liste ist endlos. …

Niemand kann alleine die Welt retten. Demonstriert weiter. Macht Lärm und zeigt echte Mißstände auf und dann zeigt uns auch, wie es besser laufen könnte und lebt es vor. Dann werden wir alle gemeinsam unsere Erde ein stückweit besser machen. Was in den letzten 100 Jahren falsch gelaufen ist, kann umgekehrt werden – doch vergessen wir auch nicht, daß unser aller Wohlstand und Komfort einen Preis hat.

Versprochen

Holger Reich, Wuppertal

Bürgerinitiative erhöht den Druck

Über das Bauvorhaben neben der Rather Straße/Schwaffert (auch P34 genannt) in Cronenberg habe ich schon berichtet (Bürgerinitiative ruft CDU an). Die Haltung der Bezirksvertretung ist hier ebenso wie die der CDU Cronenberg eindeutig. Eine Bebauung ist hier abzulehnen.

Nun startete die Bürgerinitiative Ratherstraße/Schwaffert hier die nächste Stufe und hat den CDU Abgeordneten Jürgen Hardt (MdB) und die CDU-Fraktion der Stadt Wuppertal aufgefordert, hier das Gelände in Augenschein zu nehmen und Stellung zu beziehen.

Und tatsächlich hat dieser Termin am 18.09.2019 stattgefunden. Wie schon beim letztenmal wurde diese Aktion bestens vorbereitet und das Anliegen der Nichtbebauung mit Herzblut und Sachverstand stellvertretend für die Bürgerinitiative von Frau Sylke Esser-Bruss vorgetragen. bewundernwert war hier, wie bei aller Betroffenhiet doch immer wieder der Sachbezug die Oberhand behielt.

Die rege Bürgerbeteiligung zeigte die Dringlichkeit und die Not der Bürger. Niemand wolle grundsätzlich Bebauung verhindern, da offenbar allen Teilnehmer bewußt sei, daß Wuppertal auch weiterwachsen müsse. Doch die Bebauung dieser knapp 2 Hektar sei nun wirklich vollkommen unsinnig und wider jeglicher vernunft. Selbst Laien können erkennen, daß dieser Eingriff in die Natur unvernünftig und für die Umwelt massiv schädlich seien muß.

Die CDU CRONENBERG und die CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Cronenberg bekräftigten ihren Standpunkt und der stellvertretende Bezirksbürgermeister Michael G. von Wenczowsky formulierte knapp und deutlich “Ein Cronenberger stünde zu seinem Wort”.

Nachtrag

Gemeinsam mit den Bürgern der Bürgerinitiative und dem geschlossenen Auftreten in der Bezirksvertretung ließ sich letztendlich dieses Gelände aus dem Bebauungsplan ausgliedern. Fazit: Es lohnt sich, sich für die Bürger einzusetzen, da diese oft den besseren Einblick in machen Sachverhalt haben. Letztendlich wirken immer mehrere Parteien an einem Ergebnis mit. Und wenn man gemeinsam nach der Lösung sucht, kann man Vieles bewirken.

Baumschutz ist der bessere Klimaschutz

Der beste Klimaschutz besteht zuerst mal nicht in Verboten (Diesel, SUV etc.) oder Steuern, sondern im Erhalt der natürlichen Regularien. Jeder gefällte (gesunde) Baum schmerzt uns alle. Aus diesem Grund hat sich die CDU-Fraktion Wuppertal zu einer neuen Baumschutzsatzung entschlossen.

Hier der Pressetext:

Zur nächsten Sitzung des städtischen Ausschusses für Umwelt am 10. September 2019 wird eine überarbeitete Fassung der neuen Baumschutzsatzung (https://ris.wuppertal.de/vo0050.php?__kvonr=22695) vorliegen. „In enger Zusammenarbeit mit unserem Partner von Bündnis 90/Die Grünen und in Abstimmung mit der Fachverwaltung ist es gelungen, dem Gremium eine überaus bürgerfreundliche und rechtlich abgesicherte Drucksache zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Ludger Kineke. „Wir haben Erfahrungen aus anderen Städten eingebracht und diskutiert, wie ein effektiver Baumschutz erreicht werden kann, ohne zu stark in das Recht der Bürger einzugreifen Im Ergebnis liegt nun die bürgerfreundlichste Baumschutzsatzung Deutschlands vor.“

Hierfür stehen nach Ansicht des CDU-Politikers nicht zuletzt zahlreiche Ausnahmeregelungen. „Die Verwaltung hat bei der Prüfung von Ausnahmen eine bürgerfreundliche und flexible Handhabung zugesichert. Wir haben Wert daraufgelegt, dass sich Kosten und Aufwand für die betroffenen Eigentümer in vertretbaren Grenzen halten. Ohnehin sind u.a. Bäume in Bereichen, für die ein Bebauungsplan eine landwirtschaftliche Nutzung vorsieht oder für die Grünflächen ausgewiesen sind, in Wald- und auf forstwirtschaftlichen Flächen sowie in Kleingartenanlagen von den Bestimmungen dieser Satzung von vorneherein ausgenommen.“

Mit der Verwaltung wurde eine Evaluierung der Erfahrungen nach einem Jahr vereinbart. „Sollte sich dann Anpassungsbedarf ergeben, werden wir entsprechende Änderungen vornehmen“, äußert sich Ludger Kineke abschließend.

-Pressetext Ende –

Foto: Holger Reich – Wupperfotografie​