Kategorie: Wuppertal

Osterholz ist entschieden

Die CDU-Wuppertal bekräftigt ihre Haltung, dass die Kalkwerke Oetelshofen jedes Recht haben, das Waldgebiet Osterholz in Teilen für die Erweiterung einer Abraumhalde zu nutzen. Ein langer und intensiver Prüfungsprozess hat mit der Genehmigung durch die Bezirksregierung ein Ende gefunden.

Darüber hinaus wurden durch den „Runden Tisch Osterholz“ intensiv alle weiteren Optionen diskutiert, die eine Rodung der für die Halde vorgesehenen Waldfläche im Osterholz vielleicht noch hätten verhindern können. Leider hat diese Prüfung keine belastbaren Ergebnisse hervorgebracht, so der Kreisvorsitzende Gregor Ahlmann.

An dem „Runden Tisch Osterholz“ und weiteren Gesprächen haben Oberbürgermeister Schneidewind, Landrat Hendele, weiterhin neben den Betreibern und der Bürgerinitiative auch Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksvertretung Vohwinkel und des Rates der Stadt Wuppertal teilgenommen. Nach der gemeinsamen Presseerklärung von Schneidewind und Hendele waren die festgestellten umweltrechtlichen, zeitlichen und wirtschaftlichen Hürden für eine Alternativlösung „Neandertal“ nicht zu überwinden, und eine Verbringung in die Nachbargrube scheitert an rechtlichen Hürden sowie klar signalisiertem Desinteresse des Konkurrenten.

Die CDU Wuppertal sieht die Diskussion über Alternativlösungen damit als abgeschlossen an. Möchte man zukünftig hier einen anderen Verlauf, dann müssen Gesetze und Regelungen verändert werden. So etwas kann und muss man auch auf allen Ebenen diskutieren, auf dieses Verfahren hat das jedoch keinen Einfluss mehr.

Die Kalkwerke Oetelshofen haben in der Vergangenheit gezeigt, dass Kalkabbau und aktiver Arten- und Naturschutz kein Widerspruch sind und dass auch bei notwendigen Eingriffen freiwillig regelmäßig mehr kompensiert wurde, als gesetzlich gefordert gewesen wäre. Die CDU-Wuppertal vertraut daher dem Verantwortungsbewusstsein der Betriebsleitung, dass alle notwendigen Schritte eingeleitet werden, um die negativen Folgen für den Klima- und Naturschutz so gering wie möglich zu halten.

Die CDU ruft alle am Prozess Beteiligten dazu auf, die Ergebnisse zu akzeptieren. Eine „Endlosprüfung“ weiterer vermeintlicher Optionen suggeriert Alternativen, die es faktisch nicht mehr gibt, wird darüber hinaus dem wirtschaftlichen Interesse des Familienunternehmens nicht gerecht und gefährdet schlussendlich Arbeitsplätze. Auch das Infragestellen der Rechtmäßigkeit der Rodung führt letztlich nicht zur Deeskalation der Situation, sondern liefert interessierten Kreisen lediglich eine konstruierte Legitimation für illegale Handlungen, so Gregor Ahlmann abschließend.

Die Folgen einer Überschwemmung

oder “Folgen der Flut”

Beide Überschriften wären zulässig und doch nicht ganz korrekt. Was die Bürger Wuppertals, und da besonders die Bewohner Beyenburgs, des Morsbachtals und der Kohlfurth am 14./15. Juli 2021 erleben mußten, war wirklich einmalig. Hatte doch massiver Starkregen dafür gesorgt, daß der Wasserhaushalt Wuppertals stark in die Schieflage geraten war. Das Grundwasser stieg stark an, so daß Keller geflutet wurden oder drohten geflutet zu werden.

Zu allem Überfluß gab es dann noch zusätzlich eine Flutwelle, die wie ein Mini-Tsunami sich durch das Wupperbett drückte und Straße, Wege und Plätze flutete. Gott sei Dank gab es keine Toten zu beklagen, wie in anderen Teilen Deutschlands. Doch auch hier waren Gefahrensituationen genug, die Leib und Leben bedrohten. Auf jeden Fall gab es zusätzlichen Sachschaden, der erheblich war. PKW wurden überschwemmt und mußten als Totalschaden abgeschrieben werden. Wohl dem, der eine Vollkasoversicherung hatte. Nur Haftpflichtversicherte blieben auf ihren Kosten sitzen.

In der Kohlfurth wurden Keller komplett überflutet und im Erdgeschoß stand das Wasser etwa 60 bis 70 Zentimeter, so daß Möbel, Eßtrich und Bodenbeläge zerstört wurden. Die Evakuierten wateten durch höfthohes Wasserströme, da die Wupper unkontrolliert über die Ufer trat. Manch einer wurde per Boot gerettet. Die Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte war vorbildlich.

Unser Bürgermeister Spiecker setzte sich ein, um ein Hilfsbüro vor Ort einzurichten. Dank einer engagierten Diakonie und freiwilliger Kräfte kam dies auch unbürokratisch zustande. Zunächst in einer privaten Gartenlaube und später im Container wurde so erste Hilfen organisiert, Finanzmittel beantragt. Wirklich löblich, wie Frau Hoffmann und ihr Team hier eingesprungen sind.

Die meisten Grundbesitzer hatten keine Elementarversicherung mehr. Vorsorglich hatten die meisten Versicherer diese Option aufgekündigt, nachdem z.B. die Kohlfurth zum Überschwemmungsgebiet erklärt worden ist. Wie sollte es hier weiter gehen?

Die Bundesregierung greift ein

Jürgen Hardt, (MdB) r. und Holger Reich in der Kohlfurth

Die gute Botschaft sprach sich schnell herum. So machte der Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt (CDU) bei einem seiner Besuche vor Ort klar, daß mit einem Fluthilfegesetz zu rechnen sei, wo man mit bis zu 80% Erstattung der Flutkosten rechnen könne. Und so kam es auch. Im September passierte das Gesetz den Bundesrat.

Für die Zukunft stellte Hardt die Aufgabe, daß die neue Regierung dringend an der Gesetzeslage arbeiten müsse. Es kann nicht sein, daß Teile der Bevölkerung vom Solidarprinzip der Versicherungen ausgeschlossen sei. “Hier wurde das System bewußt ausgehöhlt” so meine Meinung.

Nach nunmehr 5 Monaten sind die ersten Anträge gestellt, von Auszahlungen hörte ich bislang noch nicht. Um Mißbrauch zu verhindern ist der Antragsweg auch nicht so, wie man es angesichts der Lage erwarten könnte. Größter Hinderungspunkt ist ein erforderliches Gutachten, welches schwierig zu bekommen ist und das Verfahren bremst.

Die Lage ist auch nicht einfach. Schnelle Hilfe geben zu wollen und gleichzeitig unrechtmäßige Anträge zu erkennen und zu verhindern ist ein schmaler Grad. So wollen wir dankbar sein, daß die damalige Regierung hier eingesprungen ist und so echte Hilfe angeboten hat.

Unterm Strich bleibt

Die schnelle und erste Hilfe der Bevölkerung war unbeschreiblich. Privatpersonen kamen zuhauf und packten mit an. Es gab kein Jammern und Klagen, sondern nur zupackende Hände, die keine Angst hatten sich schmutzig zu machen. Unternehmen sandten ihre Hilfspakete inform von belegten Brötchen, Suppen und Kuchenteilchen. Werkzeuge und Maschinen wurden kostenlos zur Verfügung gestellt. Sogar die heiß begehrten Trocknungsgeräte wurden von einer namhaften Baumarktkette kostenlos zur Verfügung gestellt. Als persönlich Betroffener kann ich bestätigen, wie schwierig es war, sich hiermit zu versorgen.

Nachbarschaftshilfe wurde groß geschrieben. Dies ist wohl auch ein Kennzeichen dieser Zeit: Auch wenn das Klima untereinander oft rauer zu werden scheint, so halten die meisten Menschen in echter Not dann doch zusammen. Ausnahmen mag es gegeben haben, doch sind diese nicht ins Gewicht gefallen.

Auch die kommunalen Kräfte kamen positiv zum Einsatz. Wann gibt es schon Straßenreinigung oder Müllentsorgung am Wochenende? ESW, WSW und Polizei machten mehr als nur ihren Job. Auch die Feuerwehren waren pausenlos im Einsatz, was besonders bei den Freiwilligen Feuerwehren nicht genug mit Dank erwähnt werden darf.

Wuppertal kann was wäre hier wohl ein gutes Motto geworden, doch dachte hier niemand an derartige markige Sprüche oder Marketingaktionen.

Ein wunder Punkt

Doch welche Rolle spielte hier der Wupperverband. Ist dieser doch der Betreiber der Wuppertalsperre und verantwortlich zuallererst für den Hochwasserschutz. Bekannt geworden ist, daß die Talsperre wohl mit 93% (und mehr?) Wasserstand zu voll gewesen war und so die Masse des Starkregens nicht aufnehmen konnte. Stattdessen wurden die Schleusen geöffnet um ein Bersten des Dammes zu verhindern.

Doch vom Wupperverband hören die Betroffenen wenig – und wenn dann nur vage Vermutungen und Pläne, was man in Zukunft besser machen wolle. Dies ist definitiv zu wenig.

Niemand will den diensthabenden Mitarbeiter kreuzigen, der hier die Schleusen öffnete. Die Ursache der Probleme dürfte da in den oberen Etagen zu suchen sein. Wurden falsche Annahmen zugrunde gelegt? Stimmen die Prozesse nicht? Wurden Wetterprognosen nicht beachtet oder falsch berechnet? Welche Wassermassen wurden in die Berechnungen einbezogen? Zulauf aus dem Umland, Zulauf aus anderen Talsperren? Wie konnte diese Flut zustande kommen und was wird konkret getan, um dies zukünftig möglichst zu verhindern?

Sicherlich ist das Thema komplex. Einfach Antworten sind hier nicht zu erwarten. Topographie, Klimawandel und Bausünden fallen hier gewiß ins Gewicht. Doch zu Schweigen wäre der falsche Weg. Dialog ist dringend erforderlich – auch wenn Corona dies erschwert, sollte hier mehr stattfinden.

Die Bewohner Beyenburgs, des Morsbachtals und der Kohlfurth schlafen seitdem nicht mehr so gut, wie vor dem Ereignis. Bei stärkerem Regen wird manch ein Bewohner unruhig und prüft die Pegel. Ist man noch sicher? Wann bekommt man hier eine Stellungnahme und Entschuldigung der Verantwortlichen? Auch sechs Monate nach der Flut kämpfen die Bewohner mit den Folgen und für Einige kommt jede Hilfe zu spät. Manches Unternehmen mußte schließen, weil die Kosten die Existenz bedrohten. Andere stehen mit dem Rücken zur Wand und kämpfen ums Überleben.

Toleranz und Schutz des Judentums

Das Judentum ist seit vielen hundert Jahren ein Bestandteil der deutschen Geschichte. Lange bevor es den Staat Israel wieder gab, lebten Juden unter uns. Nicht immer war das Zusammenleben frei von Konflikten und verachtungswürdigem Verhalten, doch heute wissen wir es besser.

Juden gehören zu Deutschland. Ihr Art zu leben und zu glauben braucht unseren Schutz und es tut gut, sich mit ihnen zu beschäftigen. Nur das Fremde macht Angst. Aus der Nähe findet man manch eine Gemeinsamkeit. Basiert das Christentum doch auf den Zusagen aus dem Alten Testament. Ohne Alten Bund gäbe es den Neuen Bund nicht.

Und so habe ich mit Freude am Chanukkafest heute teilgenommen. Das Anzünden der fünften Kerze (von insgesamt 8) wird alljährlich in den Familien und Synagogen gefeiert. Und nun auch in Wuppertal öffentlich. Welch ein schönes Signal. Nächstes Jahr soll es wieder stattfinden. Gut so. Shalom.

Das Ende des Kommissars

Seit dem Mai des letzten Jahres dufte ich die Geschicke der CDU Cronenberg als kommissarischer Vorsitzender führen. Insgesamt lief es doch recht gut. Gut genug, daß ich gestern in der ordentlichen Mitgliederversammlung zum Vorsitzenden gewählt worden bin. Angesichtes der regen Beteiligung an Mitgliedern ein überraschend einmütiges Ergebnis. 100 % sind da verdächtig einmütig; doch es gab keine “Geschenke oder Bedrohungen” 😉

Insgesamt wurden die Würfel neu gemischt. Viele neue und vor allem jüngere Vorstandsmitglieder wurden ins Amt gehoben. Alle Vorschläge wurden auch angenommen. Nicht immer mit 100%, doch mit deutlichem Votum. Das macht mir Mut, die Themen der Zukunft gemeinsam zu bearbeiten. Neumitglieder und Arbeitsgruppen werden vermehrt zum Einsatz kommen. Bürgernähe wird zum Partei-Gen gehören, wie es sich gehört.

Die enge Kooperation mit den Vertretern der Bezirksvertretung und dem Stadtrat wird fortgesetzt. Kommunikation ist das Schlüsselwort. Nicht zuletzt die Kommunikation mit den Bürgern, die ja nicht alle der CDU angehören wird unser Klima zunehmend dominieren.

Ich fühle mich geehrt mit diese Leuten gemeinsam arbeiten zu dürfen und wünsche uns allen Gelingen und auch Freude bei den manchmal komplexen Themenarbeiten.

Mitglieder des Vorstandes
Ein starkes Team für die Zukunft

vlnr: 
Charlotte Dworzak (Mitgliederbeauftragte)
Andreas Richter (Beisitzer)
Frank Uhlemeyer (Beisitzer)
Holger Reich (Vorsitzender)
Alexej Hundt (Stellvertretender Vorsitzender)
Isabelle von Wenczowsky (Schriftführerin)
Dr. Klaus Ditgens (Beisitzer)
Thomas Aurich (Beisitzer) nicht auf dem Bild

Politik greift sich an eigene Nase

Vom “Hohle forderungen aufstellen” und leeren Phrasen halte ich persönlich nicht viel – um nicht zu sagen: Nichts. Auch und grade im eigenen Umfeld versuche ich mit Verantwortung für meine Kinder und Enkel mein Leben zu gestalten.

Natürlich habe ich nicht auf alles eine Antwort; doch ein paar Themen habe ich intensiver untersucht: Energiewende, Sektorenkopplung und Verkehr gehören sicherlich dazu. Auch ist mir bewußt, daß ich nicht alleine “die Welt retten” kann und selbst wenn ganz Deutschland alle täte, wäre es nicht genug. Doch nichts zu tun ist keine Option.

Darum betreibe ich auf meinem Dach eine Photovoltaikanlage (die noch ausbaufähig ist), im Keller ein Hauskraftwerk mit Speicher und nun kommt das erste Modul der Sektorenkopplung hinzu; Mein E-Auto.

Exkurs: Unter Sektorenkopplung versteht man die Verknüpfung von Photovoltaik für den Eigenbedarf, Mobilität und Wärme. Überall also regenerative Energieversorgung, Dezentralisierung und Autarkie.

Mit einem Stromverbrauch von 13 bis 14 kW/100 km fahre ich günstig und im Idealfall mit dem Strom vom eigenen Dach direkt in den Speicher des PKW. Ich fahre sehr gerne mit meinem Rad und erledige so manches auf diese Weise. Doch einen PKW brauche ich auch (noch). Leider ist der ÖPNV noch nicht so gut ausgebaut und alternative Transportmöglichkeiten noch recht jung in den Kinderschuhen.

Ich denke da an ein ausgebautes Netz an Car-Sharing ebenso, wie Taxen “on demand”, die man zu jeder Zeit rufen kann und schnell mal eben einen Dienstweg erledigen kann. Warum sollte ein Auto auch den ganzen Tag herumstehen? Aber dies liegt in der Fläche noch im Bereich der Träume, doch erste Anfänge (u.a. durch die WSW) lassen hoffen.

Gleichzeitig wäre ein Ausbau der Ladeinfrastruktur wesentlich für eine intelligent Versorgung. Da wäre z.B. auch die Versorgung mit Strom während des Einkaufs durchaus ein Ziel. Natürlich muß dieser dann per Photovoltaik über einen Speicher dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. Hier gibt es schon sehr gute Beispiele, die funktionieren.

Jedenfalls habe ich ein stückweit meine Ziele fixiert und werden weiterhin “die Schöpfung bewahren” und unser aller Erbe verteidigen.

Wuppertaler EAK Vorstand

Der EAK hat sich neu aufgestellt.

Am letzten Freitag, den 29.10.2021, fand die Mitgliederversammlung des EAK Wuppertal (Evangelischer Arbeitskreis) mit Neuwahlen des Vorstands statt. Als Referent und Wahlleiter führte Arne Moritz, Bürgermeister der Stadt Lippstadt und EAK Landesvorstandsmitglied, durch den Abend.

Das C in unserer Partei wieder mehr in den Mittelpunkt stellen, unterschiedliche Positionen zu Einen und starke Impulse in die Partei zu geben, haben sich die Anwesenden für die nächsten 2 Jahre vorgenommen.

Im neuen Vorstand wurden der Vorsitzende Stefan Zahn und sein Stellvertreter Dirk Mueller mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt. Frau Eva Rösener übernimmt ebenfalls die Stellvertretung des Vorsitzenden und Erhard Buntrock ist der neue Schriftführer im Vorstand. Als Beisitzer wurden gewählt: Jörn Blondrath, @Klaus Hecht, Holger Reich, @Christiane Sippel und @Heinz Wagner.

Weitere Infos unter

Bürgersprechstunde im November

Im Dialog mit dem Bürger

Im November biete ich wieder eine Bürgersprechstunde für Wuppertaler Bürger an. Gerne höre ich mir die Belange, Sorgen und Erwartungen an und versuche hier auch nach Möglichkeit eine politische und alltagstaugliche Lösung zu diskutieren, ggf. zu vermitteln oder direkt zu helfen.

Als Mitglied in diversen Ausschüssen (z.B. “Soziales, Familie und Gesundheit” oder auch “Verkehrsausschuß”) bin ich ein Ansprechpartner, der zuhören kann und sich für den Menschen gegenüber interessiert..

Wenn ich nicht sofort eine Antwort habe, werde ich mich gerne “schlau machen” und dann im Nachgang eine Rückmeldung geben können.

Wichtiger Hinweis: Sollte das Telefon besetzt sein, und die zwei Stunden nicht ausreichen, dann hilf eine Email an info@holgerreich.eu weiter. Ein kurzer Hinweis auf das Anliegen und eine oder zwei gewünschte Uhrzeiten für einen Rückruf reichen völlig und ich rufe zeitnah zurück.

Bürgersprechstunde am 13.11.2021

von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr unter

0202 – 244 3002

Ihr

Holger Reich, Stadtverordneter

Aktion 40.000 Theatermitarbeiter/innen treffen ihre Abgeordneten

Seit mehrern Jahren veranstaltet die Kunstszene Deutschlands die “Aktion 40.000 Theatermitarbeiter/innen treffen ihre Abgeordneten”. Und so bekam ich als Stadtverordneter eine Einladung zu einem ganz persönlichen Termin.

Und ich durfte heute mit 2 Vertretern der Wuppertaler Oper sprechen und feststellen, daß die 17.größte Stadt Deutschlands doch noch ein Dorf ist.

Beide Damen kannte ich schon (teils) seit Jahren und so kamen wir auch schnell “auf den Punkt” und konnten über Themen sprechen, wo den Kunstschaffenden wirklich der Schuh drückt. Wenn man nur noch der Übung halber auf der Bühne probt, ohne den Kontakt zum Publikum zu haben, kein Feedback, kein Applaus, dann ist das schon ein Ärgernis. “Andere Branchen hatten es auch schwer” ist da leider kein Trost – wenngleich es ja durchaus korrekt ist. Die Zukunft hält da noch einige Aufgaben für uns bereit – packen wir es an.

Wuppertal braucht eine lebendige Kunstszene; und Schauspielhaus und Oper sind hier ein überaus wichtiges Element. Nun kann ich keine Versprechungen machen, doch das Anliegen von Sarah Prinz (Teamleiterin aus der Schneiderei) und der wirklich fantastischen Mezzosopranistin Ines Marie Sojer habe ich aufgenommen und vielleicht finden wir ja Wege, wie wir neben den zahllosen (und wichtigen) Themen der Stadt nicht die Kulturszene vernachlässigen.

Motor der Krativität Wuppertals

Theater und Oper und Symphonieorchester sind kein Bespaßungsbetrieb für die Reichen. Kein “Nice to have”.
Vielmehr sehe ich sie als Motor der Kreativität in nahezu allen Bereichen für Wuppertal mit einer wichtige Ausstrahlung. Ihr Wirken geht weit über “nette Darbietungen” hinaus. Wenn ich in einem Familienkonzert mit meinen Enkeln sitze, dann kann ich erleben, wie die kleinen Seelen glücklich und bereichert durch den restlichen Tag gehen. Manch eine Melodie klingt da noch nach.

Musik und Spiel bereichert und setzt kreatives Denken frei. Und wir brauchen denkende Köpfe in allen Positionen der Gesellschaft. Darum brauchen wir den kreativen Teil unserer Gesellschaft ebenso, wie alle anderen

Solarenergie – Garant für die Wende?

Bedauerlicherweise bekam die deutsche Solartechnologie vor einigen Jahren einen Knick, doch ging sie glücklicherweise nicht völlig unter. Einige Firmen hielten durch und stehen heute besser denn jemals zuvor im Saft – oder besser besagt im Sonnenschein des Lebens.

So werden heute z.B. Solarpanele für europäische Dächer in Deutschland entwickelt und sogar gefertigt, die weltweit für Qualität und Maßstab stehen. Made in Germany ist hier immer noch, oder sagen wir wieder (?), ein Qualitätsmerkmal, welches nicht unbezahlbar sein muß. Und wenn Lieferanten ihr Produkt mit bis zu 30 Jahren Garantie ausstatten, dann macht das Mut und Hoffnung für die Zukunft. Immerhin werden die Paneele ja nicht nach 30 Jahren ausfallen oder von den Dächern entfernt werden müssen.

Im Juni werden z.B. 200 000 Solarzellen vom Band einer Solarzellenfabrik in Thalheim (Sachsen-Anhalt) laufen. Arbeitsplätze auf dem 27 000 qm Flächenareal sind gesichert und helfen mit, die Energiewende und somit auch Verkehrswende zu treiben.

Hauskraftwerke (Kombisysteme aus Konvertern, Stromspeicher und Steuerung) werden z.B. in Oldenburg geplant und in Wetter/Ruhr gefertigt.

Es muß Ziel sein, daß bald von jedem deutschen Gebäude – bei entsprechender Eignung – eine Photovoltaikanlage leuchtet. Schon lange ist diese kein Statussymbol mehr, sondern vielmehr Ausdruck für die Wende.

Ein Blick in den Alltag

Schauen wir uns doch nur mal einen mittleren Haushalt an. Ein Stromverbrauch der klassischen Familie Vater, Mutter und 2 Kinder benötigt ungefähr 4.000 kW/Jahr. Dieser sog. Komfortstrom wird verbraucht für Licht, Kochen und Haushaltsgeräte. Bekäme dieses Haus nun eine Photovoltaikanlage aufs eigene Dach mit sagen wir 4 – 5.000 kWp, dann würde diese Familie ungefähr 4 – 5.000 kW/Jahr ernten können ohne einen Finger krumm zu machen und ohne diesen Strom einkaufen zu müssen. Bilanziell wäre sie sogar autark und hätten keine Stromkosten mehr, was so natürlich nicht ganz funktioniert.

Doch mit einem Stromspeicher könnte man die Bilanz aufwerten und so einen Autarkiegrad von real 70 % erreichen, was die Stromkosten dann leicht um ~ 80 – 100 Euro pro Monat senken würde. Geld, welches eine Familie sicherlich gut anzulegen wüßte. Schöne neue Welt.

Darum ist es auch Ziel der Politik, hier Eigentümern (Privathaushalte, wie auch Vermietern und Gewerbe) diesen Schritt zu erleichtern. In NRW gibt es Fördertöpfe von 150,00 € pro kW Speicher, was sich bei einer kleinen Batterie von 6,9 kW schon deutlich im Preis bemerkbar macht.

Zuviel erzeugter Strom geht nicht verloren und kann in das öffentliche Netz eingespeist werden. Dies entlastet zusätzlich die großen Netzbetreiber und erspart uns in der Masse das eine oder andere fossile Kraftwerk. Die Umwelt dank es uns. Die Netzbetreiber bedanken sich mit ca. 8 Cent/kWatt auf das Konto des Anlagenbetreibers und kann diesen Strom an den nächsten Nachbarn direkt vermarkten. Eine WinWin Situation.

CDU Generalsekretär Paul Ziemiak machte bei der Eröffnung der Fabrik in Sachsen-Anhalt deutlich “Die Solarenergie ist einer der Garanten für den Ausbau erneuerbaren Energien”. In Thalheim entsteht die größte Produktion von Solarzellen in Europa. Derzeit speisen rund 30.000 Megawatt aus Solardächern und Feldern in das Stromnetz ein. Dies entspricht etwa 9 % der Bruttostromerzeugung. Doch ist dies nicht genug.

Je größer die Photovoltaikanlagen in den Haushalten, desto sicherer wird das vorhandene Netz für die Zukunft gerüstet sein. Deutschland wird nicht weniger Strom brauchen. Darum muß das Netz umgebaut und dezentralisiert werden. Ähnlich der Funktionsweise des Internets (viele kleine und große Provider) muß auch die Energie intelligenter werden. Möglichst viele Haushalte brauchen ein eigenen Hauskraftwerk und Photovoltaik ist ein Schlüssel dazu.

Sektorenkopplung als Ziel

Im Ergebnis wird dann die Sektorenkopplung (Verbindung von Komfortstrom, Mobilität und Wärme) das Ziel und Ergebnis von zukunftsweisender Politik sein. Von dem kleinen Balkonkraftwerk bis zur großflächigen Photovoltaikanlage reichen die Möglichkeiten. Die Technologie steht bereit, sogar Made in Germany, und selbst Speichersysteme mit kundenhandhabbaren Systemen stehen zur Verfügung.

Ich würde es begrüßen, wenn in naher Zukunft elektrisch betriebene Fahrzeuge durch die Straßen surren würden, wir den Strom vom Dach tanken könnten und beim Einkauf oder Urlaub überall schnell und bequem nachladen könnten. Wenn im Winter die Heizung nicht mehr aus dem Schornstein stinken würde, sondern über Infrarotflächen die Raumtemperatur angenehm machen würde und im Ausnahmefall von einer Wärmepumpe unterstützt werden würde.

Nun ja, dies liegt in einer fernen Zukunft. Tut es das? Nein, hier ist jeder Einzelne gefragt. Vom Balkonkraftwerk bis hin zu einer kompletten Modernisierung des eigenen Energiemanagments ist hier jeder Einzelne gefordert. Und dazu braucht es auch eine intelligente Politik. Und hier hat die CDU das Heft in der Hand. Wirtschaft und Ökologie gehören untrennbar zusammen. Dafür stehe ich im Rahmen meiner Möglichkeiten ein. Strom ist Mittel der Zukunft. Mittel und Wege gibt es zuhauf – und wir werden hier noch mehr erleben.