Monat: März 2021

Vorboten der Bundestagswahlen

Am 30.03.2021 stellte die CDU Cronenberg die Weichen für ihren Bundestagswahlkampf 2021. In der Mitgliederversammlung wurden zunächst die wahlberechtigten Mitglieder gewählt. Unter strengen Corona-Auflagen wurde diese Versammlung gemeinsam mit der CDU Ronsdorf veranstaltet. Natürlich gab es zwei eigenständige Veranstaltungen, die aber parallel in Ronsdorf stattfinden konnten.

Zum Versammlungsleiter für die CDU Cronenberg stellte sich der Bürgermeister und Stadtverordnete Rainer Spiecker zur Verfügung, der souverän und zügig den Ablauf steuerte.

Die 4 gewählten Kandidaten für die Nominierung des Bundestagskandidaten sind

  1. Holger Reich,
  2. Nadine Tillmann-Jung,
  3. Dr. Klaus Ditgens und
  4. Alexej Hundt.

Ersatzkandidaten sind Michaela Reich und Günter Groß.

Einstimmigkeit ist Trumpf

Mit einer schönen Einstimmigkeit fiel die Wahl unseres Bundestagsbewerbers aus. Alle freuen sich auf den aktuellen Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises 102 Jürgen Hardt, der hier im Kreis bestens engagiert und vernetzt ist. Wir schätzen uns glücklich, hier einen hervorragenden Kandidaten bennen zu dürfen. Am 17.4.2021 wird dieser dann offiziell aufgestellt und voraussichtlich gewählt werden.

Oberheidter Straße – Wohnraumfrage

Cronenberg-Sudberg

Aktuell ist der Bereich der Oberheidter Straße 67a bis 77 noch als Gewerbegebiet ausgewiesen. Bislang wurde das Gelände von der Sägenfakrik Carl Baier GmbH genutzt. Nun aber sollen hier mehrere Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen. Zugänge über Häuschen/Häusgenbusch und Emanuel-Felke-Straße. Doch dazu muß der Bebauungsplan geändert, die vorhandenen Hallen abgerissen werden.

Warum dieser Vorstoß entgegen dem einhelligen Votum (eine Enthaltung) der Cronenberger Bezirksvertretung im Februar 2019 unternommen wurde, läßt sich nicht unbedingt schlüssig erklären. Bereits im September 2019 hat der Stadtentwicklungsausschuß hier sich gegen den Entscheid des Stadtteilparlamentes ausgesprochen.

Nun haben wir ein Verfahren für die Änderung des Bebauungsplanes, der nahezu ganz Cronenberg massiv beeinflussen würde. Sollten hier tatsächlich Wohnbebauung entstehen, dann wäre der Einfluß auf Cronenberg in mehrfacher Hinsicht gravierend. Zum Einen hätten wir keine Arbeitsplätze mehr im Dorf, die sich hier ansiedeln könnten. Und Ziel ist es doch, schon alleine aus ökologischer Sicht, Wohnen und Arbeiten näher zueinander zu bringen. Croneberg darf kein Schlafzimmer werden, wo bestenfalls noch am Wochenende “etwas los”.

Das zweite Argument ist, daß hier ein deutlicher Anstieg der Verkehrs zunehmen würde, den die Ortsmitte, und dort müssen dann alle durch, kollabieren ließe. Bei der Annahme von 40 Wohneinheiten kann man leicht mit 100 bis 120 PKW zusätzlich rechnen, die morgens und abends sich durch den Ortskern quälen müßten. Dies wäre bei eine gewerblichen Nutzung etwas entspannter. Lieferverkehrs findet tagsüber statt. Mitarbeiter wohnen im Idealfall “nebenan” (oder zumindest im Ort) und kommen zufuß oder mit dem Rad.

Nicht ganz uneingennützig sieht die CDU Cronenberg auch als großer Einzahler in der Gewerbesteuer einen Mehrwert für den strapazierten Finanzhaushalt der Stadt. Dieses “Pfund” sollten wir uns nicht verbauen, nur um ein paar Immobilien zu versilbern und dann auf den Folgekosten sitzen zu bleiben.

Wir stimmten als Partei, BV-Vertreter und Ratsmitglied gegen eine Änderung in Wohnbebauung. Wir sollten eine Gewerbefläche nicht ohne Not aufgeben. Dieser Vorstoß sollte gestoppt werden und zugunsten des Stadtbezirkes betrachtet und entwickelt werden.

Wir bleiben im Dialog!

Fotos: Screenshot aus Bauleitplan der Stadt Wuppertal

Faktenlage: Die aktuelle Planung ist einsehbar unter www.wuppertal.de/bauleitplaene/ und auch im Foyer des Rathauses (Barmen). Termine für Erklärungen mit den Planerinnen sind unter 0202-563-6496 und -4809 abzustimmen. Stellungnahmen bitte an bauleitplaene@stadt.wuppertal.de . Auf die Einhaltung der Hygienevorschriften ist zu achten.

Aufruf zu mehr Menschlichkeit

Seit dem 01. März 2021 ist nun also Wuppertal offiziell eine Hafenstadt. Der Rat hat es besprochen und der Rat hat es beschlossen. Klingt zunächst einmal seltsam, ist aber so.

Doch hat dieser Beschluß einen durchaus ernsten Hintergrund. Die demokratischen Parteien im Rat der Stadt Wuppertal haben sich zu diesem Beschluß durchgerungen, weil es hier um gelebte Nächstenliebe und Barmherzigkeit geht. Viele Deutschen fühlen sich dem christlichen Glauben auch heute noch verbunden, was sicherlich unterschiedlich definiert wird.  Doch das Beispiel des „Barmherzigen Samariters“ (Lukasevangelium Kapitel 10) ist wohl fast jedem Deutschen bekannt. Im Ergebnis vereinfacht gesagt, geht es darum, dem Nächsten zu helfen, wenn er in Not geraten ist.

Darum wurde Wuppertal, im Verbund mit aktuell 234 anderen, deutschen Städten, zu einem „Sicheren Hafen“ für Flüchtlinge erklärt.

Dabei ist dem Rat nicht die Spannungsbandbreite, die dieses Thema mit sich bringt entgangen. Die Gegner sprachen dort von „Wirtschaftsflüchtlingen“. Im Ernst. Wann gab es Flüchtlingsströme, die nicht von Hunger und Armut begleitet wurden? Dazu müssen wir nicht einmal in die große Weltgeschichte schauen. Gab es doch auch vor nicht allzu langer Zeit Flüchtlingsströme aus Siebenbürgen, Sudentenland etc. die oft dramatischen Fluchtalltag erleben mußten – und nicht selten diesen nicht überlebten. Man kann heute noch die Eltern und Großeltern befragen und dabei ein Stück Geschichte aus erster Hand erfahren.

Auch die dramatischen Warnungen vor „einer Flut an Kriminellen“ wurden angehört. Und dennoch haben wir unser Wuppertal vor den Flüchtlingen nicht verschlossen. Natürlich kommen dort Menschen aus anderen Hintergründen. Kulturell, religiös und wirtschaftlich lebten diese Menschen in vollkommen anderen Verhältnissen. Und es kommen nicht nur die Edlen und gut gebildeten Neubürger. Auch Kriminelle mischen sich unter die Menge und suchen hier Fuß zu fassen. Doch sollen wir deswegen unser Herz verschließen vor bitterer Armut und Not?

Die Antwort auf diese Frage ist doch recht einfach. Natürlich müssen wir hier auch „Kante zeigen“. Konsequente Strafverfolgung tut Not. Unsere Einsatzkräfte müssen entsprechend geschult und ausgestattet werden, um Kriminelle zu identifizieren, dingfest zu machen und der Gerichtsbarkeit zuzuführen. Und dann muß unser Rechtssystem greifen und die Urteile zügig aussprechen und umsetzen, was unser System vorsieht. Wir fangen doch nicht bei Null an, unser Rechtssystem gehört heute schon zu den Besten dieses Erdenrunds. Verbesserungsbedarf gibt es da immer und wir müssen daran arbeiten. Doch Hartherzigkeit gegenüber Notleidenden ist keine Option eines Christen (und auch nicht eines Humanisten).

Dieser Signalbeschluß ist auch kein starres Konstrukt. Er ist ein Signal für mehr Menschlichkeit. Notleidende werden gerne aufgenommen und als Gäste behandelt. Gastfreundschaft ist auch heute noch ein hohes Gut, das gelebt werden will. Gerne geben wir einen Teil unseres Wohlstandes ab, lehren Sprache und Kultur und Werte.

Bei all der Hilfeleistungen werden wir natürlich nicht vergessen, hier mit Augenmaß und vernünftiger Großzügigkeit dem Vorbild des „Barmherzigen Samariters“ zu folgen und so dem Namen des gelebten Christen eine Ehre zu sein. Eine ausschließliche Abschottungspolitik ist für uns keine Option.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen wir die Packungsbeilage (d.h. das Herstellerhandbuch, auch Bibel genannt)