Autor: Holger Reich

Erste Flutopfer erhalten Hilfen

Der 14. Juli 2021 ist so manch einem Wuppertaler noch sehr lebhaft in Erinnerung. Doch nicht alleine Wuppertal wurde von gewaltigen Wassermassen überschwemmt. Auch in Hagen, dem Ahrtal kamen unvorstellbar große Wassermassen und spülten innerhalb kürzester Zeit ganze Häuser weg und rissen Sachwerte und nicht zuletzt auch Menschenleben mit sich.

Lebhafte Eindrücke von der Lage zeige ich in einem kleinen Kurzfilm. Natürlich konnte ich nicht durchgehend filmen, da ich nun einmal auch selbst betroffen war und auch nachbarschaftlich helfend unterwegs war.

Zahlreiche Helfer standen bereit

Sowohl am Fluttag selber, als auch danach standen zahllose Helfer den Anwohnern zur Seite. Nachbarschaft wurde gelebt, doch auch aus dem “Dorf” und den umliegenden Stadtteilen kamen Menschen, um wirklich tatkräftig mit anzupacken. Die Feuerwehren Wuppertals waren rund um die Uhr im Einsatz. Städtische Betriebe arbeiteten sogar Sonntags, um die Müllberge zu entfernen.

Was da an Mengen bewegt wurde, war wirklich beeindruckend. Hinterließ die Wupper ja nicht nur ein paar Wasserflecken, sondern so ganz nebenbei auch zentimeterdicke Schlammschicht und es war nicht alles “Naturdünger”, sondern Öl, Benzin und sonstige Mittel, die man nicht im Fluß haben möchte.

Dank der Intervention des Bürgermeisters Rainer Spiecker und einiger anderer hilfreicher Kräfte wurde auch recht zügig ein Büro vor Ort in der Kohlfurth durch die Diakonie eingerichtet, um eine fachkundige Ansprechstelle vor Ort zu installieren. Frau Hoffmann und ihr Team hat bis heute einen Löwenanteil an Unterstützung geliefert, was nicht genug gelobt werden kann.

Doch auch die Politik war nicht untätig. So begrüßte ich mehrmals den Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt (CDU) vor Ort. Ziel war es, die große Politik auf die Not vor Ort aufmerksam zu machen – was schlußendlich auch gelang.

Jürgen Hardt (MdB) war unverzüglich und mehrfach vor Ort und hat sich als Vertreter für das Volk bewährt.

Im Ergebnis ging das Flutopferhilfegesetz dann bereits im September 2021 durch den Bundesrat und wurde mit einem Hilfspaket von 30 Milliarden Euro ausgestattet. Bis zur Auszahlung war es dann leider noch ein weiter Weg, doch nachdem die Bürger vor Ort ihre Ratsmitglieder, die Stadtspitze und sogar die Landesministerin Ina Scharrenberg (CDU) auf die mißliche Lage für die Flutopfer aufmerksam gemacht hatte, wurden jetzt endlich die ersten Zahlungen in nennenswerter Höhe geleistet.

Flutopferhilfe zeigt Wirkung

Die Soforthilfe (von maximal 3.500,00 Euro) wurde ja recht zügig ausgezahlt, doch gemessen an den Schadenshöhen von mehreren 100.000 Euro pro Haushalt natürlich nur ein “Tropfen” auf den ohnehin nassen Stein.

Doch jetzt endlich erfahren wir von den ersten Anwohnern den Eingang der Hilfszahlungen. Und da sprechen wir von 40 % der zugebilligten Leistungen, was ein nicht unerheblicher Beitrag ist. Darüber hinaus gab es auch schon Zahlungen für den Hausrat (gedeckelt auf bis zu 25.000,00 €).

Wir können über diese Lösungs- und Hilfsangebote nur dankbar sein. Sicherlich haben sich die Anwohner eine schnellere Bearbeitung gewünscht, doch angesichts der mißlichen Lage, daß die Elementarversicherungen in der Regel gekündigt worden sind, ist das Verhalten der Regierung wirklich lobenswert zu bezeichnen.

Was steht noch aus?

Aktuell stehe ich im Dialog mit Vertretern des Wupperverbandes, um die fachliche Begutachtung aus der Sicht der Profis zu erfahren. Warum konnte sich dieses Ereignis in der Größenordnung und dem Tempo so auswirken? Wo gab es Mißstände? Was kann man zukünftig besser machen? Der Hinweis auf das große Thema “Klima” greift da zu kurz und kann uns vor Ort nicht vor der nächsten Katastrophe schützen. Hierzu wird es noch eine oder mehrere Veranstaltungen in Kürze geben.

Privates Engagement von lokalen Unternehmern hat hier bereits erste Maßnahme getroffen, doch ist das nur der Anfang. Trotz angestrengter Haushaltslage muß hier gezielt in das Gewässermanagement eingegriffen werden. Begriffe wie “Schwammstadt Wuppertal” und ein verbessertes Frühwarnsystem sind da sicherlich ein Teil der Lösung.

Hier geht es nicht um parteipolitisches Profilieren, sondern um eine Bündelung aller beteiligten Kräfte, die Verantwortung übernommen haben und dieser auch gerecht werden müssen.

27 Januar – Holocaust Gedenktag

Noch gibt es Zeitzeugen und noch können wir Menschen befragen, die diese schreckliche Zeit miterleben mußten. Furchtbar ist, was Menschen Menschen antun können – und es auch getan haben.

Auch in unserem schönen Bergischen Land gibt es Orte des Erinnerns, die von dieser Zeit berichten.

Darum ist es ein gutes Zeichen, wenn wir uns auch heute noch – viele Jahrzehnte später – an die Ereignisse erinnern. Nicht um Schuldgefühle aufzuwühlen. Vielmehr ist es eine Chance zu erkenne, wozu Menschen fähig waren – und noch sind. Darum rufen wir auch zur Wachsamkeit auf. Jeder Mensch ist zu allem fähig, wenn die Umstände und Gelegenheiten dies ermöglichen. Darum dürfen wir heute mahnen, erinnern und den Blick auf unsere Zeit lenken.

Gibt es heute vielleicht ähnliche Möglichleiten, Verhältnisse, Geisteshaltungen? Dann ist es unsere heilige Pflicht dort einzuschreiten. Leid geschieht nicht alleine durch die Täter – sondern ebenso durch die Menschen, die dazu schweigen und wegschauen.

Opfer sind immer „die Anderen“ – Menschen, die man nicht versteht, kennt und schlußendlich verachtet. Doch dies darf nicht zum Alltag werden. Jeder Mensch verdient die Achtung seiner ihm verliehenen Würde. Wertschätzung ist noch nicht die Liebe, die uns das Christentum ans Herz legt, doch ist sie ein guter Anfang.

Wir wollen hinschauen, laut rufen und einschreiten, wenn Unrecht geschieht. Im Kleinen wie im Großen. Zivilcourage ist eine Aufgabe für Jedermann. In der Politik tätig oder als schlichter Wähler.

Erste Klausursitzung 2022

In Klausur zu gehen ist nichts Besonderes. gehen hier die Teilnehmer doch in die Abgeschiedenheit, um eine Sachlage zu besprechen oder mit sich (und Gott?) ins Reine zu kommen. Diesen Schritt ist die CDU Cronenberg ebenfalls gegangen.

Und so traf man sich 2022 erstmals zu eine Klausursitzung, um die Arbeit für das kommenden Jahr grundsätzlich zu besprechen. Leider machte uns die Pandemie einen Strich durch die Rechnung und so war ein verantwortungsvolles Treffen nur Online möglich. Doch so eine Pandemie kann uns nicht bremsen. Es war ein fruchtbarer und lebhafter Austausch und wie zu befürchten war: Es blieben Dinge offen.

Somit werden wir zukünftig diese Treffen wiederholen müssen und konzentriert und gemeinsam die Zukunftsgestaltung in die Hand nehmen. Wir werden das Feld nicht Anderen überlassen und unser Bestes geben, um eine menschenwürdige Politik durchzusetzen, die dem christlichen Menschenbild entspricht und so den kommenden Generationen den Weg bereiten kann.

Die CDU Cronenberg ist bereit, hier willige und befähigte Hände mit aufzunehmen, denn gemeinsam sind wir stark.

Cronenberg ist l(i)ebenswert!

Osterholz ist entschieden

Die CDU-Wuppertal bekräftigt ihre Haltung, dass die Kalkwerke Oetelshofen jedes Recht haben, das Waldgebiet Osterholz in Teilen für die Erweiterung einer Abraumhalde zu nutzen. Ein langer und intensiver Prüfungsprozess hat mit der Genehmigung durch die Bezirksregierung ein Ende gefunden.

Darüber hinaus wurden durch den „Runden Tisch Osterholz“ intensiv alle weiteren Optionen diskutiert, die eine Rodung der für die Halde vorgesehenen Waldfläche im Osterholz vielleicht noch hätten verhindern können. Leider hat diese Prüfung keine belastbaren Ergebnisse hervorgebracht, so der Kreisvorsitzende Gregor Ahlmann.

An dem „Runden Tisch Osterholz“ und weiteren Gesprächen haben Oberbürgermeister Schneidewind, Landrat Hendele, weiterhin neben den Betreibern und der Bürgerinitiative auch Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksvertretung Vohwinkel und des Rates der Stadt Wuppertal teilgenommen. Nach der gemeinsamen Presseerklärung von Schneidewind und Hendele waren die festgestellten umweltrechtlichen, zeitlichen und wirtschaftlichen Hürden für eine Alternativlösung „Neandertal“ nicht zu überwinden, und eine Verbringung in die Nachbargrube scheitert an rechtlichen Hürden sowie klar signalisiertem Desinteresse des Konkurrenten.

Die CDU Wuppertal sieht die Diskussion über Alternativlösungen damit als abgeschlossen an. Möchte man zukünftig hier einen anderen Verlauf, dann müssen Gesetze und Regelungen verändert werden. So etwas kann und muss man auch auf allen Ebenen diskutieren, auf dieses Verfahren hat das jedoch keinen Einfluss mehr.

Die Kalkwerke Oetelshofen haben in der Vergangenheit gezeigt, dass Kalkabbau und aktiver Arten- und Naturschutz kein Widerspruch sind und dass auch bei notwendigen Eingriffen freiwillig regelmäßig mehr kompensiert wurde, als gesetzlich gefordert gewesen wäre. Die CDU-Wuppertal vertraut daher dem Verantwortungsbewusstsein der Betriebsleitung, dass alle notwendigen Schritte eingeleitet werden, um die negativen Folgen für den Klima- und Naturschutz so gering wie möglich zu halten.

Die CDU ruft alle am Prozess Beteiligten dazu auf, die Ergebnisse zu akzeptieren. Eine „Endlosprüfung“ weiterer vermeintlicher Optionen suggeriert Alternativen, die es faktisch nicht mehr gibt, wird darüber hinaus dem wirtschaftlichen Interesse des Familienunternehmens nicht gerecht und gefährdet schlussendlich Arbeitsplätze. Auch das Infragestellen der Rechtmäßigkeit der Rodung führt letztlich nicht zur Deeskalation der Situation, sondern liefert interessierten Kreisen lediglich eine konstruierte Legitimation für illegale Handlungen, so Gregor Ahlmann abschließend.

Die Folgen einer Überschwemmung

oder “Folgen der Flut”

Beide Überschriften wären zulässig und doch nicht ganz korrekt. Was die Bürger Wuppertals, und da besonders die Bewohner Beyenburgs, des Morsbachtals und der Kohlfurth am 14./15. Juli 2021 erleben mußten, war wirklich einmalig. Hatte doch massiver Starkregen dafür gesorgt, daß der Wasserhaushalt Wuppertals stark in die Schieflage geraten war. Das Grundwasser stieg stark an, so daß Keller geflutet wurden oder drohten geflutet zu werden.

Zu allem Überfluß gab es dann noch zusätzlich eine Flutwelle, die wie ein Mini-Tsunami sich durch das Wupperbett drückte und Straße, Wege und Plätze flutete. Gott sei Dank gab es keine Toten zu beklagen, wie in anderen Teilen Deutschlands. Doch auch hier waren Gefahrensituationen genug, die Leib und Leben bedrohten. Auf jeden Fall gab es zusätzlichen Sachschaden, der erheblich war. PKW wurden überschwemmt und mußten als Totalschaden abgeschrieben werden. Wohl dem, der eine Vollkasoversicherung hatte. Nur Haftpflichtversicherte blieben auf ihren Kosten sitzen.

In der Kohlfurth wurden Keller komplett überflutet und im Erdgeschoß stand das Wasser etwa 60 bis 70 Zentimeter, so daß Möbel, Eßtrich und Bodenbeläge zerstört wurden. Die Evakuierten wateten durch höfthohes Wasserströme, da die Wupper unkontrolliert über die Ufer trat. Manch einer wurde per Boot gerettet. Die Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte war vorbildlich.

Unser Bürgermeister Spiecker setzte sich ein, um ein Hilfsbüro vor Ort einzurichten. Dank einer engagierten Diakonie und freiwilliger Kräfte kam dies auch unbürokratisch zustande. Zunächst in einer privaten Gartenlaube und später im Container wurde so erste Hilfen organisiert, Finanzmittel beantragt. Wirklich löblich, wie Frau Hoffmann und ihr Team hier eingesprungen sind.

Die meisten Grundbesitzer hatten keine Elementarversicherung mehr. Vorsorglich hatten die meisten Versicherer diese Option aufgekündigt, nachdem z.B. die Kohlfurth zum Überschwemmungsgebiet erklärt worden ist. Wie sollte es hier weiter gehen?

Die Bundesregierung greift ein

Jürgen Hardt, (MdB) r. und Holger Reich in der Kohlfurth

Die gute Botschaft sprach sich schnell herum. So machte der Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt (CDU) bei einem seiner Besuche vor Ort klar, daß mit einem Fluthilfegesetz zu rechnen sei, wo man mit bis zu 80% Erstattung der Flutkosten rechnen könne. Und so kam es auch. Im September passierte das Gesetz den Bundesrat.

Für die Zukunft stellte Hardt die Aufgabe, daß die neue Regierung dringend an der Gesetzeslage arbeiten müsse. Es kann nicht sein, daß Teile der Bevölkerung vom Solidarprinzip der Versicherungen ausgeschlossen sei. “Hier wurde das System bewußt ausgehöhlt” so meine Meinung.

Nach nunmehr 5 Monaten sind die ersten Anträge gestellt, von Auszahlungen hörte ich bislang noch nicht. Um Mißbrauch zu verhindern ist der Antragsweg auch nicht so, wie man es angesichts der Lage erwarten könnte. Größter Hinderungspunkt ist ein erforderliches Gutachten, welches schwierig zu bekommen ist und das Verfahren bremst.

Die Lage ist auch nicht einfach. Schnelle Hilfe geben zu wollen und gleichzeitig unrechtmäßige Anträge zu erkennen und zu verhindern ist ein schmaler Grad. So wollen wir dankbar sein, daß die damalige Regierung hier eingesprungen ist und so echte Hilfe angeboten hat.

Unterm Strich bleibt

Die schnelle und erste Hilfe der Bevölkerung war unbeschreiblich. Privatpersonen kamen zuhauf und packten mit an. Es gab kein Jammern und Klagen, sondern nur zupackende Hände, die keine Angst hatten sich schmutzig zu machen. Unternehmen sandten ihre Hilfspakete inform von belegten Brötchen, Suppen und Kuchenteilchen. Werkzeuge und Maschinen wurden kostenlos zur Verfügung gestellt. Sogar die heiß begehrten Trocknungsgeräte wurden von einer namhaften Baumarktkette kostenlos zur Verfügung gestellt. Als persönlich Betroffener kann ich bestätigen, wie schwierig es war, sich hiermit zu versorgen.

Nachbarschaftshilfe wurde groß geschrieben. Dies ist wohl auch ein Kennzeichen dieser Zeit: Auch wenn das Klima untereinander oft rauer zu werden scheint, so halten die meisten Menschen in echter Not dann doch zusammen. Ausnahmen mag es gegeben haben, doch sind diese nicht ins Gewicht gefallen.

Auch die kommunalen Kräfte kamen positiv zum Einsatz. Wann gibt es schon Straßenreinigung oder Müllentsorgung am Wochenende? ESW, WSW und Polizei machten mehr als nur ihren Job. Auch die Feuerwehren waren pausenlos im Einsatz, was besonders bei den Freiwilligen Feuerwehren nicht genug mit Dank erwähnt werden darf.

Wuppertal kann was wäre hier wohl ein gutes Motto geworden, doch dachte hier niemand an derartige markige Sprüche oder Marketingaktionen.

Ein wunder Punkt

Doch welche Rolle spielte hier der Wupperverband. Ist dieser doch der Betreiber der Wuppertalsperre und verantwortlich zuallererst für den Hochwasserschutz. Bekannt geworden ist, daß die Talsperre wohl mit 93% (und mehr?) Wasserstand zu voll gewesen war und so die Masse des Starkregens nicht aufnehmen konnte. Stattdessen wurden die Schleusen geöffnet um ein Bersten des Dammes zu verhindern.

Doch vom Wupperverband hören die Betroffenen wenig – und wenn dann nur vage Vermutungen und Pläne, was man in Zukunft besser machen wolle. Dies ist definitiv zu wenig.

Niemand will den diensthabenden Mitarbeiter kreuzigen, der hier die Schleusen öffnete. Die Ursache der Probleme dürfte da in den oberen Etagen zu suchen sein. Wurden falsche Annahmen zugrunde gelegt? Stimmen die Prozesse nicht? Wurden Wetterprognosen nicht beachtet oder falsch berechnet? Welche Wassermassen wurden in die Berechnungen einbezogen? Zulauf aus dem Umland, Zulauf aus anderen Talsperren? Wie konnte diese Flut zustande kommen und was wird konkret getan, um dies zukünftig möglichst zu verhindern?

Sicherlich ist das Thema komplex. Einfach Antworten sind hier nicht zu erwarten. Topographie, Klimawandel und Bausünden fallen hier gewiß ins Gewicht. Doch zu Schweigen wäre der falsche Weg. Dialog ist dringend erforderlich – auch wenn Corona dies erschwert, sollte hier mehr stattfinden.

Die Bewohner Beyenburgs, des Morsbachtals und der Kohlfurth schlafen seitdem nicht mehr so gut, wie vor dem Ereignis. Bei stärkerem Regen wird manch ein Bewohner unruhig und prüft die Pegel. Ist man noch sicher? Wann bekommt man hier eine Stellungnahme und Entschuldigung der Verantwortlichen? Auch sechs Monate nach der Flut kämpfen die Bewohner mit den Folgen und für Einige kommt jede Hilfe zu spät. Manches Unternehmen mußte schließen, weil die Kosten die Existenz bedrohten. Andere stehen mit dem Rücken zur Wand und kämpfen ums Überleben.

Toleranz und Schutz des Judentums

Das Judentum ist seit vielen hundert Jahren ein Bestandteil der deutschen Geschichte. Lange bevor es den Staat Israel wieder gab, lebten Juden unter uns. Nicht immer war das Zusammenleben frei von Konflikten und verachtungswürdigem Verhalten, doch heute wissen wir es besser.

Juden gehören zu Deutschland. Ihr Art zu leben und zu glauben braucht unseren Schutz und es tut gut, sich mit ihnen zu beschäftigen. Nur das Fremde macht Angst. Aus der Nähe findet man manch eine Gemeinsamkeit. Basiert das Christentum doch auf den Zusagen aus dem Alten Testament. Ohne Alten Bund gäbe es den Neuen Bund nicht.

Und so habe ich mit Freude am Chanukkafest heute teilgenommen. Das Anzünden der fünften Kerze (von insgesamt 8) wird alljährlich in den Familien und Synagogen gefeiert. Und nun auch in Wuppertal öffentlich. Welch ein schönes Signal. Nächstes Jahr soll es wieder stattfinden. Gut so. Shalom.

Was tut diese Politik schon für mich?

Diesen Vorwurf hört man leider immer öfter – und manchmal ist dieser mit viel Emotionen verbunden. Doch dazu möchte ich gerne einmal ein paar Gedanken äußern.

In Deutschland genießen wir ein hohes Maß an Freizügigkeit und jeder kann seine Meinung frei äußern. Manchmal geht diese Freiheit sogar recht weit und man wünscht sich für manch einen Meinungsäußerer einen “Maulkorb”. Doch genau dies macht unsere Freiheit aus: Spannungen auch in den unterschiedlichsten Positionen muß man aushalten und man ist gefordert sich auch mit diesen auseinander zu setzen.

Wer ist denn “die Politik”?

In Deutschland, und in Europa, werden Politiker frei von der Bevölkerung gewählt. In freien und geheimen Wahlen darf (und sollte!) sich jeder wahlberechtigte Bürger äußern und so in den unterschiedlichsten Ebenen das “Fachpersonal” aussuchen.

Allen voran sind die ehrenamtlichen Vertreter in den Bezirksvertretungen und den Stadträten. Die meisten gehen hier einem ganz normalen Beruf nach und engagieren sich für ihren Bereich. Dabei geht es konkret bereist um sehr praktische Dinge, wie Straßenbau, Kindergärten und Schulen, Kultur und zahllose Beispiele unseres gemeinsamen Zusammenlebens. Dies geschieht nicht etwa in den viel zitierten Hinterzimmern, sondern in aller Öffentlichkeit. Die Sitzungen der Bezirksvertretungen und des Rates sind öffentlich und für Jedermann zugänglich. In Wuppertal werden Ratssitzungen bereits im Internet gestreamt (https://www.wuppertal.de/ratstv) und archiviert, um dort noch mehr Bürgernähe zu pflegen.

In der nächsten Ebene finden wir dann die Berufspolitiker im Landtag und zuletzt auch im Bundestag. Hier geht es dann um allgemeine politische Richtungen. So kümmern sich diese Politiker auch um Gesundheit, internationale Kontakte und Verbindungen und Gesetze.

Was hat das mit mir zu tun?

Diese politischen Mandatsträger beeinflussen unseren Alltag mehr, als uns manchmal bewußt ist. Verkehrsplanungen steuern unsere Reisewege, Gesetze bestimmen zum Teil die Qualitätssicherung unserer Ernährung und somit Gesundheit, Justiz sichert unsere freiheitliche Grundordnung und versucht bei aktuellen Entwicklungen nachzuregeln.

Und in all dem muß man nicht auf “die da oben” verweisen und sich beschweren. Jeder Bürger kann hier mitmachen. Es geht hier um mehr, als nur alle “Jubeljahre” sein Kreuzchen zu machen. Bürgermeinung ist gefordert und wird gerne gehört. Bürger können sich an “ihren” Politiker wenden und erhalten im besten Fall auch eine Rückmeldung.

Politik lebt vom Dialog

Aus diesem Grund pflegen Politiker auch ihre Stammtischtreffen, Bürgergespräche und Bürgersprechstunden. Natürlich gibt es zahllose Sitzungen, Ausschüsse und Aufsichtsräte, die ihre Aufmerksamkeit fordern, doch darüber darf ein Politiker nicht den Kontakt zur Basis verlieren.

Ich kann hier nur Mut machen, diese Möglichkeit zu nutzen. Nicht jeder Politiker hat auf jede Frage die perfekte Antwort. Doch genau dazu gehrt halt auch der Dialog: Auch Politiker müssen sich “schlau machen” und in neue Themen einarbeiten. Wenn dazu die Bürger sich dann äußern, dann findet lebendige Demokratie statt. Voneinander lernen ist ein ständiger Prozeß. Und genau das macht unser Miteinander aus.

Und z u guter Letzt gibt es auch die Möglichkeit, sich selbst einzubringen. MItgliedschaft in einer politischen Partei ist hier ein guter Weg, Anteil zu nehmen und aktuelle Informationen zu erhalten. Oder auch sich selbst in Gremien einzubringen und so Politik zu einem “Hobby” zu machen und Gesellschaft zu prägen. Hier werden immer sachkundige Bürger gesucht oder Experten für die unterschiedlichsten Themen. Arbeitsgruppen und Gesprächskreise und nicht zuletzt auch Stammtische sind durchaus schon ein prägender Teil der politischen Willensbildung und helfen, hier zeitgemäß, pragmatisch und bodenständig zu bleiben.

Zu guter Letzt

Schlußendlich darf man eben nicht vergessen: Politiker sind auch nur Menschen und haben ihre Eigenarten. Und nicht zuletzt gibt es zu jeden Thema eine Vielzahl an unterschiedlichste Meinungen. Und genau das macht Demokratie aus. In diesem Spannungsfeld werden wir uns immer bewegen. Wettbewerb der Meinungen ist das Elixier, welches uns antreibt und prägt. Lassen sie uns streiten und das Beste für uns alle suchen.

Dafür stehe ich: Fair, klar und ehrlich.

Das Ende des Kommissars

Seit dem Mai des letzten Jahres dufte ich die Geschicke der CDU Cronenberg als kommissarischer Vorsitzender führen. Insgesamt lief es doch recht gut. Gut genug, daß ich gestern in der ordentlichen Mitgliederversammlung zum Vorsitzenden gewählt worden bin. Angesichtes der regen Beteiligung an Mitgliedern ein überraschend einmütiges Ergebnis. 100 % sind da verdächtig einmütig; doch es gab keine “Geschenke oder Bedrohungen” 😉

Insgesamt wurden die Würfel neu gemischt. Viele neue und vor allem jüngere Vorstandsmitglieder wurden ins Amt gehoben. Alle Vorschläge wurden auch angenommen. Nicht immer mit 100%, doch mit deutlichem Votum. Das macht mir Mut, die Themen der Zukunft gemeinsam zu bearbeiten. Neumitglieder und Arbeitsgruppen werden vermehrt zum Einsatz kommen. Bürgernähe wird zum Partei-Gen gehören, wie es sich gehört.

Die enge Kooperation mit den Vertretern der Bezirksvertretung und dem Stadtrat wird fortgesetzt. Kommunikation ist das Schlüsselwort. Nicht zuletzt die Kommunikation mit den Bürgern, die ja nicht alle der CDU angehören wird unser Klima zunehmend dominieren.

Ich fühle mich geehrt mit diese Leuten gemeinsam arbeiten zu dürfen und wünsche uns allen Gelingen und auch Freude bei den manchmal komplexen Themenarbeiten.

Mitglieder des Vorstandes
Ein starkes Team für die Zukunft

vlnr: 
Charlotte Dworzak (Mitgliederbeauftragte)
Andreas Richter (Beisitzer)
Frank Uhlemeyer (Beisitzer)
Holger Reich (Vorsitzender)
Alexej Hundt (Stellvertretender Vorsitzender)
Isabelle von Wenczowsky (Schriftführerin)
Dr. Klaus Ditgens (Beisitzer)
Thomas Aurich (Beisitzer) nicht auf dem Bild

Politik greift sich an eigene Nase

Vom “Hohle forderungen aufstellen” und leeren Phrasen halte ich persönlich nicht viel – um nicht zu sagen: Nichts. Auch und grade im eigenen Umfeld versuche ich mit Verantwortung für meine Kinder und Enkel mein Leben zu gestalten.

Natürlich habe ich nicht auf alles eine Antwort; doch ein paar Themen habe ich intensiver untersucht: Energiewende, Sektorenkopplung und Verkehr gehören sicherlich dazu. Auch ist mir bewußt, daß ich nicht alleine “die Welt retten” kann und selbst wenn ganz Deutschland alle täte, wäre es nicht genug. Doch nichts zu tun ist keine Option.

Darum betreibe ich auf meinem Dach eine Photovoltaikanlage (die noch ausbaufähig ist), im Keller ein Hauskraftwerk mit Speicher und nun kommt das erste Modul der Sektorenkopplung hinzu; Mein E-Auto.

Exkurs: Unter Sektorenkopplung versteht man die Verknüpfung von Photovoltaik für den Eigenbedarf, Mobilität und Wärme. Überall also regenerative Energieversorgung, Dezentralisierung und Autarkie.

Mit einem Stromverbrauch von 13 bis 14 kW/100 km fahre ich günstig und im Idealfall mit dem Strom vom eigenen Dach direkt in den Speicher des PKW. Ich fahre sehr gerne mit meinem Rad und erledige so manches auf diese Weise. Doch einen PKW brauche ich auch (noch). Leider ist der ÖPNV noch nicht so gut ausgebaut und alternative Transportmöglichkeiten noch recht jung in den Kinderschuhen.

Ich denke da an ein ausgebautes Netz an Car-Sharing ebenso, wie Taxen “on demand”, die man zu jeder Zeit rufen kann und schnell mal eben einen Dienstweg erledigen kann. Warum sollte ein Auto auch den ganzen Tag herumstehen? Aber dies liegt in der Fläche noch im Bereich der Träume, doch erste Anfänge (u.a. durch die WSW) lassen hoffen.

Gleichzeitig wäre ein Ausbau der Ladeinfrastruktur wesentlich für eine intelligent Versorgung. Da wäre z.B. auch die Versorgung mit Strom während des Einkaufs durchaus ein Ziel. Natürlich muß dieser dann per Photovoltaik über einen Speicher dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. Hier gibt es schon sehr gute Beispiele, die funktionieren.

Jedenfalls habe ich ein stückweit meine Ziele fixiert und werden weiterhin “die Schöpfung bewahren” und unser aller Erbe verteidigen.

Wuppertaler EAK Vorstand

Der EAK hat sich neu aufgestellt.

Am letzten Freitag, den 29.10.2021, fand die Mitgliederversammlung des EAK Wuppertal (Evangelischer Arbeitskreis) mit Neuwahlen des Vorstands statt. Als Referent und Wahlleiter führte Arne Moritz, Bürgermeister der Stadt Lippstadt und EAK Landesvorstandsmitglied, durch den Abend.

Das C in unserer Partei wieder mehr in den Mittelpunkt stellen, unterschiedliche Positionen zu Einen und starke Impulse in die Partei zu geben, haben sich die Anwesenden für die nächsten 2 Jahre vorgenommen.

Im neuen Vorstand wurden der Vorsitzende Stefan Zahn und sein Stellvertreter Dirk Mueller mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt. Frau Eva Rösener übernimmt ebenfalls die Stellvertretung des Vorsitzenden und Erhard Buntrock ist der neue Schriftführer im Vorstand. Als Beisitzer wurden gewählt: Jörn Blondrath, @Klaus Hecht, Holger Reich, @Christiane Sippel und @Heinz Wagner.

Weitere Infos unter