Monat: September 2019

Besuch des Landtages NRW

Freitag Nacht (27.09.2019) gab es die mittlerweile zweite Parlamentsnacht in Düsseldorf. Alle Fraktionen präsentierten sich und ihre Arbeit im Rahmen einer gelungenen Showauswahl. Die WDR-Bigband spielte zweimal auf und jede Fraktion konzentrierete sich auf eigene Special Events, so daß es nie langweilig wurde.

Politik wurde als spannende aber auch ernste Angelegenheit präsentiert, die nicht “so nebenbei” erledigt werden kann. Diese zweite Veranstaltung unter dem Titel “Lange Parlamentsnacht” bot aber nicht nur Varieté, Musik und Ausstellungen, sondern der Dialog mit dem Bürger stand naturgemäß im Zentrum des Interesses.

Der Eintritt war frei und von 17:00 bis 23:00 Uhr gab es viel zu sehen und zu hören.

Offener Brief an Greta

Liebe Greta,

ich habe mehr als nur Verständnis für deine Besorgnis, weil es um deine Zukunft geht. Auch ich bin nicht einverstanden, wie wir alle mit unserem Heimatplaneten umgehen, weil ich weiß: Wir haben keine Alternative. Es gibt nur diese EINE Erde.

Wo ich aber massiv widersprechen muß, ist, daß ich/wir deine Kindheit und deine Träume zerstört haben sollen. Ich hoffe doch sehr, daß deine Eltern sich um deine Kindheit gekümmert haben und dich umsorgt und behütet haben. Ist deine Kindheit zerstört, dann sprich mit deinem Vater und deiner Mutter.

Es liegt auch in der Natur der Sache, daß sich Träume nicht immer erfüllen. Als Erwachsene haben wir schon alle erleben müssen, wie Träume wie Seifenblasen platzten. Doch das nennt man “Leben”. Im nachgang ist es manchmal sogar gut, wenn ein Traum nicht wahr wird – manchmal weiß man später sogar, warum dies gut war. Dies nennt man dann Lebenserfahrung.

Nun bist du heute kein Kind mehr und reifst zu einer jungen Frau heran. Dein Bemühen, hier “die Erwachsenen” aufzurütteln ist ehrenwert und darf nicht gering geschätzt werden.

Doch vergiß nicht: Umweltschutz fängt bei jedem Einzelnen an. Man darf nicht Forderungen stellen und dabei selbst daneben stehen und seinen Aschenbecher am Straßenrand entsorgen oder Plastikbecher nur einmal benutzen oder mit PS-Protzen mal eben 10 oder 20 Liter Benzin auf 100 km verbrennen oder Bio-Gemüse in Plastik verschweißt kaufen … oder … die Liste ist endlos. …

Niemand kann alleine die Welt retten. Demonstriert weiter. Macht Lärm und zeigt echte Mißstände auf und dann zeigt uns auch, wie es besser laufen könnte und lebt es vor. Dann werden wir alle gemeinsam unsere Erde ein stückweit besser machen. Was in den letzten 100 Jahren falsch gelaufen ist, kann umgekehrt werden – doch vergessen wir auch nicht, daß unser aller Wohlstand und Komfort einen Preis hat.

Versprochen

Holger Reich, Wuppertal

Bürgerinitiative erhöht den Druck

Über das Bauvorhaben neben der Rather Straße/Schwaffert (auch P34 genannt) in Cronenberg habe ich schon berichtet (Bürgerinitiative ruft CDU an). Die Haltung der Bezirksvertretung ist hier ebenso wie die der CDU Cronenberg eindeutig. Eine Bebauung ist hier abzulehnen.

Nun startete die Bürgerinitiative Ratherstraße/Schwaffert hier die nächste Stufe und hat den CDU Abgeordneten Jürgen Hardt (MdB) und die CDU-Fraktion der Stadt Wuppertal aufgefordert, hier das Gelände in Augenschein zu nehmen und Stellung zu beziehen.

Und tatsächlich hat dieser Termin am 18.09.2019 stattgefunden. Wie schon beim letztenmal wurde diese Aktion bestens vorbereitet und das Anliegen der Nichtbebauung mit Herzblut und Sachverstand stellvertretend für die Bürgerinitiative von Frau Sylke Esser-Bruss vorgetragen. bewundernwert war hier, wie bei aller Betroffenhiet doch immer wieder der Sachbezug die Oberhand behielt.

Die rege Bürgerbeteiligung zeigte die Dringlichkeit und die Not der Bürger. Niemand wolle grundsätzlich Bebauung verhindern, da offenbar allen Teilnehmer bewußt sei, daß Wuppertal auch weiterwachsen müsse. Doch die Bebauung dieser knapp 2 Hektar sei nun wirklich vollkommen unsinnig und wider jeglicher vernunft. Selbst Laien können erkennen, daß dieser Eingriff in die Natur unvernünftig und für die Umwelt massiv schädlich seien muß.

Die CDU CRONENBERG und die CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Cronenberg bekräftigten ihren Standpunkt und der stellvertretende Bezirksbürgermeister Michael G. von Wenczowsky formulierte knapp und deutlich “Ein Cronenberger stünde zu seinem Wort”.

Nachtrag

Gemeinsam mit den Bürgern der Bürgerinitiative und dem geschlossenen Auftreten in der Bezirksvertretung ließ sich letztendlich dieses Gelände aus dem Bebauungsplan ausgliedern. Fazit: Es lohnt sich, sich für die Bürger einzusetzen, da diese oft den besseren Einblick in machen Sachverhalt haben. Letztendlich wirken immer mehrere Parteien an einem Ergebnis mit. Und wenn man gemeinsam nach der Lösung sucht, kann man Vieles bewirken.

Baumschutz ist der bessere Klimaschutz

Der beste Klimaschutz besteht zuerst mal nicht in Verboten (Diesel, SUV etc.) oder Steuern, sondern im Erhalt der natürlichen Regularien. Jeder gefällte (gesunde) Baum schmerzt uns alle. Aus diesem Grund hat sich die CDU-Fraktion Wuppertal zu einer neuen Baumschutzsatzung entschlossen.

Hier der Pressetext:

Zur nächsten Sitzung des städtischen Ausschusses für Umwelt am 10. September 2019 wird eine überarbeitete Fassung der neuen Baumschutzsatzung (https://ris.wuppertal.de/vo0050.php?__kvonr=22695) vorliegen. „In enger Zusammenarbeit mit unserem Partner von Bündnis 90/Die Grünen und in Abstimmung mit der Fachverwaltung ist es gelungen, dem Gremium eine überaus bürgerfreundliche und rechtlich abgesicherte Drucksache zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Ludger Kineke. „Wir haben Erfahrungen aus anderen Städten eingebracht und diskutiert, wie ein effektiver Baumschutz erreicht werden kann, ohne zu stark in das Recht der Bürger einzugreifen Im Ergebnis liegt nun die bürgerfreundlichste Baumschutzsatzung Deutschlands vor.“

Hierfür stehen nach Ansicht des CDU-Politikers nicht zuletzt zahlreiche Ausnahmeregelungen. „Die Verwaltung hat bei der Prüfung von Ausnahmen eine bürgerfreundliche und flexible Handhabung zugesichert. Wir haben Wert daraufgelegt, dass sich Kosten und Aufwand für die betroffenen Eigentümer in vertretbaren Grenzen halten. Ohnehin sind u.a. Bäume in Bereichen, für die ein Bebauungsplan eine landwirtschaftliche Nutzung vorsieht oder für die Grünflächen ausgewiesen sind, in Wald- und auf forstwirtschaftlichen Flächen sowie in Kleingartenanlagen von den Bestimmungen dieser Satzung von vorneherein ausgenommen.“

Mit der Verwaltung wurde eine Evaluierung der Erfahrungen nach einem Jahr vereinbart. „Sollte sich dann Anpassungsbedarf ergeben, werden wir entsprechende Änderungen vornehmen“, äußert sich Ludger Kineke abschließend.

-Pressetext Ende –

Foto: Holger Reich – Wupperfotografie​

Cronenberg ist l(i)ebenswert!

Vor fast schon 100 Jahren, am 1.August 1929, wurde die Stadt Wuppertal durch den Zusammenschluß der kreisfreien Städte Barmen und Elberfeld, sowie der Städte Ronsdorf, Cronenberg und Vohwinkel als kreisfreie Stadt gegründet. Nur ein Jahr später entschied eine Bürgerbefragung sich für den namen Wuppertal.

Seitdem fristen die ehemals freien Städte das Dasein als Stadtteil und manchmal müssen sie sich auch gegen die “zentrale” im Rathaus behaupten. Die Verwaltung geschieht in großen Teilen von Barmen und Elberfeld aus. Unterstützt wird diese aber durch die ortliche Bezirksvertretung, die fallweise vor Entscheidungen befragt wird oder auch in einigen Bereichen eine selbständige “Stadtteilsparlamentsgewalt” hat. Hier geht es dann auch schon einmal etwas derber zur Sache, aber immer mit gegenseitigen Respekt.

Cronenberg steht für Qualität

Seitdem ist viel Wasser die Wupper herunter geflossen und der Stadtteil Cronenberg hat sich im Überleben während Wirtschaftskrisen und Weltkriege behaupten können. Durch alle Krisen hindurch haben sich weltweit agierende Mittelständler nicht nur behaupten können, sondern den Namen Cronenberg aktiv mit weltweit hervorragender Qualität verbunden. So manch ein Haushalt und erst Recht das Handwerk kennt z.B. die Werkzeugmarken und schätzt diese als zuverlässig ein. Viele Arbeitsplätze sind für die Familien Lebensgrundlage und zuverlässiger Garant für wirtschaftliches Auskommen. Cronenberger Leistungsträger wohnen vor Ort, leben und kaufen vor Ort und treiben den Motor Wirtschaft an.

Cronenberger engagieren sich

Die Parteienlandschaft ist bunt gemischt und seriös aufgestellt. Der gelebten Demokratie hält der Cronenberger “die Stange”. Auch wenn es politisch unterschiedliche Ansichten gibt, so geht es i.d.R. um das Wohl des Ganzen. Doch nicht nur in den offiziellen Parteien wird sich hier politisch engagiert. Auch in privaten Initiativen (z.B. Cronenberg will mehr, Cronenberg bewegt, 4 Heimatvereine u.v.m.) oder einer sehr lebendigen und wertvollen Freiwilligen Feuerwehr und zahllosen Ehrenämtlern wird ein guter Geist der gegenseitigen Hilfe sichtbar. Auch hier wird – oft im Verborgenen – kräftig angepackt. Diese Beiträge kann man garnicht hoch genug schätzen, denn erst diese machen das Miteinander so besonders, wertvoll und liebenswert.

Wer arbeitet soll auch feiern

Der Cronenberger ist ein durchaus geselliger und weltoffener Menschenschlag. Nicht sofort schunkelnd und fröhlich vereint, doch offen für Neues, kann er es durchaus “krachen lassen”. Geselligkeit findet sich in der 4 Heimatvereinen ebenso, wie in den Sportvereinen und vielen weiteren Interessengruppen. Politik findet nicht nur im fernen Rathaus statt, sondern wird hier aktiv durch Bürger inspiriert und mit geführt, um das Miteinander zu gestalten. Sieht der Cronenberger eine Not, so ist er mit Rat und Tat zur Hand. Bestes Beispiel mag hier die Entstehung der mittlerweile über die Grenzen Wuppertals hianus berühmten “Cronenberger Werkzeugkiste” sein (siehe Bericht), die aus der entdeckten Not flugs ein Volksfest zum Wohle der Notleidenden schuf, um Spenden zu sammeln. “Nicht nur meckern – sondern anpacken” muß da wohl Pate gestanden haben. Und so könnte man noch zahllose Beispiele anführen, wie Cronenberg “so tickt”.

So könnte man natürlich noch zahllose Aktionen, Personen und Organisationen auflisten, die den besonderen Reiz Cronenbergs ausmachen. Doch letztendlich ist es der Nachbar, den Mensch, dem wir gerade begegnen, die Bedienung oder Servicekraft gegenüber, die unser Cronenberg wertvoll machen. Man muß sich nur aufmachen und sie entdecken.

Denn “Cronenberg ist l(i)ebenswert!”.