Osterholz ist entschieden

Die CDU-Wuppertal bekräftigt ihre Haltung, dass die Kalkwerke Oetelshofen jedes Recht haben, das Waldgebiet Osterholz in Teilen für die Erweiterung einer Abraumhalde zu nutzen. Ein langer und intensiver Prüfungsprozess hat mit der Genehmigung durch die Bezirksregierung ein Ende gefunden.

Darüber hinaus wurden durch den „Runden Tisch Osterholz“ intensiv alle weiteren Optionen diskutiert, die eine Rodung der für die Halde vorgesehenen Waldfläche im Osterholz vielleicht noch hätten verhindern können. Leider hat diese Prüfung keine belastbaren Ergebnisse hervorgebracht, so der Kreisvorsitzende Gregor Ahlmann.

An dem „Runden Tisch Osterholz“ und weiteren Gesprächen haben Oberbürgermeister Schneidewind, Landrat Hendele, weiterhin neben den Betreibern und der Bürgerinitiative auch Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksvertretung Vohwinkel und des Rates der Stadt Wuppertal teilgenommen. Nach der gemeinsamen Presseerklärung von Schneidewind und Hendele waren die festgestellten umweltrechtlichen, zeitlichen und wirtschaftlichen Hürden für eine Alternativlösung „Neandertal“ nicht zu überwinden, und eine Verbringung in die Nachbargrube scheitert an rechtlichen Hürden sowie klar signalisiertem Desinteresse des Konkurrenten.

Die CDU Wuppertal sieht die Diskussion über Alternativlösungen damit als abgeschlossen an. Möchte man zukünftig hier einen anderen Verlauf, dann müssen Gesetze und Regelungen verändert werden. So etwas kann und muss man auch auf allen Ebenen diskutieren, auf dieses Verfahren hat das jedoch keinen Einfluss mehr.

Die Kalkwerke Oetelshofen haben in der Vergangenheit gezeigt, dass Kalkabbau und aktiver Arten- und Naturschutz kein Widerspruch sind und dass auch bei notwendigen Eingriffen freiwillig regelmäßig mehr kompensiert wurde, als gesetzlich gefordert gewesen wäre. Die CDU-Wuppertal vertraut daher dem Verantwortungsbewusstsein der Betriebsleitung, dass alle notwendigen Schritte eingeleitet werden, um die negativen Folgen für den Klima- und Naturschutz so gering wie möglich zu halten.

Die CDU ruft alle am Prozess Beteiligten dazu auf, die Ergebnisse zu akzeptieren. Eine „Endlosprüfung“ weiterer vermeintlicher Optionen suggeriert Alternativen, die es faktisch nicht mehr gibt, wird darüber hinaus dem wirtschaftlichen Interesse des Familienunternehmens nicht gerecht und gefährdet schlussendlich Arbeitsplätze. Auch das Infragestellen der Rechtmäßigkeit der Rodung führt letztlich nicht zur Deeskalation der Situation, sondern liefert interessierten Kreisen lediglich eine konstruierte Legitimation für illegale Handlungen, so Gregor Ahlmann abschließend.

Die Folgen einer Überschwemmung

oder “Folgen der Flut”

Beide Überschriften wären zulässig und doch nicht ganz korrekt. Was die Bürger Wuppertals, und da besonders die Bewohner Beyenburgs, des Morsbachtals und der Kohlfurth am 14./15. Juli 2021 erleben mußten, war wirklich einmalig. Hatte doch massiver Starkregen dafür gesorgt, daß der Wasserhaushalt Wuppertals stark in die Schieflage geraten war. Das Grundwasser stieg stark an, so daß Keller geflutet wurden oder drohten geflutet zu werden.

Zu allem Überfluß gab es dann noch zusätzlich eine Flutwelle, die wie ein Mini-Tsunami sich durch das Wupperbett drückte und Straße, Wege und Plätze flutete. Gott sei Dank gab es keine Toten zu beklagen, wie in anderen Teilen Deutschlands. Doch auch hier waren Gefahrensituationen genug, die Leib und Leben bedrohten. Auf jeden Fall gab es zusätzlichen Sachschaden, der erheblich war. PKW wurden überschwemmt und mußten als Totalschaden abgeschrieben werden. Wohl dem, der eine Vollkasoversicherung hatte. Nur Haftpflichtversicherte blieben auf ihren Kosten sitzen.

In der Kohlfurth wurden Keller komplett überflutet und im Erdgeschoß stand das Wasser etwa 60 bis 70 Zentimeter, so daß Möbel, Eßtrich und Bodenbeläge zerstört wurden. Die Evakuierten wateten durch höfthohes Wasserströme, da die Wupper unkontrolliert über die Ufer trat. Manch einer wurde per Boot gerettet. Die Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte war vorbildlich.

Unser Bürgermeister Spiecker setzte sich ein, um ein Hilfsbüro vor Ort einzurichten. Dank einer engagierten Diakonie und freiwilliger Kräfte kam dies auch unbürokratisch zustande. Zunächst in einer privaten Gartenlaube und später im Container wurde so erste Hilfen organisiert, Finanzmittel beantragt. Wirklich löblich, wie Frau Hoffmann und ihr Team hier eingesprungen sind.

Die meisten Grundbesitzer hatten keine Elementarversicherung mehr. Vorsorglich hatten die meisten Versicherer diese Option aufgekündigt, nachdem z.B. die Kohlfurth zum Überschwemmungsgebiet erklärt worden ist. Wie sollte es hier weiter gehen?

Die Bundesregierung greift ein

Jürgen Hardt, (MdB) r. und Holger Reich in der Kohlfurth

Die gute Botschaft sprach sich schnell herum. So machte der Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt (CDU) bei einem seiner Besuche vor Ort klar, daß mit einem Fluthilfegesetz zu rechnen sei, wo man mit bis zu 80% Erstattung der Flutkosten rechnen könne. Und so kam es auch. Im September passierte das Gesetz den Bundesrat.

Für die Zukunft stellte Hardt die Aufgabe, daß die neue Regierung dringend an der Gesetzeslage arbeiten müsse. Es kann nicht sein, daß Teile der Bevölkerung vom Solidarprinzip der Versicherungen ausgeschlossen sei. “Hier wurde das System bewußt ausgehöhlt” so meine Meinung.

Nach nunmehr 5 Monaten sind die ersten Anträge gestellt, von Auszahlungen hörte ich bislang noch nicht. Um Mißbrauch zu verhindern ist der Antragsweg auch nicht so, wie man es angesichts der Lage erwarten könnte. Größter Hinderungspunkt ist ein erforderliches Gutachten, welches schwierig zu bekommen ist und das Verfahren bremst.

Die Lage ist auch nicht einfach. Schnelle Hilfe geben zu wollen und gleichzeitig unrechtmäßige Anträge zu erkennen und zu verhindern ist ein schmaler Grad. So wollen wir dankbar sein, daß die damalige Regierung hier eingesprungen ist und so echte Hilfe angeboten hat.

Unterm Strich bleibt

Die schnelle und erste Hilfe der Bevölkerung war unbeschreiblich. Privatpersonen kamen zuhauf und packten mit an. Es gab kein Jammern und Klagen, sondern nur zupackende Hände, die keine Angst hatten sich schmutzig zu machen. Unternehmen sandten ihre Hilfspakete inform von belegten Brötchen, Suppen und Kuchenteilchen. Werkzeuge und Maschinen wurden kostenlos zur Verfügung gestellt. Sogar die heiß begehrten Trocknungsgeräte wurden von einer namhaften Baumarktkette kostenlos zur Verfügung gestellt. Als persönlich Betroffener kann ich bestätigen, wie schwierig es war, sich hiermit zu versorgen.

Nachbarschaftshilfe wurde groß geschrieben. Dies ist wohl auch ein Kennzeichen dieser Zeit: Auch wenn das Klima untereinander oft rauer zu werden scheint, so halten die meisten Menschen in echter Not dann doch zusammen. Ausnahmen mag es gegeben haben, doch sind diese nicht ins Gewicht gefallen.

Auch die kommunalen Kräfte kamen positiv zum Einsatz. Wann gibt es schon Straßenreinigung oder Müllentsorgung am Wochenende? ESW, WSW und Polizei machten mehr als nur ihren Job. Auch die Feuerwehren waren pausenlos im Einsatz, was besonders bei den Freiwilligen Feuerwehren nicht genug mit Dank erwähnt werden darf.

Wuppertal kann was wäre hier wohl ein gutes Motto geworden, doch dachte hier niemand an derartige markige Sprüche oder Marketingaktionen.

Ein wunder Punkt

Doch welche Rolle spielte hier der Wupperverband. Ist dieser doch der Betreiber der Wuppertalsperre und verantwortlich zuallererst für den Hochwasserschutz. Bekannt geworden ist, daß die Talsperre wohl mit 93% (und mehr?) Wasserstand zu voll gewesen war und so die Masse des Starkregens nicht aufnehmen konnte. Stattdessen wurden die Schleusen geöffnet um ein Bersten des Dammes zu verhindern.

Doch vom Wupperverband hören die Betroffenen wenig – und wenn dann nur vage Vermutungen und Pläne, was man in Zukunft besser machen wolle. Dies ist definitiv zu wenig.

Niemand will den diensthabenden Mitarbeiter kreuzigen, der hier die Schleusen öffnete. Die Ursache der Probleme dürfte da in den oberen Etagen zu suchen sein. Wurden falsche Annahmen zugrunde gelegt? Stimmen die Prozesse nicht? Wurden Wetterprognosen nicht beachtet oder falsch berechnet? Welche Wassermassen wurden in die Berechnungen einbezogen? Zulauf aus dem Umland, Zulauf aus anderen Talsperren? Wie konnte diese Flut zustande kommen und was wird konkret getan, um dies zukünftig möglichst zu verhindern?

Sicherlich ist das Thema komplex. Einfach Antworten sind hier nicht zu erwarten. Topographie, Klimawandel und Bausünden fallen hier gewiß ins Gewicht. Doch zu Schweigen wäre der falsche Weg. Dialog ist dringend erforderlich – auch wenn Corona dies erschwert, sollte hier mehr stattfinden.

Die Bewohner Beyenburgs, des Morsbachtals und der Kohlfurth schlafen seitdem nicht mehr so gut, wie vor dem Ereignis. Bei stärkerem Regen wird manch ein Bewohner unruhig und prüft die Pegel. Ist man noch sicher? Wann bekommt man hier eine Stellungnahme und Entschuldigung der Verantwortlichen? Auch sechs Monate nach der Flut kämpfen die Bewohner mit den Folgen und für Einige kommt jede Hilfe zu spät. Manches Unternehmen mußte schließen, weil die Kosten die Existenz bedrohten. Andere stehen mit dem Rücken zur Wand und kämpfen ums Überleben.

Toleranz und Schutz des Judentums

Das Judentum ist seit vielen hundert Jahren ein Bestandteil der deutschen Geschichte. Lange bevor es den Staat Israel wieder gab, lebten Juden unter uns. Nicht immer war das Zusammenleben frei von Konflikten und verachtungswürdigem Verhalten, doch heute wissen wir es besser.

Juden gehören zu Deutschland. Ihr Art zu leben und zu glauben braucht unseren Schutz und es tut gut, sich mit ihnen zu beschäftigen. Nur das Fremde macht Angst. Aus der Nähe findet man manch eine Gemeinsamkeit. Basiert das Christentum doch auf den Zusagen aus dem Alten Testament. Ohne Alten Bund gäbe es den Neuen Bund nicht.

Und so habe ich mit Freude am Chanukkafest heute teilgenommen. Das Anzünden der fünften Kerze (von insgesamt 8) wird alljährlich in den Familien und Synagogen gefeiert. Und nun auch in Wuppertal öffentlich. Welch ein schönes Signal. Nächstes Jahr soll es wieder stattfinden. Gut so. Shalom.

Was tut diese Politik schon für mich?

Diesen Vorwurf hört man leider immer öfter – und manchmal ist dieser mit viel Emotionen verbunden. Doch dazu möchte ich gerne einmal ein paar Gedanken äußern.

In Deutschland genießen wir ein hohes Maß an Freizügigkeit und jeder kann seine Meinung frei äußern. Manchmal geht diese Freiheit sogar recht weit und man wünscht sich für manch einen Meinungsäußerer einen “Maulkorb”. Doch genau dies macht unsere Freiheit aus: Spannungen auch in den unterschiedlichsten Positionen muß man aushalten und man ist gefordert sich auch mit diesen auseinander zu setzen.

Wer ist denn “die Politik”?

In Deutschland, und in Europa, werden Politiker frei von der Bevölkerung gewählt. In freien und geheimen Wahlen darf (und sollte!) sich jeder wahlberechtigte Bürger äußern und so in den unterschiedlichsten Ebenen das “Fachpersonal” aussuchen.

Allen voran sind die ehrenamtlichen Vertreter in den Bezirksvertretungen und den Stadträten. Die meisten gehen hier einem ganz normalen Beruf nach und engagieren sich für ihren Bereich. Dabei geht es konkret bereist um sehr praktische Dinge, wie Straßenbau, Kindergärten und Schulen, Kultur und zahllose Beispiele unseres gemeinsamen Zusammenlebens. Dies geschieht nicht etwa in den viel zitierten Hinterzimmern, sondern in aller Öffentlichkeit. Die Sitzungen der Bezirksvertretungen und des Rates sind öffentlich und für Jedermann zugänglich. In Wuppertal werden Ratssitzungen bereits im Internet gestreamt (https://www.wuppertal.de/ratstv) und archiviert, um dort noch mehr Bürgernähe zu pflegen.

In der nächsten Ebene finden wir dann die Berufspolitiker im Landtag und zuletzt auch im Bundestag. Hier geht es dann um allgemeine politische Richtungen. So kümmern sich diese Politiker auch um Gesundheit, internationale Kontakte und Verbindungen und Gesetze.

Was hat das mit mir zu tun?

Diese politischen Mandatsträger beeinflussen unseren Alltag mehr, als uns manchmal bewußt ist. Verkehrsplanungen steuern unsere Reisewege, Gesetze bestimmen zum Teil die Qualitätssicherung unserer Ernährung und somit Gesundheit, Justiz sichert unsere freiheitliche Grundordnung und versucht bei aktuellen Entwicklungen nachzuregeln.

Und in all dem muß man nicht auf “die da oben” verweisen und sich beschweren. Jeder Bürger kann hier mitmachen. Es geht hier um mehr, als nur alle “Jubeljahre” sein Kreuzchen zu machen. Bürgermeinung ist gefordert und wird gerne gehört. Bürger können sich an “ihren” Politiker wenden und erhalten im besten Fall auch eine Rückmeldung.

Politik lebt vom Dialog

Aus diesem Grund pflegen Politiker auch ihre Stammtischtreffen, Bürgergespräche und Bürgersprechstunden. Natürlich gibt es zahllose Sitzungen, Ausschüsse und Aufsichtsräte, die ihre Aufmerksamkeit fordern, doch darüber darf ein Politiker nicht den Kontakt zur Basis verlieren.

Ich kann hier nur Mut machen, diese Möglichkeit zu nutzen. Nicht jeder Politiker hat auf jede Frage die perfekte Antwort. Doch genau dazu gehrt halt auch der Dialog: Auch Politiker müssen sich “schlau machen” und in neue Themen einarbeiten. Wenn dazu die Bürger sich dann äußern, dann findet lebendige Demokratie statt. Voneinander lernen ist ein ständiger Prozeß. Und genau das macht unser Miteinander aus.

Und z u guter Letzt gibt es auch die Möglichkeit, sich selbst einzubringen. MItgliedschaft in einer politischen Partei ist hier ein guter Weg, Anteil zu nehmen und aktuelle Informationen zu erhalten. Oder auch sich selbst in Gremien einzubringen und so Politik zu einem “Hobby” zu machen und Gesellschaft zu prägen. Hier werden immer sachkundige Bürger gesucht oder Experten für die unterschiedlichsten Themen. Arbeitsgruppen und Gesprächskreise und nicht zuletzt auch Stammtische sind durchaus schon ein prägender Teil der politischen Willensbildung und helfen, hier zeitgemäß, pragmatisch und bodenständig zu bleiben.

Zu guter Letzt

Schlußendlich darf man eben nicht vergessen: Politiker sind auch nur Menschen und haben ihre Eigenarten. Und nicht zuletzt gibt es zu jeden Thema eine Vielzahl an unterschiedlichste Meinungen. Und genau das macht Demokratie aus. In diesem Spannungsfeld werden wir uns immer bewegen. Wettbewerb der Meinungen ist das Elixier, welches uns antreibt und prägt. Lassen sie uns streiten und das Beste für uns alle suchen.

Dafür stehe ich: Fair, klar und ehrlich.

Das Ende des Kommissars

Seit dem Mai des letzten Jahres dufte ich die Geschicke der CDU Cronenberg als kommissarischer Vorsitzender führen. Insgesamt lief es doch recht gut. Gut genug, daß ich gestern in der ordentlichen Mitgliederversammlung zum Vorsitzenden gewählt worden bin. Angesichtes der regen Beteiligung an Mitgliedern ein überraschend einmütiges Ergebnis. 100 % sind da verdächtig einmütig; doch es gab keine “Geschenke oder Bedrohungen” 😉

Insgesamt wurden die Würfel neu gemischt. Viele neue und vor allem jüngere Vorstandsmitglieder wurden ins Amt gehoben. Alle Vorschläge wurden auch angenommen. Nicht immer mit 100%, doch mit deutlichem Votum. Das macht mir Mut, die Themen der Zukunft gemeinsam zu bearbeiten. Neumitglieder und Arbeitsgruppen werden vermehrt zum Einsatz kommen. Bürgernähe wird zum Partei-Gen gehören, wie es sich gehört.

Die enge Kooperation mit den Vertretern der Bezirksvertretung und dem Stadtrat wird fortgesetzt. Kommunikation ist das Schlüsselwort. Nicht zuletzt die Kommunikation mit den Bürgern, die ja nicht alle der CDU angehören wird unser Klima zunehmend dominieren.

Ich fühle mich geehrt mit diese Leuten gemeinsam arbeiten zu dürfen und wünsche uns allen Gelingen und auch Freude bei den manchmal komplexen Themenarbeiten.

Mitglieder des Vorstandes
Ein starkes Team für die Zukunft

vlnr: 
Charlotte Dworzak (Mitgliederbeauftragte)
Andreas Richter (Beisitzer)
Frank Uhlemeyer (Beisitzer)
Holger Reich (Vorsitzender)
Alexej Hundt (Stellvertretender Vorsitzender)
Isabelle von Wenczowsky (Schriftführerin)
Dr. Klaus Ditgens (Beisitzer)
Thomas Aurich (Beisitzer) nicht auf dem Bild

Politik greift sich an eigene Nase

Vom “Hohle forderungen aufstellen” und leeren Phrasen halte ich persönlich nicht viel – um nicht zu sagen: Nichts. Auch und grade im eigenen Umfeld versuche ich mit Verantwortung für meine Kinder und Enkel mein Leben zu gestalten.

Natürlich habe ich nicht auf alles eine Antwort; doch ein paar Themen habe ich intensiver untersucht: Energiewende, Sektorenkopplung und Verkehr gehören sicherlich dazu. Auch ist mir bewußt, daß ich nicht alleine “die Welt retten” kann und selbst wenn ganz Deutschland alle täte, wäre es nicht genug. Doch nichts zu tun ist keine Option.

Darum betreibe ich auf meinem Dach eine Photovoltaikanlage (die noch ausbaufähig ist), im Keller ein Hauskraftwerk mit Speicher und nun kommt das erste Modul der Sektorenkopplung hinzu; Mein E-Auto.

Exkurs: Unter Sektorenkopplung versteht man die Verknüpfung von Photovoltaik für den Eigenbedarf, Mobilität und Wärme. Überall also regenerative Energieversorgung, Dezentralisierung und Autarkie.

Mit einem Stromverbrauch von 13 bis 14 kW/100 km fahre ich günstig und im Idealfall mit dem Strom vom eigenen Dach direkt in den Speicher des PKW. Ich fahre sehr gerne mit meinem Rad und erledige so manches auf diese Weise. Doch einen PKW brauche ich auch (noch). Leider ist der ÖPNV noch nicht so gut ausgebaut und alternative Transportmöglichkeiten noch recht jung in den Kinderschuhen.

Ich denke da an ein ausgebautes Netz an Car-Sharing ebenso, wie Taxen “on demand”, die man zu jeder Zeit rufen kann und schnell mal eben einen Dienstweg erledigen kann. Warum sollte ein Auto auch den ganzen Tag herumstehen? Aber dies liegt in der Fläche noch im Bereich der Träume, doch erste Anfänge (u.a. durch die WSW) lassen hoffen.

Gleichzeitig wäre ein Ausbau der Ladeinfrastruktur wesentlich für eine intelligent Versorgung. Da wäre z.B. auch die Versorgung mit Strom während des Einkaufs durchaus ein Ziel. Natürlich muß dieser dann per Photovoltaik über einen Speicher dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. Hier gibt es schon sehr gute Beispiele, die funktionieren.

Jedenfalls habe ich ein stückweit meine Ziele fixiert und werden weiterhin “die Schöpfung bewahren” und unser aller Erbe verteidigen.

Wuppertaler EAK Vorstand

Der EAK hat sich neu aufgestellt.

Am letzten Freitag, den 29.10.2021, fand die Mitgliederversammlung des EAK Wuppertal (Evangelischer Arbeitskreis) mit Neuwahlen des Vorstands statt. Als Referent und Wahlleiter führte Arne Moritz, Bürgermeister der Stadt Lippstadt und EAK Landesvorstandsmitglied, durch den Abend.

Das C in unserer Partei wieder mehr in den Mittelpunkt stellen, unterschiedliche Positionen zu Einen und starke Impulse in die Partei zu geben, haben sich die Anwesenden für die nächsten 2 Jahre vorgenommen.

Im neuen Vorstand wurden der Vorsitzende Stefan Zahn und sein Stellvertreter Dirk Mueller mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt. Frau Eva Rösener übernimmt ebenfalls die Stellvertretung des Vorsitzenden und Erhard Buntrock ist der neue Schriftführer im Vorstand. Als Beisitzer wurden gewählt: Jörn Blondrath, @Klaus Hecht, Holger Reich, @Christiane Sippel und @Heinz Wagner.

Weitere Infos unter

Bürgersprechstunde im November

Im Dialog mit dem Bürger

Im November biete ich wieder eine Bürgersprechstunde für Wuppertaler Bürger an. Gerne höre ich mir die Belange, Sorgen und Erwartungen an und versuche hier auch nach Möglichkeit eine politische und alltagstaugliche Lösung zu diskutieren, ggf. zu vermitteln oder direkt zu helfen.

Als Mitglied in diversen Ausschüssen (z.B. “Soziales, Familie und Gesundheit” oder auch “Verkehrsausschuß”) bin ich ein Ansprechpartner, der zuhören kann und sich für den Menschen gegenüber interessiert..

Wenn ich nicht sofort eine Antwort habe, werde ich mich gerne “schlau machen” und dann im Nachgang eine Rückmeldung geben können.

Wichtiger Hinweis: Sollte das Telefon besetzt sein, und die zwei Stunden nicht ausreichen, dann hilf eine Email an info@holgerreich.eu weiter. Ein kurzer Hinweis auf das Anliegen und eine oder zwei gewünschte Uhrzeiten für einen Rückruf reichen völlig und ich rufe zeitnah zurück.

Bürgersprechstunde am 13.11.2021

von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr unter

0202 – 244 3002

Ihr

Holger Reich, Stadtverordneter

Nach der Wahl – ein Rückblick und mehr

Gerne auch onlineEin Kommentar

Noch laufen in Berlin die Koalitionsgespräche, doch fest steht auch, daß diese Wahl für die CDU überaus ungut gelaufen ist. Hat die Bundespolitik doch sogar durchgeschlagen bis auf die Ebene der Stadtbezirke. Da hilft auch kein Beschönigen. Auch die Cronenberger haben in dem ganzen Gemenge ein deutliches, leider auch ungünstiges Votum, für uns vor Ort abgegeben.

Der bekannte und bewährte Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt wurde diesmal nicht wieder gewählt. Nach 3 überaus erfolgreichen Wahlperioden zog ein Mitbewerber knapp an Hardt vorbei. Der Außenpolitische Sprecher der CDU Fraktion, der sich bislang vorbildlich für seine Wuppertaler Heimat eingesetzt hatte, hat den Einzug in den Bundestag verpaßt. Doch so funktioniert Demokratie. Und dieses Wahlergebnis ist ein Beleg dafür, daß diese Demokratie durchaus noch Biß hat. Mit den Folgen werden wir alle leben müssen.

Auch die Kommunalpolitik muß sich darauf einstellen. Der Wahlkampf ist nicht vorbei. Nun gilt es, den Bürgern noch deutlicher zu beweisen, wer nur Schlagzeilen in den Medien sucht und wer sich wirklich für sie einsetzt. Und die Cronenberger CDU nimmt diese Aufgabe ernst.

Annahme der Herausforderung

Schockstarre ist keine Option. Handeln ist angesagt. Auch wenn alle Mitarbeiter “nur” ehrenamtlich tätig sind, so können diese als Team durchaus wirksam sein. Nicht jede Aktion ist geeignet, dies über große Presseerklärungen in die Welt zu posaunen. Bürgernähe geschieht oft auf “leisen Sohlen”, wenn es um durchaus privatere Dinge und Themen geht. Doch auch die dicken Bretter wollen gebohrt werden. Und dazu stehen wir.

Für manch ein Thema braucht es leider einen sehr langen Atem. Denken wir doch aktuell an die nun endlich vorliegende Denkmalbereichssatzung. Wurde diese doch tatsächlich bereits vor über 30 Jahren beauftragt. Immer wieder mußte diese, vor allem durch die CDU, in Erinnerung gebracht werden und oft deutlich angemahnt werden. Schlußendlich wurde diese dann in diesem Jahr abgeschlossen und vorgelegt. Damit kann man nun arbeiten. Im nächsten Schritt werden wir uns intensiv um die Ortskernplanung kümmern und den öffentlichen Prozeß begleiten. Die aktuell laufende Bürgerbefragung ist ein erster Schritt dazu.

Auch wenn die Cronenberger CDU´ler am 04. November 2021 turnusmäßig den eigenen Vorstand wählen müssen, so bringt dies doch auch frischen Wind in die Arbeit. Die bereits vorliegenden Bewerber lassen dies hoffen. Erstmalig stehen hier etliche junge Leute zur Wahl, was die alten Vorstandsmitglieder zuversichtlich macht. Ich selbst stelle mich gerne auch wieder zur Wahl, was heute abend im Vorstandstreffen mit Freude aufgenommen worden ist. So ganz entgegen dem Bundestrend hatte die CDU Cronenberg doch Zulauf – mehrheitlich durch recht junge Leute zwischen Anfang 20 und Mitte 30. Denn so soll es sein. Jung und alt sitzen in einem Boot, wohnen in einem Ort und können gemeinsam die anstehenden Themen bewältigen. In einem späteren Beitrag werden wir hierzu mehr sagen können und auch die Kandidaten vorstellen.

Spieker rückt in den Landtag nach

Eine andere Veränderung ist ebenfalls aktuell geworden. Der Cronenberger Stadtverordnete und Bürgermeister für Wuppertal Rainer Spieker zieht in den Landtag ein. Grund dafür sind die Auswirkungen der Bundestagswahl, die doch auch gleich Auswirkungen auf das Personenkarussell in Düsseldorf hat. Aufgrund des Prinzips des Nachrückens, kommt Spiecker für die letzten rund 150 Tage in den Landtag. Für uns Cronenberger durchaus eine Chance. Denn sein Mandat als Stadtverordneter will Spieker für die letzten Monate gerne behalten.

Da im nächsten Jahr auch Landtagswahlen stattfinden, ist dies auch eine gute Startposition für Rainer Spieker. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun. Hier hatte Spiecker sich durchaus schon als hilfreich und einflußnehmender Lokalpolitiker erwiesen. Nicht nur bei der Flutkatastrophe im Juli 2021, sondern auch an etllichen anderen Stellen war er für Cronenberg durchaus wirksam. Hier hatte sich so manchesmal sein Teamplay mit mir, dem anderen Stadtverordneten für Cronenberg, bewiesen.

Mit etwas Glück könnte ein ähnliches Schicksal auch Jürgen Hardt “ereilen”. Mit seinem Listenplatz 22 steht er kurz davor. Die Bundestagsbesetzung reichte immerhin bis zum Platz 21, was die Möglichkeit des Nachrückens durchaus möglich macht. Doch warten wir es einfach ab. Für Cronenberg und den Wahlkreis 103 wäre dies auf jeden Fall ein Segen.

Und die Bundespolitik?

Im Nachgang die ganze Schuld und Verantwortung alleine auf Armin Laschet zu schieben ist billig – und dazu auch falsch. Sicherlich wäre er ein guter Kanzler geworden, denn seine Arbeit in NRW war doch wirklich überzeugend. Doch hier sägten doch einige “Individualisten” am falschen Holzbein. Ich würde mir wünschen, wir bekämen auf allen Ebenen wieder einen Blick für unser bewährtes Profil. Christliche Grundsätze verbunden mit demokratischen Vorgängen haben uns in der Vergangenheit gut getan – und würden der Zukunft auch wieder Sicherheit geben können. Doch dazu gehört eine Erneuerung auf allen Ebenen. Packen wir es an.

In der kommunalen Politik werden wir jedenfalls weiter gemeinsam ringen nach dem Moto: Suchet der Stadt Bestes.