Die Bebauungspläne der Düsseldorfer Landesregierung treibt schon manchmal seltsame Blüten. Wobei man von richtigen Plänen eigentlich noch garnicht sprechen kann. Immerhin werden zunächst einmal mögliche Flächen ausgewiesen, die eventuell bebaut werden könnten.

Soweit so gut. Doch bei der Auswahl der Kandidaten kommen doch schon Fragen auf, aufgrund welcher Informationen hier entschieden worden ist. Bürger bekommen den Eindruck, daß hier ein Planungsbüro einen sündhaft teuren Auftrag einfach nur schlecht ausgeführt hat. Als Bürger kann man sich da nur über den Auftraggeber wundern. Kein Privatmann würde hier so leichtfertig mit Geld um sich werfen, wenn das Budget eh schon so angespannt ist.

Diesen Eindruck bekamen wir dann auch am 26.7.2019 vermittelt, als die Bügerinitiative Ratherstr/Kohlfurtherstr die Vertreter der CDU-Cronenberg und CDU-Wuppertal eingeladen hatte, sich über die Situation ein Bild zu verschaffen. Auch wenn die CDU mit den anderen Parteien in der Bezirksvertretung bereits ein einstimmiges Votum gegen die Bebauung abgegeben hatte, war den Bürgern dies nicht genug.

Die Anzahl der Teilnehmer wird auf 200 bis 300 Teilnehmer (trotz 40 Grad im Schatten und Ferien!) geschätzt. Angesichts der Weitläufigkeit des Geländes war ein genaueres Zählen nicht möglich. Allesamt waren die Teilnehmer sehr engagiert und angesichts des Themas dennoch objektiv, sachlich und ausgesprochen diszipliniert. Hier muß man den Organisatoren der BI wirklich ein Kompliment aussprechen. Durch das Programm führte eine Sprecherin der Bürgerinitiative Sylke Esser-Bruss mit Charme und sicherer Hand. Es ging hier wirklich um die Sache und nicht vermeintlich egoistische Motive. Diesselben Bürger hatte in der Vergangenheit durchaus hingenommen, daß Anschlußbebauungen durchgeführt worden sind.

Der seitliche Blick gibt schon ein Gefühl für das Gefälle

Nach einem kurzen Vorgespäch und Treffen bei der Firma Hundt ging es dann für die Politik und BI-Leitung geschlossen in zwei Etappen talwärts. Schon der erste Blick auf der halben Höhe seitwärts zeigte, wie steil das Gelände ist. Ergänzt wurde dieser Eindruck auch durch einige Fakten, die der Presse und Multiplikatoren durch Torsten Gröll (1.Vorsitzender CDU-Cronenberg) zur Verfügung gestellt worden ist. Mit Fotos und Karteninformationen incl. Höhenangaben bekam man schnell einen ersten Eindruck.

Endgültig wurde dieser Eindruck dann im Tal gefestigt. Hier konnte sich der Stellvertretende Bürgermeister Michael-G. von Wenczowsky und der Michael Müller (CDU-Stadtabgeordneter) davon überzeugen, daß hier sprudelnde Quellen mit frischem Wasser talwärts gehen (Achtung: Wir haben aktuell eine Dürreperiode und dennoch sprudelte es wirklich kräftig). Beide Politiker sind in Wuppertal und natürlich auch in Cronenberg eine feste Institution und für ihren Sachverstand grad in Sachen Bauwesen bekannt.

Im Gespräch mit einer Sprecherin der BI  Sylke Esser-Bruss
Im Gespräch mit einer Sprecherin der BI Sylke Esser-Bruss

Von Wenczowsky verweist hier auf eine eindeutige und klare Haltung auch mit den Cronenberger CDU-Parteivertretern, die geschlossen angetreten waren, um hier Bürgernähe zu leben. Torsten Gröll (1.Vorsitz), Claus Goebel (Stv. Vorsitz) und Holger Reich (Mitgliederbeauftragter) hatten bereits in der Vorbereitungsphase zur Ortsbegehung Schulterschluß gezeigt, was hier vor Ort bestätigt werden mußte. Hier ein Bauprojekt zu platzieren ist wirklich unsinnig und die Konsequenzen für die Bewohner bis tief in die Kohlfurth unabsehbar. Wasser und Schlammlawinen wären eine mögliche Folge.

Und so werden wir gemeinsam mit den Bürgern die weitern Schritte begleiten und dürfen gespannt sein, was hier am Ende rauskommen wird. Es wird einen langen Atem benötigen, aber so etwas sind wir ja gewohnt.

Cronenberg ist l(i)ebenswert !