Monat: November 2021

Was tut diese Politik schon für mich?

Diesen Vorwurf hört man leider immer öfter – und manchmal ist dieser mit viel Emotionen verbunden. Doch dazu möchte ich gerne einmal ein paar Gedanken äußern.

In Deutschland genießen wir ein hohes Maß an Freizügigkeit und jeder kann seine Meinung frei äußern. Manchmal geht diese Freiheit sogar recht weit und man wünscht sich für manch einen Meinungsäußerer einen “Maulkorb”. Doch genau dies macht unsere Freiheit aus: Spannungen auch in den unterschiedlichsten Positionen muß man aushalten und man ist gefordert sich auch mit diesen auseinander zu setzen.

Wer ist denn “die Politik”?

In Deutschland, und in Europa, werden Politiker frei von der Bevölkerung gewählt. In freien und geheimen Wahlen darf (und sollte!) sich jeder wahlberechtigte Bürger äußern und so in den unterschiedlichsten Ebenen das “Fachpersonal” aussuchen.

Allen voran sind die ehrenamtlichen Vertreter in den Bezirksvertretungen und den Stadträten. Die meisten gehen hier einem ganz normalen Beruf nach und engagieren sich für ihren Bereich. Dabei geht es konkret bereist um sehr praktische Dinge, wie Straßenbau, Kindergärten und Schulen, Kultur und zahllose Beispiele unseres gemeinsamen Zusammenlebens. Dies geschieht nicht etwa in den viel zitierten Hinterzimmern, sondern in aller Öffentlichkeit. Die Sitzungen der Bezirksvertretungen und des Rates sind öffentlich und für Jedermann zugänglich. In Wuppertal werden Ratssitzungen bereits im Internet gestreamt (https://www.wuppertal.de/ratstv) und archiviert, um dort noch mehr Bürgernähe zu pflegen.

In der nächsten Ebene finden wir dann die Berufspolitiker im Landtag und zuletzt auch im Bundestag. Hier geht es dann um allgemeine politische Richtungen. So kümmern sich diese Politiker auch um Gesundheit, internationale Kontakte und Verbindungen und Gesetze.

Was hat das mit mir zu tun?

Diese politischen Mandatsträger beeinflussen unseren Alltag mehr, als uns manchmal bewußt ist. Verkehrsplanungen steuern unsere Reisewege, Gesetze bestimmen zum Teil die Qualitätssicherung unserer Ernährung und somit Gesundheit, Justiz sichert unsere freiheitliche Grundordnung und versucht bei aktuellen Entwicklungen nachzuregeln.

Und in all dem muß man nicht auf “die da oben” verweisen und sich beschweren. Jeder Bürger kann hier mitmachen. Es geht hier um mehr, als nur alle “Jubeljahre” sein Kreuzchen zu machen. Bürgermeinung ist gefordert und wird gerne gehört. Bürger können sich an “ihren” Politiker wenden und erhalten im besten Fall auch eine Rückmeldung.

Politik lebt vom Dialog

Aus diesem Grund pflegen Politiker auch ihre Stammtischtreffen, Bürgergespräche und Bürgersprechstunden. Natürlich gibt es zahllose Sitzungen, Ausschüsse und Aufsichtsräte, die ihre Aufmerksamkeit fordern, doch darüber darf ein Politiker nicht den Kontakt zur Basis verlieren.

Ich kann hier nur Mut machen, diese Möglichkeit zu nutzen. Nicht jeder Politiker hat auf jede Frage die perfekte Antwort. Doch genau dazu gehrt halt auch der Dialog: Auch Politiker müssen sich “schlau machen” und in neue Themen einarbeiten. Wenn dazu die Bürger sich dann äußern, dann findet lebendige Demokratie statt. Voneinander lernen ist ein ständiger Prozeß. Und genau das macht unser Miteinander aus.

Und z u guter Letzt gibt es auch die Möglichkeit, sich selbst einzubringen. MItgliedschaft in einer politischen Partei ist hier ein guter Weg, Anteil zu nehmen und aktuelle Informationen zu erhalten. Oder auch sich selbst in Gremien einzubringen und so Politik zu einem “Hobby” zu machen und Gesellschaft zu prägen. Hier werden immer sachkundige Bürger gesucht oder Experten für die unterschiedlichsten Themen. Arbeitsgruppen und Gesprächskreise und nicht zuletzt auch Stammtische sind durchaus schon ein prägender Teil der politischen Willensbildung und helfen, hier zeitgemäß, pragmatisch und bodenständig zu bleiben.

Zu guter Letzt

Schlußendlich darf man eben nicht vergessen: Politiker sind auch nur Menschen und haben ihre Eigenarten. Und nicht zuletzt gibt es zu jeden Thema eine Vielzahl an unterschiedlichste Meinungen. Und genau das macht Demokratie aus. In diesem Spannungsfeld werden wir uns immer bewegen. Wettbewerb der Meinungen ist das Elixier, welches uns antreibt und prägt. Lassen sie uns streiten und das Beste für uns alle suchen.

Dafür stehe ich: Fair, klar und ehrlich.

Das Ende des Kommissars

Seit dem Mai des letzten Jahres dufte ich die Geschicke der CDU Cronenberg als kommissarischer Vorsitzender führen. Insgesamt lief es doch recht gut. Gut genug, daß ich gestern in der ordentlichen Mitgliederversammlung zum Vorsitzenden gewählt worden bin. Angesichtes der regen Beteiligung an Mitgliedern ein überraschend einmütiges Ergebnis. 100 % sind da verdächtig einmütig; doch es gab keine “Geschenke oder Bedrohungen” 😉

Insgesamt wurden die Würfel neu gemischt. Viele neue und vor allem jüngere Vorstandsmitglieder wurden ins Amt gehoben. Alle Vorschläge wurden auch angenommen. Nicht immer mit 100%, doch mit deutlichem Votum. Das macht mir Mut, die Themen der Zukunft gemeinsam zu bearbeiten. Neumitglieder und Arbeitsgruppen werden vermehrt zum Einsatz kommen. Bürgernähe wird zum Partei-Gen gehören, wie es sich gehört.

Die enge Kooperation mit den Vertretern der Bezirksvertretung und dem Stadtrat wird fortgesetzt. Kommunikation ist das Schlüsselwort. Nicht zuletzt die Kommunikation mit den Bürgern, die ja nicht alle der CDU angehören wird unser Klima zunehmend dominieren.

Ich fühle mich geehrt mit diese Leuten gemeinsam arbeiten zu dürfen und wünsche uns allen Gelingen und auch Freude bei den manchmal komplexen Themenarbeiten.

Mitglieder des Vorstandes
Ein starkes Team für die Zukunft

vlnr: 
Charlotte Dworzak (Mitgliederbeauftragte)
Andreas Richter (Beisitzer)
Frank Uhlemeyer (Beisitzer)
Holger Reich (Vorsitzender)
Alexej Hundt (Stellvertretender Vorsitzender)
Isabelle von Wenczowsky (Schriftführerin)
Dr. Klaus Ditgens (Beisitzer)
Thomas Aurich (Beisitzer) nicht auf dem Bild

Politik greift sich an eigene Nase

Vom “Hohle forderungen aufstellen” und leeren Phrasen halte ich persönlich nicht viel – um nicht zu sagen: Nichts. Auch und grade im eigenen Umfeld versuche ich mit Verantwortung für meine Kinder und Enkel mein Leben zu gestalten.

Natürlich habe ich nicht auf alles eine Antwort; doch ein paar Themen habe ich intensiver untersucht: Energiewende, Sektorenkopplung und Verkehr gehören sicherlich dazu. Auch ist mir bewußt, daß ich nicht alleine “die Welt retten” kann und selbst wenn ganz Deutschland alle täte, wäre es nicht genug. Doch nichts zu tun ist keine Option.

Darum betreibe ich auf meinem Dach eine Photovoltaikanlage (die noch ausbaufähig ist), im Keller ein Hauskraftwerk mit Speicher und nun kommt das erste Modul der Sektorenkopplung hinzu; Mein E-Auto.

Exkurs: Unter Sektorenkopplung versteht man die Verknüpfung von Photovoltaik für den Eigenbedarf, Mobilität und Wärme. Überall also regenerative Energieversorgung, Dezentralisierung und Autarkie.

Mit einem Stromverbrauch von 13 bis 14 kW/100 km fahre ich günstig und im Idealfall mit dem Strom vom eigenen Dach direkt in den Speicher des PKW. Ich fahre sehr gerne mit meinem Rad und erledige so manches auf diese Weise. Doch einen PKW brauche ich auch (noch). Leider ist der ÖPNV noch nicht so gut ausgebaut und alternative Transportmöglichkeiten noch recht jung in den Kinderschuhen.

Ich denke da an ein ausgebautes Netz an Car-Sharing ebenso, wie Taxen “on demand”, die man zu jeder Zeit rufen kann und schnell mal eben einen Dienstweg erledigen kann. Warum sollte ein Auto auch den ganzen Tag herumstehen? Aber dies liegt in der Fläche noch im Bereich der Träume, doch erste Anfänge (u.a. durch die WSW) lassen hoffen.

Gleichzeitig wäre ein Ausbau der Ladeinfrastruktur wesentlich für eine intelligent Versorgung. Da wäre z.B. auch die Versorgung mit Strom während des Einkaufs durchaus ein Ziel. Natürlich muß dieser dann per Photovoltaik über einen Speicher dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. Hier gibt es schon sehr gute Beispiele, die funktionieren.

Jedenfalls habe ich ein stückweit meine Ziele fixiert und werden weiterhin “die Schöpfung bewahren” und unser aller Erbe verteidigen.