Monat: November 2019

Erfolgskontrolle und Bewertungen

Nicht nur in der Politik werden Erfolge (oder Mißerfolge) gemessen und geprüft, ob man ein Ziel erreicht hat. Dies ist sicherlich auch ein Kennzeichen für eine professionelle Arbeitswiese – kann aber auch auf Verbesserungsbedarf hinweisen oder ein “Feintuning” angestrebter Ziele aufdecken.

Was letztendlich Erfolg ist, kann man nicht immer eindeutig mit Zahlen belegen oder messen. Immerhin gibt es auch subjektive Größen, wie Zufriedenheit oder so etwas wie Work-Life-Balance, die hier eine Bewertung und Maßstab liefern können.

Was bislang geschah

Ende Juni 2019 wurde ich vom Ortsverband der CDU Cronenberg zum Mitgliederbeauftagten und Beisitzer in den Vorstand gewählt. Dieses Amt ist explizit in der Satzung ausgewiesen. Der Mitgliederbreauftragte muß hierbei einzeln gewählt werden. Es ist sicherlich eine Ehre, aber auch Verpflichtung und Arbeit. Im Laufe der Zusammenarbeit stellte sich heraus, daß auch der Bereich der Öffentlichkeitsarbeit noch verbesserungsbedürftig ist und so übergab mir der Vorstand auch noch die Verantwortung des Arbeitsbereich Öffentlichkeitsarbeit (Pressesprecher).

Man könnte jetzt denken, ich hätte einen 48 Stundentag und sei so etwas wie Supermann. Weit gefehlt. Darum bin ich auf der Suche nach Menschen, die hier fachkundig und engagiert unterstützen können. Einige Dinge kann und muß man lernen, doch gibt es die Chance, sich hier in weiten Bereichen einzubringen und sich weiter zu entwickeln. Und im Allgemeinen ist ein Team immer erfolgreicher, als eine Ein-Mann-“Show”. 😉

Erste Projekte

Projekt EINS

Zunächst gab und gibt es reichlich Arbeit innerhalb der Partei. Mitgliederkontakte pflegen, diese in die Themen einzubinden und Impulse aufnehmen ist nur EIN Bereich. Immerhin steht der Mensch im Fokus der Aufmerksamkeit.

Zunächst wurde die CDU Croneberg “digitaler”. In den sozialen Medien wurden Profile erstellt und diese regelmäßig aktualisiert. Hier bekomme ich auch mittlerweile Unterstützung, die aber noch ausbaufähig ist. Bei Interesse darf man mich gerne ansprechen und wir schauen, was so möglich ist.

https://www.facebook.com/cdu.cronenberg/
Ein Weg in die digitale Welt ist über Facebook. Hier erreichen wir die noch jungen Menschen, die für sich das Internet entdeckt haben. leider ist es nicht so einfach, hier auf die erforderliche Netiquette zu hoffen, doch mit ein wenig Aufmerksamkeit haben wir es bislang recht gut hinbekommen und von “Verbalakrobaten” zu schützen u nd so eine vernünftige Kommunikation mit Besuchern zu sichern.

Projekt ZWEI

Ein wichtiges Standbein für die Öffentlichkeit ist sicherlich der Kontakt zur regionalen Presse. Dies ist eine spannende Symbiose. Die Presse will berichten und sucht Themen und wir wollen unsere Themen in die Öffentlichkeit tragen. Darum ist es besonders wichtig, hier eine gemeinsame Sprache zu finden und Vertrauen aufzubauen.

Presseleute sind i.d.R. von Natur aus kritisch und hinterfragen mit einem gesunden Mißtrauen jede Information. Ihr Job basiert ja auch auf Recherche und definiert sich nicht als Werbeträger irgend einer Denkrichtung. Wie in jeder Beziehung bedarf es an Aufmerksamkeit und aktiver Pflege durch beide Seiten. Und eine Pause gibt es da nicht 🙂

Projekt DREI

Offiziell nennt man es das Bauvorhaben P34 und ist allgemein bekannter aus Bauvorhaben Rather Straße. Dies war mein erstes, politisches Projekt mit spürbarer und regionaler Öffentlichkeitsbeteiligung. In Kooperation mit dem Vorstand, der Fraktion und zuletzt dem Bundestagsabgeordneten Jürgen Hhttps://www.juergenhardt.de/ardt stimmten wir in die Beschwerde der Bürgerinitiative ein. Dabei ging es garnicht um grundsätzliche Bauverhinderung, doch dieses kleine Stück Natur war aus zahlreichen Grunden sachlich einfach ungeeignet und wurde zu guter Letzt dann auch vom Rat der Stadt Wuppertal aus der Liste der potentiellen Baugrundstücke entfernt. Schön zu erleben war die Geschlossenheit der Parteien innerhalb Cronenbergs zu diesem Thema. So macht man Sachpolitik mit und für den Bürger.

Wir durften mit großeer Freude und Einsatz hautnah erleben, daß wir im Meinungsfindungsprozeß meßbar mitwirken konnten.

Projekt VIER

Eine (beinahe) never ending story ist unser Kampf um die Schule in der Bergerhauser Straße. Das denkmalgeschütze Gebäude hat eine lange Geschichte – nach der Schließung als Schule allerdings wenig ruhmreich. Durch Versäumnisse der verwaltung in Sachen Instandhaltung ist das Gebäude in einem desolaten Zustand. Und jetzt soll es mal eben verkauft werden. Dabei drängen wir schon seit Jahren darauf, hier den alten Barockbau eienr neuen Bestimmung zuzuführen.

Eine Nutzungsmöglichkeit wäre es, hier die Feuerwache mit Wohnungen für die Feuerwehrleute zu installieren. Doch auf allen Ebenen wird hier gemauert. Hier ist wohl weiterhin ein langer Atem gefragt. Wir bleiben dran.

Projekt Fünf

Dieses Projekt ist eine lange Liste mit seeeehr vielen Punkten, die zum Teil fast erledigt sind oder noch angegfaßt werden müssen. Doch wie sagt der Volksmund? Die Länge trägt die Last …

(Zwischen)-Fazit

Bislang habe ich es noch nicht bereut, dieses Ehrenamt ergriffen zu haben. Es ist nicht leicht, denn es ist Arbeit, doch kann ich so vielleicht etwas dazu beitragen, um diese Welt ein kleines Stück besser zu machen.

Darüber hinaus gab und gibt es immer wieder zahlreiche Firmenbesuche, Sitzungen, Besprechungen und Veranstaltung, bei denen man gefordert ist. So besuche ich regelmäßig die Sitzungen der Bezirksvertretung und so oft es geht die, des Stadtrates. Langeweile kommt nicht auf, eher im Gegenteil. Doch es macht Freude, man lernt neue Menschen kennen und Cronenberg wächst mir immer mehr ans Herz. Der Menschschlag ist denen aus dem “Pott” – wo meine Wurzeln liegen – nicht unähnlich.

Warum ich mich für die CDU entschieden habe

Ein paar ganz private und persönliche Worte

Aktuell bin ich 60 Jahre alt und ebenso lange war ich ein eher unpolitscher Mensch – zumindest was Parteipolitik angeht. Ich ging seit meinem 18ten Lebensjahr brav zu den Wahlen. Zuerst einmal SPD (weils der Papa als Bergmann – ja auch wohl machte) und dann meistens CDU, als das geringere Übel. Meckern ohne zu wählen war mir immer schon zu wenig. Beruf und familie ließen wenig Zeit für parteipolitisches Engagement. Dann aber trat ich nach intensivem Abwägen im März 2018 der CDU bei und treffe des Öfteren seitdem auf ungläubige Gesichter.

“Wie kann man sich nur für die CDU entscheiden?” oder “Willst du sich wirklich mit den Alten identifizieren?” oder “Bist du nicht zu jung, um hier deine Energie einbringen zu wollen?” – so oder so ähnlich prallte ich auf manch eine Frage. Wobei mir auffiel, daß hier die CDU oft mit der SPD in einem Atemzug genannt worden ist. Parteipolitik genießt oft keinen guten Ruf.

Wie alles begann

Am Anfang stand bei mir ein Gefühl der Unzufriedenheit mit “denen da oben”. Ein Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber den großen Entscheidungen, die vornehmlich in Berlin getroffen worden sind.

Einzelne Richtungsentscheidungen und der eine oder andere Skandal hinterließen ein Geführl der Ohnmacht. Doch sollte das nicht so bleiben. Immerhin gab es in der Nachkriegsjahren durchaus auch Politiker, deren Wirken sich positiv auf unser Miteinander auswirkte. Dem will ich nachstreben.

Früher war nicht alles besser

Ich gehöre zu der Generation, die noch in den Ruinen des (hoffentlich) letzten Weltkrieges spielten. Was wir als Kinder dort fanden, war keine heile Welt – und dennoch spielten wir mit allem, was uns in die Finger kam. Manches läßt mich heute noch erschaudern, wenn ich denke, meine Enkel täten dasselbe heute. Auch die Luft im Ruhrgebiet war absolut nicht sauberer. Wenn Mutter die Wäsche im Hof aufhängen wollte, dann schaute sie erst auf den Kalender: Würde die Kokerei heute “abblasen”? und die Wäsche einfärben? Die Wohungen waren kleiner, die Zimmer sowieso und nicht jedes Kind hatte eigenes Zimmer und und garnicht Fernseher. Das gesamte Spielzeug paßte in einen einzigen Karton – und das reichte völlig aus.

Blick nach vorne

Vom Typ her bin ich ein lösungsorientierter Mensch mit recht wenigen Eitelkeiten. Nur zu nörgeln wie Statler und Waldorf (aus der Muppet Show) hatte ich mir nicht zum Ziel gesetzt. Ich wollte mich einmischen und wenn nötig auch unbequem sein. “Everybodies darling” war mir sowieso nicht in die Wiege gelegt. Und so habe ich mich auf die Suche gemacht. Grundlagenforschung war angesagt. Und so habe ich die Basics der Parteienlandschaft untersucht und mit meiner Wertevorstellung, Weltanschauung und Erfahrung abgeglichen.

Im Endspurt

Zuletzt blieb ich meinem christlichen Weltbild dann doch treu und fand in der lokalen Politik auch Menschen, mit denen ich hoffentlich hier in meinem Cronenberg. Inwieweit die CDU tatsächlich noch dem christlich-jüdischen Weltbild verpflichtet ist, lasse ich hier mal offen. Auch unser Stallgeruch ist hier nicht mehr so eindeutig, wie er mal geplant sein mag.

Doch irgendwann muß die Entscheidung mal fallen. Nach 58 Jahren wurde es auch mal Zeit. Ich habe ein Packende genommen und werde nun mitmachen. Wie weit ich komme und was ich noch schaffen kann, will ich hier nicht vollmundig ankündigen oder versprechen. Nur eines ist sicher: Ich stehe für das “C” in CDU (und danach auch noch für das “D” für Demokratisch). Lernbereit und zupackend will ich für meinen Ort, wo ich stehen darf, antreten für meine Mitmenschen und unser alle Enkel langfristig eine Zukunft zu sichern; immer den Blick auf das uns anvertraute Gut zu haben in dem Bewußtsein, daß man mich zur Rechenschaft ziehen wird. Wenn ich am Ende dann Treue bewahrt habe, dann wäre es schon genug.

Ich möchte denen danken, die mir bereits ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Vielleicht finden sich noch mehr Menschen, die hier ein Packende suchen? Gerne helfe ich weiter, das Richtige zu finden.

Dieser kleine Beitrag ist keine Lebensbeichte. Auch keine Rechtfertigung. Vielmehr soll er dem Leser Mut machen über seinen Weg nachzudenken und zu den Zupackenden zu gehören. In der letzten Zeit machen Schreihälse auf sich aufmerksam, die die (teils vermeintlichen) Verfehlungen der Altparteien aus der Vergangenheit mit einem verschrobenen Geschichtsverständnis gepaart mit Unwahrheiten kombiniert herausposaunen. Lassen wir uns von den falschen Posaunen nicht in den falschen Krieg führen. Säbelgerassel hat noch niemals Frieden gebracht. Riskieren wir es nie wieder. Was unsere Vorfahren erlebt haben, kann fast jeder in seiner eigenen Familie erfragen oder in Büchern nachlesen. Unser Frieden und Wohlstand darf gerne noch weiter gehen und sollte fließigen Zupackern nicht verwehrt werden. Pack mers, wie der Bayer sagt.

Cronenberg ist l(i)ebenswert !